CORDATUS (ein Mensch von 30 Jahren, sitzt in abgetragener Kleidung in einer Ecke des Raumes auf dem Erdboden und blickt lächelnd vor sich nieder. Er hat einen dünnen, langen Vollbart. Sein Gesicht zeigt Spuren außerordentlicher Schönheit und geistiger Höhe und Frische. Er spricht alles ganz langsam, klar und deutlich aus. Es gibt in keinem Wort Überstürzung bei ihm. Jedes Wort ist voll warmer drängender Liebe und erschüttert, zuweilen durch eine kleine Bewegung unterstützt. Diese Bewegungen sind aber so sehr selten, daß sie stets auffallen. In der Hauptsache ist er bewegungslos und versteht es, diese Bewegungslosigkeit seiner Umgebung unmittelbar mitzuteilen.)
Ich hab ein Tier im Bauch. Schneid mir doch das Tier aus dem Bauch.
Es ist nichts, Tamara. Es ist nichts.
Ich hab ein Tier im Bauch. Schneid mir doch das Tier aus dem Bauch.
Es ist nichts, Tamara. Es ist nichts.
Guten Morgen, Cordatus.
Du kommst zu mir, Schwesterlein. Setz dich und gib mir deine Hand.
Die Hand geb ich dir, aber setzen kann ich mich doch nicht.
Du glaubst gar nicht, wie wunderschön das ist, wenn du dich hier nicht setzen kannst.
Das müßte doch in deinen Augen häßlich sein.
In meinen Augen ist niemals etwas häßlich.
Aber du fragst gar nicht, weshalb ich zu dir gekommen bin …