Fesselnde Bande
Amy Blankenship


Obsession Book #1
Sanctuary ist ein ausgedehnter und abgelegener Ferienort, der versteckt auf der Anhöhe seines eigenen privaten Berges liegt. Angel Hart wuchs in dem sich im Familienbesitz befindlichen Resort auf, ständig beschützt vor der realen Welt. Angel  führte ein behütetes und privilegiertes Leben, umgeben von den drei Männern, die sie am meisten bewunderte, bis die Scheidung ihrer Eltern sie weit weg von ihnen führte. Zwei Jahre später kommt sie auf Besuch nach Hause und hat ihren neuen Freund mitgebracht. Plötzlich findet Angel sich selbst als Gegenstand der Zuneigung mehrerer Personen und diese haben nicht die Absicht, sie Sanctuary jemals wieder verlassen zu lassen. Geheime Obsessionen verwandeln sich in ein tödliches Spiel der Besessenheit, da die Männer, die sie lieben, sich zu den gefährlichsten Menschen auf dem Berg entwickeln.







Fesselnde Bande


Obsession Serie


Geschrieben von Amy Blankenship

Ãbersetzt von Doris Eva Stoeckl (http://www.traduzionelibri.it/profilo_pubblico.asp?GUID=b30729e7bfe1e4b49f04925d3e6dd473&caller=traduzioni)



Copyright Â© 2012 Amy Blankenship

Englische Ausgabe VerÃ¶ffentlicht von TekTime

Alle Rechte vorbehalten.



Kapitel 1 âSanctuaryâ



Angel Hart warf einen flÃ¼chtigen Blick durch das dicke Glas des Fensters und zuckte wegen der HÃ¶he des Hubschraubers zusammen, als er auf den Resort zuflog, in dem sie ihre Kindheit verbracht hatte. Sie liebte diesen Ort Ã¼ber alles â¦, aber am besten gefiel er ihr auf dem Boden. Sie litt unter Flugangst und hatte es trotzdem wÃ¤hrend der letzten zehn Stunden ertragen mÃ¼ssen.

WÃ¤hrend sie sich ihre Ponyfransen aus dem Gesicht strich, blickte sie verstohlen auf ihren Bruder Tristian und fragte sich, warum er darauf bestanden hatte, sie am Flughafen abzuholen, obwohl er wusste, dass er den RÃ¼ckweg nach Hause im Hubschrauber fliegen musste.

Ihr war klar, dass Tristian das Fliegen noch mehr hasste als sie und beobachtete, wie er mit jemandem auf seinem Handy textete, um sich abzulenken. Vielleicht hatte er sich seiner Angst auch gestellt, kÃ¶nnte sein, da sie sich fast zwei Jahre nicht gesehen hatten; obwohl sie fast jeden Tag telefoniert oder getextet hatten. Es interessierte sie nicht wirklich, warum er es getan hatte, denn ihn hier bei sich zu haben, hatte eine beruhigende Wirkung auf sie und sie war dankbar dafÃ¼r.

Um dem LÃ¤rm des Hubschraubers zu entkommen, lieÃ Angel ihre Gedanken auf die vergangenen zwei Jahre zurÃ¼ckschweifen. Nach der Scheidung ihrer Eltern hatte sie ihr Vater nach Kalifornien geschleppt, wÃ¤hrend Tristian gezwungen wurde, bei ihrer Mutter hier in Sanctuary zu bleiben. Da die Fahrt mit dem Auto so weit war und keiner der beiden fliegen wollte, war die Distanz der einzige Grund, warum sie sich nicht persÃ¶nlich besucht hatten.

Sie hatte nicht bemerkt, wie sehr sie Tristian vermisste, bis sie ihn dort am Flughafen vor sich stehen sah. Er lehnte an der Wand direkt gegenÃ¼ber der TÃ¼r, durch die sie hindurchgekommen waren. Sobald sie einander sahen, rannte sie auf ihn zu, wÃ¤hrend er seine Arme ausstreckte, um sie aufzufangen.

Ihr groÃer Bruder â¦ Tristian war am Morgen immer der erste gewesen, mit dem sie sprach und der letzte, den sie gesehen hatte, bevor sie ihre Augen zum Schlafen zumachte. WÃ¤hrend des Heranwachsens konnten sie sogar ihre Eltern Ã¼berzeugen, dass sie ein Problem mit Schlafwandeln hatten, weil sie mitten in der Nacht aufstanden und im jeweils anderen Bett einschliefen.

Als sie ein wenig Ã¤lter waren, hatte ihr Mutter versucht, dem ein Ende zu setzen, indem sie ihre jeweiligen ZimmertÃ¼ren in der Nacht zusperrte. Angels Lippen verschmÃ¤lerten sich bei der Erinnerung an die Worte ihrer Mutter, als sie sie das letzte Mal umarmt schlafend ertappt hatte.

âEuer beider Verhalten ist SÃ¼nde â¦ ihr benehmt euch mehr wie ein Liebespaar und nicht wie Bruder und Schwester.â Isabel Harts Stimme verÃ¤nderte sich in dieser Nacht von mÃ¼tterlicher Liebe zu Abscheu.

Tristian hatte schnell einen Weg gefunden, um dieses dumme Absperren zu umgehen. Er schnitt ein StÃ¼ck der Wand hinter seinem Kleiderschrank heraus, damit er leicht in die schmalen, engen GÃ¤nge schlÃ¼pfen konnte, die heimlich zwischen den Mauern im Hotel, in dem sie lebten, verliefen. Er hatte das gleiche mit ihrem Schrank gemacht und konnte jede Nacht in ihr Zimmer schlÃ¼pfen und bei ihr schlafen ... und den Wecker stellen, damit sie nicht erwischt wurden.

Er hatte ihr gesagt, dass ihre Mutter die Perverse wÃ¤re â¦, die denkt, dass ihre Beziehung falsch und schmutzig ist. Er hatte sogar betont, dass in vielen kleineren LÃ¤ndern die ganze Familie zusammen baden und schlafen wÃ¼rde und dass es in anderen ganz normal sei, sogar unter Geschwistern zu heiraten. Tristian hatte sie Ã¼berzeugt, dass Ihre Mutter die SÃ¼nderin war, indem sie versuchte sie auseinanderzuhalten.

Angel hatte vor langer Zeit entschieden, ihrer beider Geheimnisse zu bewahren und dass es niemanden etwas anging ... Sie vertraute ihm.

Tristian hatte sich nicht viel verÃ¤ndert, seit sie ihn zum letzten Mal gesehen hatte und bewahrte sein junges, unschuldiges Aussehen. Aber zur selben Zeit stellte sie VerÃ¤nderungen fest, die sie verpasst hatte. Seine blonden Haare hatten sich an den Wurzeln verdunkelt â¦ platinblonde StrÃ¤hnen und rotblonde Nuancen schauten wirklich gut zu seiner leichten BrÃ¤unung und seinen grÃ¼nen Augen aus.

Sie lÃ¤chelte, als sie daran dachte, dass er mit seinem alternativen Haarschnitt gut zu den Surfertypen in Kalifornien passen wÃ¼rde. Sein Haar hatte fast rundum die gleiche LÃ¤nge, auf einer Seite gescheitelt und hing Ã¼ber eines seiner Augen Ã¼ber das Kinn hinaus. Sie konnte auch das schwarze Leder der Halskette mit dem Kreuz unter seinem Kragen sehen, die sie ihm zu Weihnachten geschickt hatte.

Dennoch hatte sie das GefÃ¼hl, dass sie es war, die sich am meisten verÃ¤ndert hatte. Als sie Sanctuary verlassen hatte, war sie nur sechzehn Jahre alt. Nachdem sie mit Tristian, Hunter und Ray fast jeden Tag ihres Lebens verbracht hatte ... fÃ¼hlte sie sich verloren und allein in LA. Sie war noch nie in einer echten Schule gewesen, weil ihre GroÃmutter immer Privatlehrer fÃ¼r sie eingestellt hatte.

Der Besuch der High School in LA war ein Kulturschock fÃ¼r sie gewesen. Erst damals hatte sie erkannt, dass es ihrer Familie nur aufgrund des vielen Geldes mÃ¶glich war, sie von allem abzuschirmen, was normal war. Dann lernte sie Ashton Fox kennen. Jedes Mal, wenn sie das Penthouse ihres Vaters verlieÃ, war Ashton da oder er tauchte in KÃ¼rze auf, wo immer sie war â¦ wie Schicksal. Er brachte sie zum Lachen und begann ihr eine ganz neue Welt zu zeigen.

Angel machte den Fehler, noch einmal aus dem Fenster zu blicken, gerade als sie ein tiefes Tal Ã¼berflogen und sie hatte das GefÃ¼hl, als ob sie in schwindelnder HÃ¶he wÃ¤ren.

Sie drÃ¼ckte Ashtons Hand noch fester und entschloss sich ihn anzusehen, anstatt des schwindelerregenden Anblicks. Seine eisblauen Augen lachten Ã¼ber ihre NervositÃ¤t, aber es war ihr egal ... eigentlich. Sie war fast froh, dass er nicht auf sie gehÃ¶rt hatte, als sie versuchte ihn davon abzuhalten, sie auf ihrer RÃ¼ckkehr nach Sanctuary wÃ¤hrend der Woche zu begleiten.

Ãber den kleinen Comlink in ihren OhrschÃ¼tzern fragte sie: âAsh, bist du schon einmal in einem Hubschrauber geflogen? Du scheinst das gut zu meistern.â

âNein, aber ich genieÃe jeden Augenblick davonâ, grinste sie Ashton an. âDeine Familie ist etwas exzentrisch, meinst du nicht auch? Sie holen uns mit einem Hubschrauber vom Flughafen ab, wÃ¤hrend eine Limousine unser GepÃ¤ck mitbringt. Und ich dachte immer meine Familie sei wohlhabend.â Er zog die Augenbrauen hoch und versuchte, sie zum Lachen zu bringen.

Er wusste, dass sie nervÃ¶s war, da sie ihm mit dem Druck ihrer Hand die Blutzirkulation in seiner Hand abschnitt. Ihre Verwundbarkeit machte sie nur noch liebenswerter. Sie war nicht wie die Flittchen in L.A., mit denen er frÃ¼her manchmal ausging. Seine Gedanken wurden unterbrochen, als er die Stimme ihres Bruder Ã¼ber den Comlink hÃ¶rte.

âEs ist immer soâ, sagte Tristian mit einem Blick auf seine Schwester und wusste, dass sie ihm zustimmen wÃ¼rde.

Sie hatten die Erwachsenen in der Familie Hart dieses alberne Spiel ihr ganzes Leben lang spielen sehen. âDie Familie Hart versucht eben, sich gegenseitig zu Ã¼bertrumpfen. Die Tatsache, dass unsere GroÃmutter diesen Hubschrauber und ganz Sanctuary besitzt, ist ihr kleiner Sieg Ã¼ber ihre drei Kinder ... und die Weltâ, murmelte er den letzten Teil mit etwas mehr Sarkasmus.

âEs reicht, Tristian.â Malcolm Hart warf seinem Sohn einen verÃ¤rgerten Blick zu und wandte sich dann wieder seiner neuesten Freundin, Felicia, zu. Er beschloss fÃ¼r den Rest des Fluges die Oberhand Ã¼ber den Comlink zu Ã¼bernehmen, damit sein Sohn keine Chance mehr haben wÃ¼rde, vor ihrem Gast noch mehr Nachteiliges Ã¼ber die Familie zu sagen.

Er lÃ¤chelte die hÃ¼bsche Rothaarige an, mit der er seit einigen Wochen ausging. Er hatte sie mit Geld betÃ¶rt, damit sie ihn begleitete und er sich mit ihr vor seiner Exfrau Lily zur Schau stellen konnte. Sie war diejenige gewesen, die auf die Scheidung bestanden hatte und deshalb hatte er groÃe Lust, es ihr unter die Nase zu reiben.

Malcolm ging in den Reiseleiter-Modus und zeigte aus dem Fenster, um anzukÃ¼ndigen, dass sie fast angekommen waren. âDas ist das Resort, unmittelbar Ã¼ber der AnhÃ¶he, Sanctuary â¦ bestens bekannt fÃ¼r seine berÃ¼hmte Hochzeitskapelle und seine Hochzeitssuiten.â Malcolm grinste Felicia spitzbÃ¼bisch an. Er wusste, dass er ihre Hoffnung aufrechterhalten musste, damit sie ihre Rolle vor Lily durchaus gut spielen wÃ¼rde.

âDa die Bergkuppe oben ziemlich flach ist, hat dieser Ort so ziemlich alles, was man sich vorstellen kann, ein Spa, einen riesigen Teich sowie Indoor-und Outdoor-Swimmingpools â¦ und noch vieles mehr. Wir besitzen alles im Umkreis von ungefÃ¤hr 50 Kilometern und haben das Land als Wildpark kennzeichnen lassen, damit niemand darauf bauen und seine SchÃ¶nheit zerstÃ¶ren kann. Es fÃ¼hrt nur eine StraÃe den Berg hinauf und das Tor am FuÃ des Berges hÃ¤lt ungebetene Eindringlinge fern.â

âWow â¦ es ist alles so fabelhaftâ, gurrte Felicia mit dieser hilfsbedÃ¼rftig klingenden Stimme.

âUnd am FuÃe des Berges gibt es ein Indianerreservat der Apachenâ, fuhr er fort. âDie meisten Angestellten im Resort sind Apachen.â Malcolms Augen glÃ¤nzten bei der Erinnerung an die hÃ¼bschen MÃ¤dchen, die seine Eltern aus dem Indianerreservat eingestellt hatten. Seine Teenagerjahre wÃ¼rde er fÃ¼r nichts auf der Welt tauschen.

âEchte Indianer?â Felicia Felicia mit ihren Wimpern, warf ihm einen erschrockenen Blick zu und lehnte sich zum Schutz an ihren neuen Sugardaddy. Sie hatte wirklich GlÃ¼ck gehabt, als ein so reicher Ã¤lterer Mann an ihr Gefallen gefunden hatte. Wenn sie ihre Karten richtig ausspielte, wÃ¼rde ihr nie mehr etwas fehlen.

âWie alt bist du? FÃ¼nf?â Tristian griff nach oben und schaltete seinen Comlink aus, angewidert, und dieses GefÃ¼hl kam nicht vom Hubschrauberflug.

Er rieb sich gereizt die SchlÃ¤fe aufgrund der langsam aufkommenden Kopfschmerzen â¦ in letzter Zeit hatte er jegliche Toleranz fÃ¼r dumme Menschen verloren. Er griff in seine Tasche und holte den kleinen Flachmann heraus, allerdings war dieser nicht mit Alkohol gefÃ¼llt. Es war ein indianisches Heilmittel fÃ¼r Kopfschmerzen, das sein Freund Hunter fÃ¼r ihn gemischt hatte und normalerweise innerhalb von Minuten wirkte. Er hoffte nur, dass es stark genug war, um die von dieser dummen Ziege und seinem Vater verursachten Kopfschmerzen loszuwerden.

Er wusste, was sein Vater im Sinne hatte. Felicia war wahrscheinlich Mitte zwanzig und schaute mehr aus wie die TrophÃ¤en-Schlampe seines Vaters als seine Freundin. In Momenten wie diesen war er froh, dass er nicht bei seinem Vater lebte.

Die ganze Situation machte ihn immer noch gewaltig Ã¤rgerlich. Es war nicht Angels Schuld, dass ihre Eltern nicht miteinander auskamen, warum musste sie dann ihre Heimat verlassen? Die Scheidung hatte ihn wÃ¼tend gemacht, als er herausfand, dass der Ã¶rtliche Richter ein Kind pro Elternteil entschieden hatte. Da Angel sechzehn Jahre alt war und er siebzehn wurden sie gegen ihren Willen getrennt.

Wenn er damals gewusst hÃ¤tte, was er heute wusste â¦ er hÃ¤tte das niemals zugelassen. Weil er nicht schlau genug war, um das Ganze aufzuhalten ... hatte er Angel fast zwei Jahre lang nicht gesehen und hatte deshalb den Fehler gemacht, sie heute am Flughafen zu treffen. Er hatte sie viel zu sehr vermisst.

Seine Mundwinkel verzogen sich zu einem boshaften LÃ¤cheln, als er sich daran erinnerte, dass der dÃ¤mliche Richter, der ihn und seine Schwester getrennt hatte, in einem tragischen Unfall ums Leben gekommen war, genau einige Tage nachdem Angel gezwungen worden war, ihren Heimatort zu verlassen. Tristian tat es mit einem Achselzucken ab und warf einen Blick auf seine Schwester. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sie ihr ganzes Leben in Sanctuary gelebt.

Angel und er waren die auserwÃ¤hlten Lieblinge von Oma Hart unter den sieben Enkeln und die Dinge in Sanctuary hatten sich noch mehr verbessert, als ihr GroÃvater sich vor drei Jahren bei einem Sturz von der Treppe das Genick gebrochen hatte.

Tristians Augen verhÃ¤rteten sich bei dem Gedanken. Als es geschah, hatten sie keine TrÃ¤ne vergossen, weil weder Angel noch er den alten Mann ausstehen konnten. John Hart war beÃ¤ngstigend gemein â¦ er starrte sie immer zornig an und sagte abscheuliche Dinge, wenn er dachte, dass ihm niemand zuhÃ¶rte. Seine Schwester und er machten wÃ¤hrend des Aufwachsens ein Spiel daraus, ihren GroÃvater um jeden Preis zu vermeiden.

John Hart war ihm gegenÃ¼ber immer am gemeinsten und behandelte ihn anders als die Ã¼brigen Enkelkinder. Tristian verdrÃ¤ngte die Erinnerungen hartnÃ¤ckig und kam zum Schluss, dass der alte Mann das Kopfzerbrechen nicht wert war.

Sein Blick schweifte von seiner Schwester zu ihrem Freund Ashton Fox. Es war das erste Mal Ã¼berhaupt, dass er Kenntnis von einem Freund seiner Schwester hatte. Tristian verzog keine Miene, als er den College-JÃ¼ngling betrachtete. Laut all seiner gesammelten Informationen schien Ashton in Ordnung zu sein und er hasste diese Tatsache, da er wollte, dass Angel wieder zurÃ¼ck nach Sanctuary ziehen sollte. Und das wÃ¼rde nicht passieren, wenn sie ihr Leben in Kalifornien genoss.

Ashton Fox war zwanzig Jahre alt, wÃ¼rde aber irgendwann in dieser Woche einundzwanzig werden â¦ als ob ihm das nicht egal wÃ¤re. Vielleicht wÃ¼rde er eine Geburtstagsparty fÃ¼r ihn schmeiÃen und ihn so betrunken machen, dass er Angel ankotzen wÃ¼rde ... eventuell wird das helfen, ihre Beziehung genug zu zerstÃ¶ren, um sie zur RÃ¼ckkehr nach Hause zu veranlassen. Wenn nicht, dann war er sicher, dass Hunter, Ray und ihm ... etwas anderes einfallen wÃ¼rde.

Tristian versuchte noch mehr GrÃ¼nde zu finden, Ashton nicht zu mÃ¶gen. Er hatte sogar seinen Onkel Robert, den Rechtsanwalt, gebeten, den Burschen einer sorgfÃ¤ltigen HintergrundprÃ¼fung zu unterziehen. Robert Hart hatte bestÃ¤tigt, dass Ashton aus einer wohlhabenden Familie stammte ... die aber nicht so viel Geld hatte wie die ihre. Trotzdem musste Tristian zugeben, dass es genug war, um ihn davon abzuhalten mit seiner Schwester nur wegen ihres Reichtums zusammen zu sein.

Allerdings fand er heraus, dass Ashton Fox sehr wohl eine Vorstrafe hatte ..., die aber dicht versiegelt war. Robert hatte vermutet, dass es wahrscheinlich etwas GeringfÃ¼giges wie betrunkenes Fahren als Teenager oder so war. Ashton studierte auÃerdem Medizin, obwohl er mit seinen zusammengebundenen, platinblonden Haaren, seiner sonnengebrÃ¤unten Haut und seinen eisblauen Augen eher wie eine lebendige Werbung fÃ¼r Calvin Klein Jeans aussah.

Tristian runzelte die Stirn und Ã¼berlegte sich, wenn das Alter von Ashton und Angel nÃ¤her beieinanderliegen wÃ¼rde, kÃ¶nnten sie fast Zwillinge sein ... bis auf die Tatsache, dass Angels Haare lÃ¤nger waren. Sogar jetzt lÃ¤chelten sich beide an, wie es Verliebte eben tun und es fing an ihm wirklich auf die Nerven zu gehen. Tristian lieÃ sich in seinen Sitz zurÃ¼cksacken und beschloss aus dem Fenster zu schauen.

Er knurrte schweigend und fragte sich, welcher Anblick schlimmer war.

*****

Isabel Hart setzte ihre Teetasse ab, als sie ihren privaten Hubschrauber in der Ferne hÃ¶rte. Sie wollte zum Fenster eilen und beobachten, wie sie zu Hause ankamen, aber sie beruhigte sich mit dem Wissen, dass sie in dieser Woche eine Rolle spielen musste ... die schwache GroÃmutter, die ihre Familie bei sich zu Hause brauchte.

Sie hatte vor Kurzem einen kleinen Herzinfarkt gehabt, aber genug, um Malcolm und Angel zum Nachhausekommen zu bringen â¦ auch wenn es nur fÃ¼r die Feiertage um den 4. Juli war. Das machte es die beÃ¤ngstigende Erfahrung fast wert. Sie hatte sogar das Resort fÃ¼r AuÃenstehende geschlossen und mit Tristian vereinbart, dass die Mitarbeiter die Woche freinehmen, damit es fÃ¼r die Familie eher wie ein richtiges Zuhause scheint.

Wenn es nach ihrem Willen ginge, wÃ¼rde sie ihr fehlendes Kind und ihre Enkelin dazu bringen, endgÃ¼ltig wieder zurÃ¼ck nach Sanctuary zu ziehen â¦ selbst wenn sie so tun musste, als ob sie im Sterben lÃ¤ge, nur um sie dazu zu bringen.

Ihre Kinder hatten mit ihren Familien immer hier gelebt. Diese Tradition wurde mit der Scheidung von Malcolm gebrochen. Ihr Ã¤ltester Sohn Robert war Rechtsanwalt geworden und heiratete seine Highschool-Liebe Dianne. Sie hatten ZwillingssÃ¶hne, Devin und Damien, die jetzt zwanzig Jahre alt waren und fÃ¼r sie als Trainer im Fitnessstudio arbeiteten, das eine riesige GrundflÃ¤che im Erdgeschoss des Resorts einnahm.

Sie durfte Robert nicht aus den Augen lassen, weil er seinem Vater sehr Ã¤hnlich war â¦ gierig und berechnend. Sie war sich bewusst, dass er bereits darauf vorbereitet war, nach ihrem Ableben Ihr Testament anzufechten, obwohl sie wusste, dass er nicht ganz sicher war, was darin festgelegt war.

Robert wusste nicht, dass es ihm nichts bringen wÃ¼rde â¦ dieses Testament war in jeder Hinsicht unmissverstÃ¤ndlich. Sie hatte ihm auch die Handhabung des Papierkrams des Resorts entzogen, als sie ihn dabei erwischt hatte, die GeschÃ¤ftsbÃ¼cher zu fÃ¤lschen und einen Teil der Gewinne in eines seiner eigenen Konten abzuschÃ¶pfen. Im Laufe der letzten Jahre war er fÃ¼r sie zu einer echten EnttÃ¤uschung geworden.

Ihr zweitÃ¤ltestes Kind und ihre einzige Tochter, Carley, und ihre drei Kinder lebten auch hier. Aber Carley war nicht wie Robert.

Ihre kleine Familie war voller verzogener Fratzen, die dachten, sie seien besser als alle anderen, weil sie aus den Treuhandfonds lebten, die sie fÃ¼r sie eingerichtet hatte. Tiffany war siebzehn, Paris einundzwanzig und Jason zwanzig. Aber sie konnte die Kinder nicht wirklich fÃ¼r ihre Faulheit verantwortlich machen, wenn ihre Mutter nichts weiter als eine Alkoholikerin war. Alle vier zusammen hatten es geschafft, dass Carleys armer Mann sie schon vor Jahren verlassen hatte.

Ihr Mann John war vor drei Jahren verstorben und dann verlor sie Malcolm und Angel nur ein Jahr spÃ¤ter. John war ein herrischer Mann mit einer strengen Hand gewesen und die Wahrheit war ... sie vermisste ihn Ã¼berhaupt nicht. Aber alle anderen in der Familie waren mit ihrem eigenen Leben so beschÃ¤ftigt ... Isabel fÃ¼hlte sich in ihren alten Tagen einsam.

Die Einzigen, die ihr etwas Aufmerksamkeit schenkten, waren Tristian und die beiden indianischen Jungs, die seine Schwester und er so gern hatten ... Hunter und Ray Rawlins.

Es interessierte sie nicht wirklich, was der Rest der Familie tat â¦ FÃ¼r sie waren nur Angel und Tristian wichtig. Es stÃ¶rte sie nicht, dass eines der Geschwister nicht blutsverwandt war ... Es war das Herz, das zÃ¤hlte. Als Tristian adoptiert worden war, hatte sie alle anderen Familienmitglieder gewarnt, dass â wenn sie ihm jemals von der Adoption erzÃ¤hlten, wÃ¼rden sie ausgeschlossen und ohne einen weiteren Gedanken von Sanctuary davongejagt. Bisher hatte die Drohung gehalten.

Tristian und Angel konnten es nicht wissen, aber Sanctuary wÃ¼rde eines Tages nur ihnen gehÃ¶ren.

Als sie aufblickte und Lily Hart steif stehend drauÃen im Blumengarten sah, lÃ¤chelte sie innerlich. Sie hatte Lily erlaubt weiter hier zu leben, als ihr Sohn Malcolm quer durch das Land umgezogen war. Der einzige Grund ihrer Zustimmung, dass die Frau bleiben konnte, war, dass Angel so oft wie mÃ¶glich zurÃ¼ckkehrte und Tristian hier wohnte.

In Isabels Augen fÃ¼hrte es fÃ¼r Lily nur dazu, unglÃ¼cklich zu sein. Malcolm hatte sie geliebt, aber sie verhielt sich kÃ¼hl und unertrÃ¤glich und schob Malcolm weg, ohne ihm zu sagen warum. Sie dachte, Lily sei nur hiergeblieben, weil sie dumm genug war zu denken, eines Tages einen Teil von Sanctuary zu besitzen.

Malcolm war schon immer ein Playboy gewesen, bevor sie geheiratet hatten und hatte mit der HÃ¤lfte der indianischen Belegschaft geschlafen, die im Hotel arbeiteten, bevor er zu einer grÃ¶Ãeren Partie Ã¼berging.

Er hÃ¶rte mit diesem schalkhaften Verhalten auf, nachdem er geheiratet hatte, deshalb wusste sie, dass das nicht der Grund fÃ¼r die Scheidung war. Er hatte MÃ¤dchen immer schon geliebt, aber Isabel wusste, dass er Lily am meisten wegen ihrer SchÃ¶nheit liebte ... sie war immer noch bildhÃ¼bsch. Kalt und schÃ¶n, so gefÃ¼hllos, dass sie sich niemals bemÃ¼hte, eine echte Mutter fÃ¼r ihre Kinder zu sein, nicht einmal, als sie noch klein waren.

Durch den schmerzhaften Blick auf Lilys Gesicht konnte Isabel sagen, dass Malcolm endlich hier war. Sie hatte dem Piloten ihres Hubschraubers zweifelsfrei wissen lassen, dass er seinen Job los sei, wenn er es wagen wÃ¼rde, jemanden vor Ende des Wochenendes wieder abzuholen. Sie hatte auÃerdem Ray dafÃ¼r bezahlt, jedes Fahrzeug auf dem Anwesen in der einen oder anderen Weise auÃer Betrieb zu setzen, damit niemand abreisen konnte.

Ausnahmsweise ... die Familie wÃ¼rde zusammen hier festsitzen ..., ob es ihnen recht war oder nicht.

*****

Ray Rawlins hÃ¶rte in der Ferne den LÃ¤rm des Hubschraubers, als er die Motorhaube des letzten Autos im Parkhaus schloss. Er sah sich all die teuren Fahrzeuge, die jetzt ohne Verwendung waren, mit einem GefÃ¼hl der Zufriedenheit an. Isabel Hart konnte genauso rÃ¼cksichtslos sein wie ihr toter Mann.

AuÃerhalb des BacksteingebÃ¤udes strich er mit einem Schwung seine langen dunklen Haare aus dem Gesicht, wÃ¤hrend er den Helikopter langsam zum Hubschrauberlandeplatz herabsinken sah. Seine Gedanken fielen auf Hunter und er fragte sich, ob sein Bruder in der Lage war, sich unter Kontrolle zu halten, da sie herausgefunden hatten, dass Angel ihren kalifornischen Freund fÃ¼r die Woche nach Sanctuary mitbringen wÃ¼rde.

Ashton Fox war im Begriff in ein Spinnennetz einzutauchen und er hatte keine Ahnung davon.

Seiner Meinung nach verdienten die meisten Menschen, die oben auf diesem Berg geboren wurden, von ihm herunterzufallen. Angel und Tristian waren die Ausnahmen. Als sie aufwuchsen, hatten Hunter und er sie unter ihre Fittiche genommen, um sie soweit wie mÃ¶glich vor der Bosheit, in die sie hineingeboren worden sind, zu beschÃ¼tzen. Sogar ihre liebe GroÃmutter konnte heimtÃ¼ckisch sein, wenn sie ihren eigenen Willen durchsetzen wollte.

Er lehnte sich gegen die Backsteinwand und erinnerte sich an ihre Kindheit. Hunter und er waren nur ein paar Jahre Ã¤lter als die Geschwister, aber alle vier waren seit jeher unzertrennlich. Gemeinsam waren sie fast jeden Tag in den WÃ¤ldern des Berges und Hunter und er zeigten ihnen indianische Ãberlebenstechniken ..., obwohl Tristian und Angel all dies nur als SpaÃ und Spiel auffassten.

Seine Vision der Vergangenheit zerfloss, als Angel mit ihrem Freund im Schlepptau vom Hubschrauber weglief. Er schÃ¼ttelte seinen Kopf, als der Wind des Helikopters ihr platinblondes Haar zum Fliegen brachte, als ob sie sich im Zentrum eines unsichtbaren Sturms befÃ¤nde.

Er blickte auf das riesige Anwesen, bekannt als Sanctuary. Er kannte die Menschen darin, die behaupteten ihre Familie zu sein und im Begriff waren ein neues Spiel zu spielen ... ein viel zu gefÃ¤hrliches fÃ¼r das kleine MÃ¤dchen, um es alleine zu spielen.

Ray zog den Flachmann heraus, den ihm Hunter geschenkt hatte und nahm einen Schluck, um seinen Geist zu klÃ¤ren. Er wÃ¼rde seine gesamte Konzentration brauchen, wenn er Angel in Sicherheit bringen wollte.

*****

Tristian wartete bis alle den Hubschrauber verlassen hatten, bevor er sich dem Piloten zuneigte, um seine Aufmerksamkeit zu erringen. âErinnere dich, was Isabel Hart gesagt hatâ, das LÃ¤cheln verschwand aus seinem Gesicht und seine grÃ¼nen Augen verengten sich zu einer Warnung. âDu nimmst dir einige Tage frei und machst dir um uns keine Gedanken. Wir brauchen dich diese Woche nicht, hast du verstanden?â

Angel lÃ¤chelte glÃ¼cklich, als sich Tristian ihr anschloss und alle liefen vom Wind der Propeller weg. Sie fÃ¼hlte sich so viel besser, als sie sich umdrehte und sah, wie die verhasste Machine wegflog und sein lautes Woop...Woop...GerÃ¤usch mit ihm.

âGut, dass wir den Wirbelwind los sind.â Angel winkte ihm spottend nach. Wenn sie sicher wÃ¤re, dass niemand Ã¼ber sie lachen wÃ¼rde, hÃ¤tte sie ihre HÃ¤nde auf den Boden gelegt und ihm fÃ¼r ihre sichere RÃ¼ckkehr gedankt.

Ashton fuhr mit seinen Fingern durch ihr seidiges blondes Haar. Er liebte, wie es sich anfÃ¼hlte. âAch, du bist nur wÃ¼tend, weil es deine schÃ¶nen Haare durcheinandergewirbelt hatâ, grinste er und wunderte sich, dass seine Finger nicht ein einziges Gewirr in ihrem Haar antrafen. Sie war nahezu perfekt, er kannte niemanden wie sie und als sie ihm mitteilte, dass sie ihre Heimat besuchen wÃ¼rde, war er schlau genug, sie nicht mehr aus den Augen verlieren zu wollen.

Als sie bemerkte, dass ihr Vater und Felicia schon hineingegangen waren, legte Ashton seinen Arm um ihre Schultern und sie machten sich auf den Weg Ã¼ber den HÃ¼gel hinauf zum Anwesen.

âSo, mein liebes RotkÃ¤ppchen, werden wir zuerst deine GroÃmutter aufsuchen?â, bemerkte er und versuchte sich nicht Ã¼berwÃ¤ltigt von der GrÃ¶Ãe der Residenz zu zeigen. Er hatte ihren Vater darÃ¼ber prahlen gehÃ¶rt, aber jetzt, da er es selber sah, war ihm klar, dass es wirklich untertrieben gewesen war.

Tristian zwinkerte Angel zu, bevor er unterbrach. âIch denke, es ist an der Zeit Ashton sein Zimmer zu zeigen und ihm Zeit zur EingewÃ¶hnung zu lassen, meinst du nicht auch? Es gibt keinen Grund den groÃen bÃ¶sen Wolf allzu sehr zu reizen. GroÃmutter hatte bereits einen Herzinfarkt â¦ Ich glaube, ihr deinen Freund gleich bei der Ankunft vorzustellen, kÃ¶nnte ihr gerade noch den Rest geben.â

Angels LÃ¤cheln schwankte bei der ErwÃ¤hnung des Herzinfarkts ihrer GroÃmutter. Als Tristian sie angerufen und es ihr erzÃ¤hlt hatte, wÃ¤re sie fast nach Hause geflogen. Da ihr Vater aber zugestimmt hatte, dass sie sie alle die Woche um den 4. Juli besuchen wÃ¼rden, hatte sie gewartet. Tristian hatte ihr am Telefon geschildert, dass Hunter ihre GroÃmutter gerade rechtzeitig gefunden und wahrscheinlich sogar ihr Leben gerettet hatte.

Ihr eigenes Herz schlug fÃ¼r eine Sekunde schneller, als sie sich Hunter im Geiste vorstellte ... Hunter Rawlins. Sie hatte immer an ihn als ihren besten Freund gedacht, aber als sie nach L.A. gezogen war, wurde ihr langsam klar, dass sie mehr als nur Freunde waren â¦ viel mehr. Sie hatte Hunter genauso vermisst wie ihren eigenen Bruder.

âOh, komm schonâ, knurrte Tristian fast, als er seine Arme um sie legte und sie liebevoll umarmte. âIch habe es nicht so gemeint.â Er zog sich zurÃ¼ck, nahm ihr Gesicht in seine HÃ¤nde und lieÃ sie zu ihm aufschauen. âDu hast fÃ¼r diese Woche nur LÃ¤cheln versprochenâ, erinnerte er sie mit ernstem Blick.

âIch weiÃâ, Angel zauberte das LÃ¤cheln wieder auf ihr Gesicht, aber es fÃ¼hlte sich nicht gleich an. âIch bin okay, sobald ich mit meinen eigenen Augen gesehen habe, dass es GroÃmutter gut geht. Du bleibst bei Ash und ihr habt SpaÃ zusammen. Ich werde mich spÃ¤ter zu euch beiden dazugesellen.â

Sie stellte sich auf ihre Zehenspitzen und gab Ashton einen Kuss auf die Wange, bevor sie sich umdrehte und auf einen Seiteneingang zuging, wo sie ihre GroÃmutter vermutete.

Ashton beobachtete, wie Angel wegging und ihm gefiel die Tatsache nicht, dass sie fast in der gleichen Minute in der sie auf dem Berg angekommen waren, getrennt wurden. WÃ¤hrend ihres Aufenthalts in L.A. hatte ihr Vater sie nie fÃ¼r irgendetwas gebraucht und er hatte sie ganz fÃ¼r sich alleine. Er teilte nicht gerne mit anderen.

*****

Hunter schÃ¼ttelte es, als er sich vom TÃ¼rrahmen wegschob, an den er sich gelehnt hatte. Angel zu sehen, wie sie ihrem Freund diesen unschuldigen kleinen Kuss gab, hatte einen richtig schlechten Geschmack in seinem Mund hinterlassen und es juckte ihn auf etwas einzuschlagen ... vorzugsweise auf Ashton Fox. Es brauchte seine ganze Selbstkontrolle, um ihn davon abzuhalten ihr zu folgen, als er beobachtete, wie sie von den anderen wegging.

Er wusste genau, dass Tristian ihn bemerkt hatte, da er seine Schritte beschleunigte.

Tristian und er waren beste Freunde gewesen, solange er sich erinnern konnte, aber in den letzten Jahren waren sie beide in ihre dunkleren Seiten eingefÃ¼hrt worden ... und all das, weil Angel sie verlassen hatte. Er beobachtete, wie Tristian die Distanz zwischen ihnen geringer werden lieÃ und versuchte, seinem Gesicht einen neutralen Ausdruck zu geben.

WÃ¤hrend er seinen Mund zu einem breiten LÃ¤cheln verzog, ging Hunter auf sie zu. âIch bin froh, dass du den Hubschrauber Ã¼berlebt hastâ, neckte Hunter, als er Tristian freundschaftlich die Hand auf die Schulter legte und ihn an sich drÃ¼ckte. Dann nickte er dem anderen Burschen als GruÃ zu.

âJa, eines Tages werde ich eine Bazooka nehmen und dieses Ding direkt vom Himmel blasenâ, zuckte Tristian die Achseln, als Hunter lachte. Um das Thema zu wechseln, fÃ¼gte er hinzu, âZumindest sind alle da, die wir fÃ¼r diese Woche erwartet haben. Der letzte Gast ist vor Ã¼ber einer Stunde abgereist und es sind nur noch die Familie und Freunde da. Ich glaube nicht, dass ich diesen Ort jemals so leer gesehen habe, aber es fÃ¼hlt sich wirklich gut an.â

Hunters Verhalten genau beobachtend, trat Tristian einen Schritt zurÃ¼ck, damit er die anderen beiden untereinander vorstellen konnte. âHunter Rawlins â¦ das ist Ashton Fox.â

Ashton streckte seine Hand aus und schÃ¼ttelte Hunters Hand mit einem ziemlich festen Griff. Er hatte erwartet, dass Hunter ihm denselben festen Griff zurÃ¼ckgab und war Ã¼berrascht, als dem nicht so war. Der Indianer blieb in Ãbereinstimmung mit seinem LÃ¤cheln bei einem freundlichen HÃ¤ndedruck.

Er dachte daran, dass er wirklich besorgt gewesen war, den Apachenjungen kennenzulernen, von dem ihm Angel so viel erzÃ¤hlt hatte. Wenn man sie Ã¼ber Hunter und Ray reden hÃ¶rte â¦ man kÃ¶nnte glauben, dass sie Ã¼bers Wasser gehen sowie all die Dinge tun kÃ¶nnen, zu denen jeweils Indianer in den Kinofilmen fÃ¤hig sind.

âWillkommen auf Sanctuaryâ, wiederholte Hunter das Gleiche, was er zu jedem anderen Gast gesagt hÃ¤tte. âBist du bereit fÃ¼r eine Woche voller SpaÃ?â Die Worte klangen in seinen eigenen Ohren wie ein zweischneidiges Schwert, aber der andere Mann schien davon keine Ahnung zu haben.

âWarum nicht?â, lÃ¤chelte Ashton, froh, dass er sich nicht schon jetzt mit ihm messen musste. âAber zuerst, glaube ich, kÃ¶nnte ich eine Dusche gebrauchen und eine Weile zum Entspannen, nachdem ich geradewegs fÃ¼r fast zehn Stunden in der Luft gewesen bin.â

âSag nichts weiterâ, sagte Tristian und fÃ¼hrte ihn zum Haupteingang. âHunter, in welches Zimmer hast du ihn fÃ¼r diese Woche gelegt?â

âIch hole den SchlÃ¼sselâ, sagte Hunter, ging an ihnen vorbei in die Lobby und machte eine Show aus der Einsichtnahme der ReservierungsbÃ¼cher, als ob er die Namensliste nachprÃ¼fen mÃ¼sste.

Er wusste genau, wo er Ashton untergebracht hatte â¦ direkt neben dem Zimmer, in dem Ray wegen des leichten Zugangs blieb, nur nicht der leichte Zugang, den sich der Freund gewÃ¼nscht hÃ¤tte. Ashton Fox hatte eines der beiden Zimmer bekommen, die sich um die Ecke im Erdgeschoss befanden, auf der anderen Seite des riesigen Hallenbades â¦ abseits von allen anderen Zimmern.

Hunter griff schwungvoll nach dem richtigen SchlÃ¼ssel an der Wand und gab ihn Tristian. Mit einem Blick auf Ashton lieÃ er es wie eine gute Sache klingen. âDu hast GlÃ¼ck, das Hallenbad und das Fitnessstudio des Hotels befinden sich direkt neben deinem Zimmer.â

Tristian bemerkte die Nummer auf dem SchlÃ¼ssel und drehte sich von Ashton weg, um seinen Gesichtsausdruck zu verbergen. Er war froh, dass Hunter Ashton nicht in der NÃ¤he von Angels Zimmer untergebracht hatte, dachte allerdings, dass es zumindest auf demselben Stock sein wÃ¼rde ... nicht, dass er sich beschweren wÃ¼rde. Wenn es nach ihm ginge, wÃ¼rde Ashton nicht die ganze Woche bleiben.

âIst alles bereit fÃ¼r die Poolparty?â, fragte Tristian, da er wusste, dass Angel das Schwimmen liebte. Er wollte sie unbedingt an all die Dinge erinnern, die sie vermisst hatte, seit sie weggezogen war.

Hunter nickte: âJa, Carleys Kinder haben mehrere Freunde Ã¼ber Nacht eingeladen und sie haben bereits die Tiki-Bar zur Selbstbedienung erÃ¶ffnet.â Da er Tristians wissenden Blick sah, fÃ¼gte er hinzu: âJason hat ihren GÃ¤sten die Zimmer neben seinen Schwestern und ihm gegeben ... obwohl sie nicht darin schlafen werden.â

âDas stimmt natÃ¼rlichâ, grinste Tristian und wusste, dass die zusÃ¤tzlichen Zimmer nur zum Schein waren. Er hasste die Tatsache, dass seine Cousins immer versuchten zu handeln, als ob das Hotel ihnen gehÃ¶ren wÃ¼rde, obwohl sie in Wirklichkeit nur Schmarotzer waren, die nichts taten, um ihren Unterhalt zu verdienen. Sie waren bekannt fÃ¼r neue Freunde oder Freundinnen jeden Monat, jede Woche ... mitunter jeden Tag. Das Einzige, wofÃ¼r sie taugten, war Sex â¦ davon abgesehen, ihre Verabredungen hielten fÃ¼r gewÃ¶hnlich nicht sehr lange.

âWir sehen uns spÃ¤ter drauÃenâ, rief er Ã¼ber seine Schulter.

Als Tristian sich mit Ashton entfernte, drehte sich Hunter um und schnappte den SchlÃ¼ssel zum besten Zimmer, Ã¼ber das Sanctuary verfÃ¼gte â¦ eine der Hochzeitssuiten im vierten Stock. Niemand wÃ¼rde sie diese Woche benutzen und Angel wÃ¼rde wahrscheinlich mit Begeisterung in einer der Suiten wohnen.

âWer belegt die Hochzeitssuite?â

Hunter drehte sich um und sah Ray direkt auf der anderen Seite der Rezeption stehen, mit einer Schachtel voller FeuerwerkskÃ¶rper unter den Arm geklemmt. Ray und er waren ein wenig zerstritten, seit ihre Mutter vor einem Monat gestorben war. Sie hatten einen Waffenstillstand ausgerufen, obwohl sie beide wussten, dass es sich nur um eine schmale Linie handelte. Er liebte seinen Bruder, aber in letzter Zeit hatte Ray merkwÃ¼rdig genug gehandelt, um ihn in Alarmbereitschaft zu setzen.

âDu hast also beschlossen das Feuerwerk heute Abend zu machen?â Hunter Ã¤nderte schnell das Thema, wÃ¤hrend er den SchlÃ¼ssel in seine Tasche verschwinden lieÃ.

Rays dunkle Augen folgten der abwehrenden Bewegung, aber er lieÃ es vorerst bleiben. âJa, denn wir wollen die Woche mit einem Knall starten, nicht wahr?â

âSicher. Kommst du spÃ¤ter zur Poolparty?â, fragte Hunter. Der Umstand, dass Ray ihn im Auge behalten wÃ¼rde, gefiel ihm nicht.

âJa, ich werde vorbeischauenâ, antwortete Ray mit gleichmÃ¼tigem Blick, wÃ¤hrend er einige StreichhÃ¶lzer aus dem BehÃ¤lter auf dem Schreibtisch nahm und sie in die Schachtel mit den FeuerwerkskÃ¶rpern warf. Dann wandte er sich um und verschwand.

Hunter blieb stehen, bis Ray aus seinem Blickfeld verschwunden war und griff dann langsam in seine Tasche, um den SchlÃ¼ssel wieder herauszuziehen. Er drehte sich um und war im Begriff ihn an seinen Platz zurÃ¼ckzuhÃ¤ngen, aber stattdessen lieÃ er ihn in eine der Schubladen verschwinden. Er wandte sich wieder dem SchlÃ¼sselbrett zu, bewegte zweifelnd seine Finger und schnappte dann den SchlÃ¼ssel zum Zimmer direkt neben seinem.

Er wÃ¼rde sich sicherer fÃ¼hlen, wenn er Angel genau im Auge behalten konnte ... besonders nachts.



Kapitel 2 âGeheimnisseâ



Angel stand vor den GlastÃ¼ren und beobachtete ihre GroÃmutter im Inneren. Sie hatte schon vermutet, dass sich Isabel Hart zu dieser Tageszeit im riesigen Wintergarten mit Blick auf den Garten befand. Sie spÃ¼rte, wie sich ihre Brust zusammenzog, als sie ihre GroÃmutter sah, wie sie die Schalter am Rollstuhl bediente und dieser sich nÃ¤her zu den TerrassentÃ¼ren bewegte, die in den Garten fÃ¼hrten.

Als sie ihre GroÃmutter das letzte Mal gesehen hatte, stand sie groÃ und stolz vor ihr und wischte die TrÃ¤nen von ihren Augen, wÃ¤hrend sie sich von ihnen verabschiedete. Angel legte ihre Hand gegen die enormen GlastÃ¼ren, holte tief Luft und Ã¶ffnete sie.

âGroÃmutter!â Angel lÃ¤chelte und stÃ¼rzte quer durch den Raum auf sie zu. Ihr LÃ¤cheln erhellte sich noch mehr, als sich die Augen ihrer GroÃmutter voller Freude weiteten. Angel beugte sich nach unten und gab ihr eine herzliche Umarmung. âDu meine GÃ¼te, ich habe dich so sehr vermisst!â

Isabel schloss die Augen und genoss diese echte Umarmung. Das liebte sie so sehr an Angel und Tristian â¦ Sie waren nicht falsch wie der Rest der Familie. Wenn sie jemanden liebten, liebten sie ihn von ganzem Herzen.

âDa ist mein Engelâ, klopfte Isabel ihr leicht auf den RÃ¼cken. Sie fÃ¼hlte etwas von ihrer Kraft zurÃ¼ckkehren, nur wegen der NÃ¤he zu Angel. Das MÃ¤dchen fand immer einen Weg, ihre Stimmung zu heben und ihr das GefÃ¼hl zu geben, geliebt zu werden. Aber das wÃ¼rde sie nicht davon abhalten, die Krankheit auszuspielen, die MÃ¼he lohnte sich. âIch bin froh, dass du es geschafft hast, mich noch ein letztes Mal zu sehenâ, sagte sie mit gewollt hÃ¤ngender Stimme, als wÃ¤re es ein so trauriger Gedanke.

âWas?â Angel atmete tief ein, erhob sich und blickte auf ihre GroÃmutter hinunter. âGroÃmutter? Was sagst du da?â Sie so etwas nur sagen zu hÃ¶ren, tat ihr im Herzen weh und ihre Augen fÃ¼llten sich mit TrÃ¤nen.

âOh, lass uns nicht Ã¼ber mit sprechen, meine Liebe. ErzÃ¤hl mir alles, was ich in den letzten Jahren verpasst habe und wer dieser sogenannte Freund ist, von dem mir etwas zu Ohren gekommen ist?â Isabel legte die Stirn in Falten. âIch kann nicht glauben, dass meine Baby-Enkelin versucht an einem Ort erwachsen zu werden, der so weit entfernt ist, dass ich es Ã¼berhaupt nicht miterleben kann.â

*****

Tristian trat aus Ashtons Zimmer und schloss die TÃ¼r hinter sich, als sein Handy in der Hosentasche vibrierte. Er sah, dass es Ray war und antwortete schnell. âHallo Ray, was gibts?â

âDie Limousine ist gerade weggefahren und deine Freundin ist auf dem Weg den Berg herauf. Es scheint der letzte erlaubte Verkehr zu sein. Willst du immer noch, dass ich das Tor hier absperre?â, fragte Ray, obwohl er wusste, dass es Isabel Harts Anweisungen gewesen waren.

âJa, GroÃmutter ist unerbittlich dabei, damit keine ungebetenen GÃ¤ste auftauchenâ, bestÃ¤tigte Tristian. âSchlieÃe es einfach fest zu und komm zurÃ¼ck nach oben, um etwas SpaÃ zu haben. Wenn jemand hinaus muss, dann braucht derjenige nur einen Geleitschutz den Berg hinunter.â

âKlingt wie ein Planâ, murmelte Ray.

Er schaltete das Handy aus und zog an dem schweren Eisengatter, um es zu schlieÃen. Die drei starken SchlÃ¶sser schnappten zu und er schaute auf den hohen Zaun mit Spitzen. Als er den Handymast aus den Augenwinkeln sah, startete er in dessen Richtung. Es war der einzige Handymast im Umkreis von etwa 80 Kilometern und er wurde das GefÃ¼hl nicht los, dass auch dieser bald nutzlos sein wÃ¼rde.

*****

Angel ging durch die TerrassentÃ¼ren ins Freie. Nachdem sie ihre GroÃmutter so zerbrechlich aussehend in diesem Rollstuhl gesehen hatte, brauchte sie einen Moment fÃ¼r sich alleine, um den Schock zu verdauen. Jedes Mal, wenn sie die Frage nach ihrer Gesundheit aufgebracht hatte, hatte Isabel das Thema mit Fragen Ã¼ber sie selbst umgangen.

Nach nur einem kurzen Besuch hatte ihre GroÃmutter behauptet, sie sei mÃ¼de und mÃ¼sste sich fÃ¼r den Rest des Tages hinlegen. Angel musste ihr versprechen, dass sie am nÃ¤chsten Morgen wieder bei ihr vorbeikommen wÃ¼rde. Es machte ihr Sorgen, dass ihre GroÃmutter so frÃ¼h ins Bett ging und sie fragte sich, wie krank sie wirklich war. Ihre GroÃmutter hatte eine so gute Gesundheit gehabt, bevor sie Sanctuary verlassen hatte, um nach Kalifornien zu ziehen. Nach dem Tod des GroÃvaters war sie sogar aufgeblÃ¼ht.

Angels Lippen wurden bei dem Gedanken an den alten Mann schmÃ¤ler, den sie immer als ein Monster angesehen hatte. Sie hatte in ihrem ganzen Leben niemals irgendjemanden gehasst, aber ein paar Stunden, bevor er die Treppe hinuntergefallen war, hatte er Hunter und sie erwischt, wie sie alleine vom Schwimmen am Teich zurÃ¼ckgekommen waren.

Ihr GroÃvater schrie sie an, schimpfte, dass sie zu alt sei, um mit dem indianischen Gesindel aus dem Reservat zu spielen. Er befiehl Hunter sich von seinem Berg zum Teufel zu scheren und schlug dann die TÃ¼r hinter sich zu. Es war herzzerreiÃend, Hunter auf diese Weise fortgehen zu sehen. Als sie versuchte ihn zu verteidigen, drehte sich ihr GroÃvater um und gab ihr eine so heftige Ohrfeige, dass sie hinfiel.

Angel hatte vor Schmerz aufgeschrien, aber nichts Weiteres mehr gesagt, weil sie wusste, dass ihr GroÃvater wohl recht hatte. Er hatte nicht einmal gewusst, dass Hunter und sie Dinge taten, die sie nicht tun sollten ... sich kÃ¼ssen, anfassen und experimentieren. Wenn er das gewusst hÃ¤tte, hÃ¤tte er sie mehr als einmal geschlagen.

âSiehst du, ich habe dir gesagt, dass es nicht die Statue eines Engels war. Es ist wirklich Angelâ, lachte jemand hinter ihr und schreckte sie aus ihrer Melancholie. Sie drehte sich schwungvoll um und lÃ¤chelte, als sie Onkel Roberts eineiige ZwillingssÃ¶hne Devin und Damien sah.

âDu meine GÃ¼te, ihr Jungs seid aber groÃ geworden!â Sie lÃ¤chelte, als sie sie nacheinander umarmten und im Kreis drehten. Sie waren im gleichen Alter wie Tristian, waren ihm aber in den letzten Jahren irgendwie Ã¼ber den Kopf gewachsen. Sie waren mindestens 1,85 Meter groÃ und schauten aus wie TÃ¼rsteher. Beide trugen hautenge schwarze T-Shirts mit dem Logo âSanctuaryâ auf der Vorderseite.

Sie legte eine Hand auf jeweils einen Oberarm und konnte den Stolz in ihren grauen Augen aufleuchten sehen. âIch schÃ¤tze, ich brauche nicht zu raten, was ihr zwei gemacht habtâ, kicherte sie. âHabt ihr euch aus jeglichem Trouble herausgehalten? Oder ihn verursacht?â

âWer? Wir?â Devin lachte, als er sie wieder auf den Boden zurÃ¼ckstellte und glitt dabei mit seiner Hand Ã¼ber ihre HÃ¼fte und ihren Oberschenkel.

âDu solltest uns besser kennenâ, rollte Damien seine Augen in Richtung seines Bruders, wÃ¤hrend er seinen Arm um Angels Taille legte und sie aus Devins Einfluss zog. Die Zwillinge hatten dieses Spiel seit Jahren gespielt â¦ immer zu versuchen sich gegenseitig zu Ã¼bertrumpfen, wenn ein hÃ¼bsches MÃ¤dchen in der NÃ¤he war.

âGut, dass sie euch kenntâ, starrte Hunter die Zwillinge grimmig an und lÃ¤chelte, als sich Angel beim Klang seiner Stimme umdrehte.

Angels Mund Ã¶ffnete sich, als sie Hunter das erste Mal seit fast zwei Jahren erblickte. PlÃ¶tzlich schossen ihr alle Arten von Erinnerungen durch den Kopf, ihre Knie wurden weich und ihr Puls begann zu rasen. E-Mails und Anrufe waren nichts dagegen, ihn persÃ¶nlich zu sehen.

Seine tiefschwarzen Haare waren lÃ¤nger, als sie sie in Erinnerung hatte und hingen weit Ã¼ber seine Schultern. Er sah genauso aus wie einer dieser Kerle auf der Vorderseite eines historischen Liebesromans, auf der der Indianer und das weiÃe MÃ¤dchen in einer heiÃen Umarmung abgebildet waren.

Sie errÃ¶tete bei der Vorstellung, befreite sich von ihren Cousins und ging auf ihn zu. âDu bist gewachsenâ, hauchte sie und schaute zu ihm auf. Hunter war der einzige Mensch, der mehr von ihr wusste als ihr Bruder.

âNein, du bist nur kleinerâ, spottete Hunter, kurz bevor er seine Arme um sie legte und sie in die Luft hob. âEs sei denn, ich mache das.â Sie war fÃ¼r ihn immer leicht wie eine Feder gewesen. Er knurrte innerlich, als sie nach unten verlangte und das kindische Spiel endete mit einer engen Umarmung. Er atmete ihren Geruch ein und er erinnerte ihn an all die GrÃ¼nde, warum er auf ihr ZurÃ¼ckkommen gewartet hatte.

Da er wusste, dass sie beobachtet wurden, stellte sie Hunter schnell auf ihre FÃ¼Ãe zurÃ¼ck und schaute Ã¼ber ihre Schulter zu den Zwillingen. âDie Poolparty beginnt und da drauÃen ist jemand, der nach euch gefragt hat.â

âStacey! Give me five! Wir sehen euch zwei spÃ¤ter.â Die beiden zogen ab, als ob es ein Rennen wÃ¤re, wer das MÃ¤dchen zuerst erreichen konnte.

âAlso haben die zwei letztendlich gelernt, wie man teilt?â, fragte Angel mit ernster Miene, als sie zusah, wie die Zwillinge davonzogen und kicherte dann leicht Ã¼ber ihren eigenen Scherz.

âIch glaube, sie mÃ¶gen einfach nur den Wettbewerbâ, grÃ¼belte Hunter. âDiese Stacey taucht die ganze Zeit hier auf, nur damit sich die beiden um sie streiten â¦ bisher hat keiner von ihnen gewonnen.â

Sie lÃ¤chelte sanft, als sie sich wieder zu Hunter umdrehte und bemerkte eine lange Locke seines ebenholzfarbenen Haares, die in sein Gesicht gefallen war, als er sie aufgehoben hatte. Sie griff danach, strich sie zÃ¤rtlich zur Seite und steckte sie ihm hinter sein Ohr. âJetzt kann ich endlich wieder atmen.â

âWas hat dich davon abgehalten?â Hunters Stimme war genauso sanft wie ihre. Er wusste, was sie sagte, weil er es auch fÃ¼hlen konnte. Er spÃ¼rte es so stark, dass es seine Augen brennen lieÃ.

Sein Blick sank auf ihre vollen Lippen und er fÃ¼hlte, wie er sich ihr nÃ¤herte â¦ Er wollte sie kÃ¼ssen, wie er es frÃ¼her getan hatte, bevor sie wegging. Er war derjenige gewesen, der ihr das KÃ¼ssen beigebracht hat, obwohl er wusste, dass sie es nie so ernst genommen hatte wie er. FÃ¼r sie war es nur Experimentieren in der Jugend â¦ fÃ¼r ihn waren es fesselnde Bande.

âMan sollte niemals von seinem besten Freund getrennt werden â¦ es tut wehâ, seufzte Angel und umarmte ihn erneut.

Hunter erstarrte bei den Worten âbester Freundâ. Etwas, das sie aus ZÃ¤rtlichkeit meinte, hatte sich fÃ¼r ihn immer mehr wie ein Schlag in die Magengrube angefÃ¼hlt. Er schlug seine Arme wieder um sie, beugte sich hinunter und kÃ¼sste ihre Haare, wÃ¤hrend er versuchte seine Stimme zu kontrollieren. âIch weiÃ.â

Sie hatte den Ausdruck benutzt, seit sie ihm all ihre Geheimnisse erzÃ¤hlt hatte â¦ sogar das Geheimnis Ã¼ber Tristian und sie. Sie hatte ihm sogar einmal gesagt, dass sie dachte, sie sei in ihren groÃen Bruder verliebt. Hunter hatte dann angefangen, sie mit in die Berge zu nehmen â¦ nur sie beide ... und zeigte ihr all die Dinge und GefÃ¼hle, die ihr Bruder ihr nicht geben konnte.

Das war der Wendepunkt zwischen Tristian und ihm â¦ weil er wusste, dass Angels geheime GefÃ¼hle niemals einseitig waren. Zu seiner BestÃ¼rzung konnte er nur mit ihr zusammen sein, indem er Angel Ã¼berzeugte, dass sie in beide verliebt war.

Er zog sich zurÃ¼ck, legte seinen Arm um ihre Schulter und ging mit ihr los, um den Garten zu verlassen. âIch bin sicher, du hast noch keine Chance gehabt, dich von deinem Schreckensflug zu erholenâ, grinste er, da er wusste, dass sie den Hubschrauber genauso hasste wie Tristian.

âDu weiÃt, dass du GroÃmutter davon abhalten hÃ¤ttest kÃ¶nnenâ, sagte sie und gab ihm einen StoÃ in die Seite. âFrÃ¼her konntest du ihr fast alles ein-oder ausreden.â

âNein, das ist nicht wahrâ, grinste Hunter. âGib mir nicht die Schuld fÃ¼r diesen Helikopterflug. AuÃerdem habe ich deiner GroÃmutter in letzter Zeit Ã¶fters ihren Willen gelassen.â Sie gingen Ã¼ber den Rasen ins Freie. Er wusste, dass sie von Ashtons Zimmer aus voll im Blickfeld lagen und wurde langsamer, nur um ihn zu Ã¤rgern. Niemand hatte ihn jemals beschuldigt ein Heiliger zu sein.

âDu bist mein Held â¦ weiÃt du das?â Angel zwang ihn stehen zu bleiben, damit er auf sie herabschaute. âWenn du GroÃmutter wÃ¤hrend ihres Herzinfarktes nicht gefunden hÃ¤ttest â¦â Ihre Stimme schwÃ¤chte zu einem FlÃ¼stern ab. âDu hast ihr das Leben gerettet.â

Ashton wickelte das Handtuch um seine HÃ¼fte, als er das Badezimmer verlieÃ. Das war es, was er brauchte, eine lange heiÃe Dusche, um die Woche Urlaub zu starten. Vielleicht konnte er einen wirklich guten Eindruck auf Angels Familie machen und sich ein Anrecht auf sie sichern. Er hatte sich noch nie so angestrengt ein MÃ¤dchen zu beeindrucken, wie er es mit Angel tat.

Seine letzte Freundin stellte sich als falsche hinterhÃ¤ltige Schlampe heraus, der er eine Lehre erteilen musste. Nicht aber Angel. Man konnte sagen, sie war immer noch eine kleine sÃ¼Ãe, heimische Jungfrau, die er dazu Ã¼berreden musste, um nur ein paar einfachste KÃ¼sse von ihr zu bekommen. Es hatte ihn aber nicht gestÃ¶rt. Wenn er Sex wollte â¦ es gab genug bereitwillige Schlampen, die dazu bereit waren und nachher verschwanden, damit er Zeit mit Angel verbringen konnte.

Er schaute in den Spiegel der Kommode und begann mit einem Handtuch seine Haare zu trocknen. Dann hÃ¶rte er abrupt damit auf â¦ er hatte etwas im Spiegelbild bemerkt. Er wandte sich dem Fenster zu und runzelte die Stirn, als er Angel und Hunter so nahe beieinanderstehen sah. Es sah aus, als ob sich die beiden Geheimnisse zuflÃ¼stern wÃ¼rden.

Er biss seine ZÃ¤hne so fest zusammen, dass seine Kiefermuskeln zuckten, als er seine Freundin und den Indianer, den sie so liebevoll ihren besten Freund nannte, beobachtete. Irgendwie war er sicher, dass Hunter nicht das gleiche GefÃ¼hl bei diesem Kosenamen hatte â¦ kein Mann mit normalem Verstand wÃ¼rde es haben.

âAngel, deine GroÃmutter war immer gut zu mir und Ray â¦ sogar wenn sie keinen Grund dazu hatte. Ich hasse, was ihr zugestoÃen ist.â Hunter seufzte und wusste, dass es eine LÃ¼ge war. Wenn Isabel Hart ihren Herzinfarkt nicht gehabt hÃ¤tte â¦ dann wÃ¼rde Angel jetzt nicht hier sein. Er zuckte innerlich zusammen, bewusst, was er getan hatte.

Der Schamane seines Stammes hatte ihm alles Ã¼ber KrÃ¤uter beigebracht und was sie im KÃ¶rper hinsichtlich Heilung oder Schaden bewirkten. Er nutzte dieses Wissen und mischte das richtige GebrÃ¤u zusammen, um Isabels leichten Herzinfarkt zu verursachen. Es war das Einzige, das ihm eingefallen war, um Angel zum ZurÃ¼ckkommen zu bewegen.

âIch verdiene kein Lob dafÃ¼r, dass ich sie gefunden habeâ, rÃ¤umte Hunter mit schlechtem Gewissen ein.

Angel lÃ¤chelte sanft, da sie wusste, dass Hunter keine arrogante Ader in seinem KÃ¶rper hatte. Sie wollte ihn allerdings wissen lassen, wie sehr sie schÃ¤tzte, was er getan hatte. Sie stellte sich auf ihre Zehenspitzen und gab ihm einen zarten flÃ¼chtigen Kuss auf die Lippen.

Als sie sich von ihm zurÃ¼ckzog, trafen sich ihre Blicke und hielten aneinander fest. Angel atmete tief ein, als sie die kleinen Blitze in ihren Bauch und ihre Oberschenkel zucken fÃ¼hlte. Es war nicht das erste Mal, dass er diese Reaktion in ihr verursacht hatte â¦ aber es war das erste Mal, dass sie dieses GefÃ¼hl fÃ¼r ihn nicht verspÃ¼ren sollte. Sie hatte jetzt einen Freund â¦ in Hunter verknallt zu sein war tabu.

Angel schluckte, als sie einen Schritt zurÃ¼cktrat. âDanke, dass du meine GroÃmutter gerettet hast. Ich weiÃ nicht, was ich getan hÃ¤tte, wenn ich sie verloren hÃ¤tte.â

Hunter verengte seine Augen und wusste, dass sie verleugnete, was sie beide gerade gefÃ¼hlt hatten. MÃ¶glicherweise nicht verleugnen â¦ aber auf jeden Fall Ã¼berging sie es. Er hatte nicht die Absicht, sie damit davonkommen zu lassen â¦ in der Tat, er wollte sie daran erinnern, dass er nicht so leicht zu vergessen war.

Er griff nach ihrer Hand und machte sich auf den Weg zu den EingangstÃ¼ren. âKomm, ich werde dir erst einmal dein Zimmer zeigen.â

Ashton ergriff das Fensterbrett so fest, dass er das Holz knacken hÃ¶rte. Angel hatte ihm noch nie einen Grund gegeben, eifersÃ¼chtig zu sein, aber es gefiel ihm nicht, wie sie Hunter ansah â¦ wie sie ihn gekÃ¼sst hatte. Es gefiel ihm Ã¼berhaupt nicht. Er hatte sie nicht nach Hause kommen lassen, um zuzusehen, wie sie sich anderen MÃ¤nnern an den Hals wirft.

Angel betrat den Aufzug und schÃ¼ttelte das letzte bisschen Strom ab, dass Hunter zu kÃ¼ssen, verursacht hatte. âAlso, wo werde ich schlafen?â, lÃ¤chelte sie und kannte das Spiel, das sie frÃ¼her immer gespielt hatten.

Alle vier, Tristian, Ray, Hunter und sie, schnappten sich das GÃ¤steverzeichnis vom Empfangsschalter und vertauschten die Zimmer der GÃ¤ste, nur um eine Riesenverwirrung zu verursachen. Das hatte ihnen so viele Schwierigkeiten bereitet, deshalb war es irgendwie amÃ¼sant, dass jetzt Hunter genau dafÃ¼r zustÃ¤ndig war, fÃ¼r das sie frÃ¼her angeschrien wurden.

Hunter zuckte mit den Schultern. âIch dachte, dass du neben deinem Bruder sein mÃ¶chtest.â Er streckte die Hand aus und drÃ¼ckte den Knopf fÃ¼r den vierten Stock. âDeshalb habe ich dich in deinem alten Zimmer untergebracht.â

âEs freut mich, dass ich immer noch ein groÃes Zimmer bekommeâ, lÃ¤chelte sie und wusste, dass diejenigen im obersten Stockwerk im Vergleich zu denen im Erdgeschoss riesig waren. AuÃerdem wÃ¼rde es schÃ¶n sein, sich wieder rundum zu Hause zu fÃ¼hlen. âDanke.â

âIch habe immer gedacht, dass ihr zwei ein bisschen verwÃ¶hnt seidâ, neckte Hunter. âDeshalb habe ich mich entschlossen auch einzuziehen.â Er fischte den SchlÃ¼ssel aus seiner Tasche. Er hatte das Zimmer direkt neben ihr genommen, als er letzten Monat eingezogen war. So hatte er sich ihr nÃ¤her gefÃ¼hlt, obwohl sie so weit weg war.

âWann bist du endgÃ¼ltig nach Sanctuary gezogen?â, fragte Angel. Ray und er waren jeden Tag hin-und hergefahren, damit sie wÃ¤hrend der Nacht bei ihrer Mutter bleiben konnten â¦ sogar bevor Ray seinen FÃ¼hrerschein gemacht hatte. Ray und er liebten ihre Mutter von Herzen und vergewisserten sich, dass sie immer gut versorgt war.

Als sich die TÃ¼ren Ã¶ffneten, legte Hunter seine Hand an den Rand der FahrstuhltÃ¼r, um diese fÃ¼r sie offenzuhalten. âEs tut mir leid, Angel â¦ Ich bat Tristian, dir nichts zu sagen. Ich wollte nicht, dass du dir um uns Sorgen machst.â Seine Augen verdÃ¼sterten sich und er wusste, dass sie allen Grund hatte, bÃ¶se auf ihn zu sein, wenn sie es wollte.

âDann sag es mir jetzt.â Angel hatte ein schlechtes GefÃ¼hl. Hunter hatte nie Geheimnisse vor ihr gehabt und sie fragte sich, ob ihre Trennung dies verursacht hatte. âWas weiÃ ich nicht?â

âUnsere Mutter ist im letzten Monat gestorben, als das Haus unglÃ¼cklicherweise in Brand geraten istâ, schluckte er und war nicht gewillt darÃ¼ber zu reden. âDie Feuerwehr sagte, es sah so aus, als ob sie beim Kochen eingeschlafen sei.â

Angel Ã¶ffnete ihren Mund, als in seinen dunklen Augen TrÃ¤nen glitzerten. âAch du lieber Gott, Hunter â¦ Es tut mir so leid. Ich wÃ¼nschte, du hÃ¤ttest es mir gesagt â¦ Ich wÃ¤re schon frÃ¼her zurÃ¼ckgekommen.â

âIch wollte nicht, dass du â¦ mich so siehstâ, gestand er, als sie ihre Arme zum dritten Mal in der letzten halben Stunde um ihn schlang.

Er lieÃ die TÃ¼r los und sie schloss sich. Dann streckte er die Hand aus und drÃ¼ckte auf die Stopptaste. Hunter konnte sich nicht zurÃ¼ckhalten, als er seine HandflÃ¤chen auf ihren RÃ¼cken legte und sie an sich zog. Der Duft ihres Haares beruhigte den Schmerz in ihm, allerdings hatte dieser Schmerz nichts mit seiner Mutter zu tun.

Angel wollte nichts anderes als ihn trÃ¶sten, aber sobald sich ihre KÃ¶rper berÃ¼hrten, fand sie sich mit dem RÃ¼cken gegen die Wand des Aufzugs gepresst und eines seiner Beine zwischen ihre Schenkel geschoben. Und beide gingen wieder in Flammen auf.

âOh Gott, Angelâ, murmelte Hunter gegen die zarte Haut ihres Halses, als er die Hitze ihres KÃ¶rpers durch den Stoff seiner Hose fÃ¼hlte. Er rieb seinen Oberschenkel gegen sie, hob seinen Kopf und presste ihr einen frustrierten Kuss auf die Lippen. Seine HÃ¤nde wanderten ihre Arme hinunter, um ihre HÃ¤nde zu fassen. Er verschlang seine Finger in ihre und presste sie gegen die Wand, da er sie gut genug kannte, um sich zu erinnern, dass ein bisschen Dominanz sie antÃ¶rnte. Sofern dies als Sex gezÃ¤hlt werden konnte â¦ dann waren sie schon seit langer Zeit ein Liebespaar.

Am Anfang erwiderte sie den Kuss und gab sich den von ihm verursachten Empfindungen hin â bis ihr ein Bild von Ashton durch den Kopf schoss. Sie drehte den Kopf weg und beendete den Kuss. Sie stÃ¶hnte leise, als sie seinen heiÃen Atem Ã¼ber ihren Hals hinunter spÃ¼rte. Sie entzog ihm die HÃ¤nde, legte sie auf seine Brust und schob ihn weg.

âHunter?â Angels Blick blieb auf dem Boden hÃ¤ngen und sie hatte plÃ¶tzlich Angst, was sie sehen wÃ¼rde, wenn sie zu ihm aufschaute. âEs tut mir leid. Ich â¦â

âPssst,â legte er sanft seinen Finger unter ihr Kinn und hob es hoch, damit sie ihn ansah. Er wusste bereits, warum sie stoppte. Ashton Fox hatte bereits verloren â¦ obwohl sie das noch nicht wusste. Seine Augen verfinsterten sich attraktiv, als er ihre fast stoÃweisen AtemzÃ¼ge hÃ¶rte â von nur einem einzigen Kuss!

âEs soll dir nicht leidtun â¦ Es sollte dir niemals leidtun, mich zu lieben. Zumindest weiÃ ich, dass du mir verzeihst, weil ich dir Ã¼ber unsere Mutter nichts gesagt habe.â Hunter lieÃ sie los, zwang sich einen Schritt zurÃ¼ckzutreten und drÃ¼ckte den Knopf, damit sich die FahrstuhltÃ¼ren fÃ¼r sie Ã¶ffneten.

Angel wusste, dass er Ã¼ber seine Mutter sprechen wÃ¼rde, wenn er dazu bereit war. Sie drehte sich um und floh aus dem Aufzug, da sie sich nicht mehr traute, mit ihm alleine zu sein. Sobald sie sicher war, dass er weg war, verlangsamte sie ihre Schritte.

Armer Hunter â¦ und Ray. Die beiden waren immer so liebevoll mit ihrer Mutter umgegangen und diese liebte sie im Gegenzug von ganzem Herzen. Angel erinnerte sich, wie oft sie sich gewÃ¼nscht hatte, dass ihre eigene Mutter und sie diese Art von Beziehung hÃ¤tten. Aber ihre Mutter war eine Fremde fÃ¼r sie â¦ war es immer gewesen.

Als sich die FahrstuhltÃ¼ren hinter ihr schlossen, legte Hunter seine HÃ¤nde gegen die gleiche Wand, gegen die er sie gerade gehalten hatte â¦ er drÃ¼ckte aus Frust dagegen. Wenn das bis Zehn zÃ¤hlen nur funktionieren wÃ¼rde. Er schloss seine Augen und tat es trotzdem, wÃ¤hrend er seine Atmung zwang zu etwas Ã¤hnlichem wie normal zurÃ¼ckzukehren. Als er sich aufrichtete und seine Augen Ã¶ffnete, war er wieder vollkommen ruhig.

Er klappte sein Handy auf und wÃ¤hlte Tristians Nummer, um ihm mitzuteilen, dass seine Schwester untergebracht war. Hunter runzelte die Stirn, als er sah, dass er kein Signal auf dem Handy hatte.

Angel ging in ihr Zimmer und lÃ¤chelte, als sie sah, dass sie alles so gelassen hatten, wie es vor ihrem Auszug war. Sie warf sich mit einem glÃ¼cklichen Seufzer auf die Matratze und schloss ihre Augen. Sobald sie sie zugemacht hatte, rief sie sich in Erinnerung, was Hunter und sie gerade im Aufzug gemacht hatten und brachte ihren KÃ¶rper zum Verbrennen.

Sie war so lange weg gewesen und hatte gedacht, dass er sie nicht mehr auf diese Art haben wollte. Tristian hatte angefangen, mit jemandem auszugehen â¦ warum nicht auch Hunter?

Als sie anfing, mit Ashton auszugehen â¦ hatte sie versucht, die Erinnerungen an Hunter und Tristian zu blockieren. Aber jetzt bei ihrer RÃ¼ckkehr fÃ¼hlte es sich an, also ob ihr Herz schon wieder zerrissen wurde. Sie war schon so lange in beide verliebt, dass dies der Grund gewesen war, warum sie Ã¼berhaupt angefangen hatte, sich mit Ashton zu verabreden â¦ um zu vergessen. Aber als Hunter sie gerade im Aufzug berÃ¼hrt hatte, hatten sich ihre schlimmsten Ãngste bestÃ¤tigt â¦ sie war nicht in Ashton Fox verliebt und er wÃ¼rde niemals jene GefÃ¼hle in ihr wecken, wie Hunter es gerade getan hatte.

Sie strich mit ihrer HandflÃ¤che Ã¼ber ihren Unterleib und schob sie dann langsam zwischen ihre Beine, wÃ¤hrend sie ihren KÃ¶rper aufwÃ¶lbte. Sie schloss wiederum ihre Augen, als das imaginÃ¤re Bild von Hunter wankte und durch die Erinnerung an Tristians heiÃe BerÃ¼hrungen ersetzt wurde.



Kapitel 3 âEifersuchtâ



Es war fast dunkel, als Tristian die sanfte Musik ausschaltete und zu alternativem Rock wechselte, dann griff er nach der Flasche Wein, die er unten innerhalb der Tiki-Bar versteckt hatte. Als er drei GlÃ¤ser schnappte, huschte der Hauch eines LÃ¤chelns Ã¼ber seine Lippen. Er hatte vor Kurzem den geheimen Weinkeller seines GroÃvaters in den geheimen GÃ¤ngen, die unter und durch das riesige GebÃ¤ude liefen, entdeckt.

Dass sein GroÃvater vor den anderen Familienmitgliedern die Existenz der schmalen GÃ¤nge geheimgehalten hatte, war die einzige Sache, worÃ¼ber Tristian froh war. Jetzt hatte er sein eigenes kleines Geheimnis und bisher wusste es nur eine andere Person, Angel, und sie war nicht der Typ, um die mit Spinnweben bedeckten Katakomben zu erkunden.

Als er Ashton durch den Seiteneingang kommen sah, rief er ihm zu und winkte ihn herbei. âEs ist Zeit, dass du damit anfÃ¤ngst die Familie kennenzulernen.â Tristian fÃ¼hrte ihn zu einem der bezogenen Picknicktische, wo die Zwillinge Stacey unterhielten.

âOkay. Ich habe noch nicht einmal angefangen zu trinken und ich sehe schon doppeltâ, scherzte Ashton und hoffte, damit das Eis zu brechen.

Damien und Devin erhoben bei diesen Worten ihre Blicke und sahen die Flasche Wein, die sie nicht mehr aus den Augen verloren, als Tristian sie auf den Tisch stellte.

âHey, das ist eine der Flaschen aus GroÃvaters Geheimversteck. Ich habe gesehen, wie er und Dad vor langer Zeit eine getrunken haben.â Devin schnappte sie und schnÃ¼ffelte am Korken. âWo zum Teufel hast du die gefunden?â

Noch bevor Tristian antworten konnte, deutete Damien mit dem Kopf auf Ashton. âTristian? Wozu hast du ihn mitgebracht? Ein anderer Kerl ist genauso Ã¼berflÃ¼ssig wie ein Kropf.â Er legte seinen Arm um Stacey, wÃ¤hrend sein Zwillingsbruder abgelenkt war.

âHahahaâ, Tristian stellte die GlÃ¤ser ab. âIch mÃ¶chte, dass ihr Ashton Fox kennenlernt â¦ Angels Freund.â Er hob seinen Finger und zeigte auf die beiden, als er sie Ashton vorstellte. âUnd das ist Devin â¦ und Damien, unsere Cousins â¦ zusammen mit Stacey, die nur kommt, um die beiden zu quÃ¤len, wenn sie Zeit hat.â Er zwinkerte Stacey zu und wusste, dass sie es nicht abstreiten wÃ¼rde.

Ashton streckte seine Hand aus und versuchte nicht zusammenzuzucken, als ihm die Zwillinge abwechselnd mit ihrem Griff fast die Finger brachen. Er bewegte seine Hand, um das Blut wiederum zum FlieÃen zu bringen, lÃ¤chelte und sagte, âJungs, Angel hat mir viel von euch erzÃ¤hlt. Es ist schÃ¶n, die Zwillinge endlich kennenzulernen.â

âAlso hat dir unsere kleine Angel von ihren Lieblinscousins mit Kusserlaubnis erzÃ¤hlt?â, fragte Damien mit ernster Miene.

âJa, sie hat mir auch von der blutigen Nase erzÃ¤hlt, die du fÃ¼r deine BemÃ¼hungen bekommen hastâ, sagte Ashton genauso ernsthaft, wenn nicht sogar ein bisschen gelangweilt. Wenn es ihm schon nicht erspart blieb sein Testosteron anzukurbeln ... dann soll es so sein.

Tristian lachte laut und schlug Ashton auf den RÃ¼cken. âGut, gibs ihm.â

âIst das dein Ernst?â, fragte Stacey und lachte mit Tristian, als sie nach einem der WeinglÃ¤ser langte, die Devin gerade gefÃ¼llt hatte.

âSo gut wie nie â¦ soweit ich das beurteilen kann.â Damien schnappte sich sein Glas und leerte es auf einen Zug. Es war traurig zu sehen, dass es Angel geschafft hatte, sich noch einen weiteren LeibwÃ¤chter anzuschaffen. War die Indianer-Brigade nicht genug?

Die Zwillinge ignorierend, klopfte Tristian Ashton auf die Schulter, damit er seinen stechenden Blick ablegte. âDa drÃ¼ben ist Onkel Robert und seine Frau Dianneâ, er zeigte auf das Paar, das gerade in den Whirlpool stieg. Aus irgendeinem Grund haben sie nach den Zwillingen keine weiteren Kinder mehr bekommen.â Er versuchte nicht zu lachen, als er Ashton damit ein Grinsen entlockte.

âWer ist dein Freund?â Tiffany kam dazu, platzierte ihr Knie neben Devin und lehnte sich darauf, gelangweilt, aber neugierig. Sie trug einen himmelblauen Bikini, der mehrere GrÃ¶Ãen zu klein war, mit einem durchsichtigen, um die Taille gebundenen Schal.

Sie schnipste Devin aufs Ohr, als er den Kopf drehte, um genau auf ihre BrÃ¼ste zu starren. âHe, hÃ¶r auf damit, du Perversling.â

âGib es auf, Tiff, er ist besetztâ, sagte Devin in mitleidigem Tonfall und zwinkerte ihr dann zu. âIch schÃ¤tze du musst dich schlieÃlich mit mir vorliebnehmen.â Er knurrte, als er bemerkte, dass Damien versuchte Stacey zu kÃ¼ssen. âVerdammt noch mal, Damien, ich kann dir nicht einen Moment den RÃ¼cken zukehren, nicht wahr?â

Als die Zwillinge aufeinander losgingen, um zu streiten, war Stacey immer noch zwischen ihnen. Sie legte vorsichtig je eine Hand auf jeweils eine ihrer Schultern und schob sie auseinander. âHÃ¶rt auf damit oder ich schwÃ¶re, ich gehe wieder nach Hauseâ, warnte sie.

âTiffany, das ist Ashton â¦ Angels Gast fÃ¼r diese Wocheâ, Tristian stufte Ashton mit Absicht vom Status Freund zu Gast ab. Wenn Tiffany ihr GlÃ¼ck bei Ash versuchen wollte â¦ wer war dann er, um sie aufzuhalten. âDas ist Tiffany, unsere jÃ¼ngste Cousine, und sie hat zwei Geschwister irgendwo hier.â

âSie sind mit ihren Freunden im Poolâ, schmollte Tiffany genauso mÃ¼rrisch wie Devin. Sie verdrehte ihre Augen, packte Devins Hand und zog ihn aus dem Stuhl. âKomm schon â¦ lass uns ins Wasser gehen.â

âSicherâ, Devin schlug Stacey auf den Hintern, als er ihr in den Pool folgte.

Ashton zog seine Augenbrauen in die HÃ¶he, biss sich aber auf die Zunge und weigerte sich, irgendetwas laut auszusprechen. AuÃerdem wÃ¼rde sich die Familie wahrscheinlich nur gegen ihn stellen, wenn er das aussprechen wÃ¼rde, was ihm durch den Kopf ging.

Tristian zeigte auf das dunkelhaarige MÃ¤dchen, das die Leiter zum Sprungbrett hinaufkletterte. âDas ist Paris, Tiffanys Ã¤ltere Schwester. Und der seltsame Mann auf der Leiter hinter ihr ist wahrscheinlich ihr neues Spielzeug fÃ¼r diese Woche, weil ich ihn noch nie zuvor gesehen habe.â Er drehte sich in seinem Stuhl um und schaute zum anderen Ende des Pools. âUnd eine der beiden Personen, die im Kiddy-Bereich rumknutschen, ist ihr Bruder Jason.â

âWas ist denn hier im Wein?â fragte Ashton und hoffte, dass es wie ein Scherz klang.

âWarum glaubst du, dass ich ihn nicht trinke?â, lÃ¤chelte Tristian und Ashton war ihm von Moment zu Moment sympathischer â¦ manchmal war das Leben zum Kotzen. âIhre Mutter, Tante Carley, sollte bald auftauchen.â Damien hatte dies nicht Ã¼berhÃ¶rt, beugte sich zu Ashton hinÃ¼ber und mit einem FlÃ¼stern fÃ¼gte er hinzu, âDas heiÃt, wenn sie nicht so betrunken ist, dass sie nicht mehr gehen kann.â

âIch wette, das ist sieâ, Ashton nickte zum Eingang, den er nicht mehr aus den Augen gelassen hatte, um zu sehen, ob Angel auftauchte. Die Frau im mittleren Alter sah aus wie die MÃ¤dchen, allerdings mit kÃ¼rzeren Haaren und viel zu viel Make-up. Sie schaute irgendwie mÃ¼de aus â¦ oder Moment mal â¦ war sie gerade getorkelt?

âJa â¦ das ist sie. Ich wette, sie geht direkt auf den Alkohol zu.â Tristian imitierte ein siegreiches GlockengerÃ¤usch von sich, als Carley sich eine Flasche Whisky Crown Royal aus der Tiki-Bar holte und sie mit zu einem der LoungestÃ¼hle nahm. Sie machte sich nicht einmal die MÃ¼he ein Glas mitzunehmen.

âUnd wer ist das?â, fragte Ashton und zeigte auf den Eingang, indem er auf ein MÃ¤dchen im Alter von Angel mit langen braunen Haaren und heller Haut schaute.

âDas ist unsere andere Cousineâ, Tristian verlieÃ seinen Stuhl und traf das MÃ¤dchen auf halbem Wege. Er senkte seinen Kopf und gab Shae einen langen leidenschaftlichen Kuss, wohl wissend, dass dies Ashton wirklich ausrasten lassen wÃ¼rde. Nachdem er der Meinung war, dass es genug Show war, hauchte er ihr zu, âSei nicht bÃ¶se auf mich â¦ aber ich habe Angels Freund gerade erzÃ¤hlt, dass du eine unserer Cousinen bist. Ist er bereits aus seinem Stuhl gefallen?â

Shae kicherte, âNein, aber ist er immer so blass?â

Tristian blickte Ã¼ber seine Schulter erstickte fast an seinem Lachen, als Ashton sofort in die andere Richtung schaute, als hÃ¤tte er nichts gesehen. âOkay, lassen wir ihn in Ruhe.â Tristian fÃ¼hrte sie an der Hand zurÃ¼ck zum Tisch und bemerkte, dass Damien und Stacey sich Devin im Pool angeschlossen hatten.

âDas ist meine Cousine Shaeâ, er griff sich an die Rippen, als Shae ihn anstieÃ. âIch wollte sagen, meine Freundin Shaeâ, lÃ¤chelte er schuldig.

Ashton verschrÃ¤nkte seine Arme Ã¼ber der Brust und neigte seinen Kopf, wÃ¤hrend er sie betrachtete. âWo ist denn deine Schwester? Ich habe plÃ¶tzlich das Verlangen mich hinter jemandem zu verstecken.â

âMacht dir mein Bruder das Leben schwer?â, fragte Angel direkt hinter ihm. Sie lÃ¤chelte Shae zu, da sie die Anmerkung bezÃ¼glich der Cousine mitangehÃ¶rt hatte.

âGott sei Dankâ, Ashton lehnte seinen Kopf zurÃ¼ck, als sich Angel niederbeugte und ihm einen leichten Kuss auf die Lippen hauchte. Er war plÃ¶tzlich eifersÃ¼chtig, weil er nicht halb so leidenschaftlich war, wie der einfache Kuss, den sie Hunter gegeben hatte und den er beobachtet hatte. âIch weiÃ, dass ich erst in ein paar Stunden einundzwanzig werde, aber dein Bruder versucht ernsthaft, mich zum Trinken anzuleiten.â

Ashton zog sie neben sich und konnte nicht umhin, hinter ihr zu Ã¼berprÃ¼fen, ob ihr der Indianer auf den Fersen war. Er sah einen Mann gegen einen der dicken Pfosten der Tiki-Bar gelehnt, der sie beobachtete. Er runzelte die Stirn, da er zuerst dachte, es sei Hunter â¦ doch dann stellte er fest, dass er es nicht war. Dieser Mann war Indianer, aber etwas an ihm schien gefÃ¤hrlicher zu sein, als derjenige, den er bereits getroffen hatte.

Ray hatte sich nicht die MÃ¼he gemacht, seinen Blick abzuwenden, hielt aber stattdessen Blickkontakt mit Angels Freund. Er warf ihm einen kalten Blick zu und begann direkt auf sie zuzugehen â¦ ohne den Augenkontakt je zu unterbrechen. Als Ray sah, dass Angel seinem Blick standhielt, erweichte er seinen Gesichtsausdruck und seinen Blick und es war ihm egal, was Ashton von ihm dachte.

Angels Augen leuchteten sofort auf, âOh schau, es ist Ray!â

Sie begann sich von Ashton wegzuschieben, damit sie auf ihn zugehen konnte, aber Ashton festigte seinen Griff um ihre Hand nur noch mehr und zog sie zurÃ¼ck. Sie biss sich erstaunt auf die Unterlippe, entschloss sich zu einem strahlenden LÃ¤cheln und wartete, bis Ray sie erreichte.

Tristian bemerkte das plumpe ManÃ¶ver und runzelte die Stirn. Angel wÃ¼rde eine Umarmung von Ray wollen, nachdem sie ihn so lange nicht gesehen hatte, also warum war Ashton so besitzergreifend? Er stand auf, bereit dazu, Ashton in Kenntnis zu setzen, dass ein Idiot zu sein, uncool war, aber seine Lippen verzogen sich zu einem Grinsen, als Ray geradewegs auf Angel zuging und sie trotzdem umarmte.

Aus dem unzufriedenen Blick auf Ashtons Gesicht zu schlieÃen, hoffte Tristian, dass dies der Anfang einer wunderbaren Auseinandersetzung wÃ¤re.

âEs ist schÃ¶n, dich wieder zurÃ¼ck in Sanctuary zu sehenâ, sagte Ray und umarmte sie fÃ¼r ein paar Sekunden lÃ¤nger als normal, nur um den starrenden Freund zu Ã¤rgern. Er ging sogar noch einen Schritt weiter und gab ihr einen Kuss auf die Wange, bevor er sich langsam von ihr trennte. Seine Augen verdunkelten sich um mehrere Nuancen, als er in ihre blauen Augen blickte. âWenn deine Hand anfÃ¤ngt taub zu werden, sagÂ´s mir einfach â¦ und ich breche ihm seine Finger.â

âHeh?â Angel atmete ein und es wurde ihr erst dann klar, wovon er sprach. TatsÃ¤chlich fing ihre Hand an taub zu werden. âOh neinâ, sie drÃ¼ckte Ashtons Hand, als ob sie Ã¼berhaupt keinen Schmerz verspÃ¼re und zwinkerte Ray zu. âEr macht mir keine Probleme. Das hier ist mein Freund Ashton.â

Sie lÃ¤chelte beruhigend und wusste, dass Ray wirklich Ashs Finger brechen wÃ¼rde, wenn sie ihm etwas anderes gesagt hÃ¤tte. Er hatte sie schon seit jeher beschÃ¼tzt.

Angel blinzelte, als sie sich an einen dieser Momente zurÃ¼ckerinnerte. Ray hatte Hunter und Tristian ernsthaft verprÃ¼gelt, als sie sie dazu veranlasst hatten, auf die alte Eiche zu klettern, die Ã¼ber den Teich hing. Er hatte es ihr in der Vergangenheit mehrmals verboten und tauchte gerade rechtzeitig auf, um sie aufzufangen, als sie von einem hohen Zweig fiel, welcher sich noch dazu nicht auf der Wasserseite befand.

Ray ignorierte die Bekanntmachung mit Ashton vollkommen. âEs ist gut, dass du wieder nach Hause gekommen bist, Angel. Vielleicht geht der Wunsch deiner GroÃmutter in ErfÃ¼llung und du bleibst hier.â Er beugte sich nÃ¤her an ihr Ohr, als wollte er flÃ¼stern, lieÃ seine Stimme aber laut genug, dass es jeder hÃ¶ren konnte. âIch habe spÃ¤ter eine Ãberraschung fÃ¼r dich.â Ray schenkte ihr ein geheimnisvolles LÃ¤cheln und nickte dann Tristian und Shae zu. Ohne noch ein weiteres Wort zu sagen, ging er um den riesigen Pool und zum Hintertor hinaus.

âSchadeâ, schmollte Angel. âWarum bleibt er nicht hier?â

âEr ist wahrscheinlich mit deiner Ãberraschung beschÃ¤ftigtâ, versicherte Tristian, obwohl er genau wusste, wo Ray hinging.

Als er zum Picknicktisch zurÃ¼ckkehrte, setzte sich Angel neben Ashton und rieb geistesabwesend ihre Hand, als er sie endlich loslieÃ. Sie wollte ihn fragen, warum er so fest gedrÃ¼ckt hatte, entschied sich aber dagegen, als sie Shae quer Ã¼ber den Tisch ansah. Wenn Ashton gemein sein wollte â¦ dann kann er genauso gut ignoriert werden. Sie hatte Lust zum Feiern, da sie ihre Lieblingsfreundin zum ersten Mal seit dem Verlassen des Berges wiedersah.

âAlso, hat sich mein Bruder wirklich gut benommen oder hat er mich die ganze Zeit angelogen?â, erkundigte sich Angel neckisch.

âWahrscheinlich hat er gelogenâ, Shae sah zu Tristian und zwinkerte, als sie aufstand. âIch glaube, ich werde deine Schwester fÃ¼r einen Moment entfÃ¼hren, damit wir uns auf den neuesten Stand bringen kÃ¶nnen.â

âWas? Ihr kÃ¶nnt nicht in Gegenwart der Jungs tratschen?â, fragte Tristian, froh darÃ¼ber, dass Angel einen Grund hatte von Ashton wegzukommen und Shae einen Anlass, um sich nicht an ihn zu klammern. Er hatte Shae hauptsÃ¤chlich fÃ¼r diese Woche eingeladen, damit Angel einen weiteren Beweggrund hatte, nach Hause zurÃ¼ckzukehren.




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