Die Rückkehr
Danilo Clementoni






Danilo Clementoni



Die RÃ¼ckkehr

Die Abenteuer von Azakis und Petri



Original-Titel: Il ritorno

Ãbersetzt von: Susanne Tigano-MÃ¼ller







Dieses Buch entspringt der Phantasie. Die genannten Namen, Personen, Orte und Organisationen wurden vom Autor frei erfunden und sollen der ErzÃ¤hlung ihre Glaubhaftigkeit verleihen. Jede Ãbereinstimmung mit Tatsachen oder realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist ein Zufall.



DIE RÃCKKEHR

Copyright Â© 2013 Danilo Clementoni



I. Ausgabe: November 2013

Deutsche Ausgabe: Oktober 2016

Ãbersetzerin: Susanne Tigano-MÃ¼ller



Selbst herausgegeben und gedruckt



Facebook: https://www.facebook.com/danilo.clementoni

blog: dclementoni.blogspot.it

e-mail: d.clementoni@gmail.com



Alle Rechte sind vorbehalten. Kein Teil dieser VerÃ¶ffentlichung darf ohne vorherige schriftliche Zusage des Herausgebers irgendwie kopiert werden, einschlieÃlich des mechanischen und elektronischen Systems. Davon ausgenommen sind kurze Abschnitte fÃ¼r Rezensionen.


An meine Frau und meinen Sohn fÃ¼r Ihre Geduld und alle wertvollen VorschlÃ¤ge, die ich von ihnen bekommen habe, um mich und auch diesen Roman besser werden zu lassen.



Ein spezieller Dank geht an alle meine Freunde, die mir Mut zu sprachen und mich angespornt haben, diese Arbeit zu beenden, was ich ohne sie vielleicht nie geschafft hÃ¤tte.



Ich mÃ¶chte mich bei Susanne Tigano-MÃ¼ller bedanken, meiner Ãbersetzerin, fÃ¼r die Arbeit an diesem Buch und fÃ¼r die Leidenschaft, die Sie bei der Vollendung dieser Ãbersetzung gezeigt hat.


âWir kamen zurÃ¼ck. Es war nur eines unserer Sonnenjahre, als wir gezwungen waren, den Planeten Ã¼berstÃ¼rzt zu verlassen, aber fÃ¼r sie waren 3.600 Erdenjahre vergangen. Was wÃ¼rden wir vorfinden?â




Einleitung


Der zwÃ¶lfte Planet, Nibiru (der Durchgangsplanet), wie er von den Sumerern genannt wurde oder Marduk (dem KÃ¶nig der Himmel), wie er von den Babyloniern getauft wurde, ist in Wirklichkeit ein HimmelskÃ¶rper, der 3.600 Jahre benÃ¶tigt, um unsere Sonne zu umkreisen. Sein Orbit ist deutlich elliptisch, rÃ¼cklÃ¤ufig (er dreht sich in der entgegengesetzten Richtung aller anderer Planeten um die Sonne) und im Vergleich zur Ebene unseres Sonnensystems ist er sehr stark geneigt.

Jeder AnnÃ¤herungszyklus hat immer unglaubliche, interplanetare VerÃ¤nderungen in unserem Sonnensystem, den Orbits und der Zusammensetzung der Planeten des Sonnensystems verursacht. Und es war genau einer seiner Tumult haften Passagen, die den majestÃ¤tischen Planeten Tiamat, der sich zwischen Mars und Jupiter befindet, bei einem epischen Aufprall verwÃ¼stete. Seine Masse war neun Mal grÃ¶Ãer, als die aktuelle Masse der Erde, er war reich an Wasser und er wurde von elf Satelliten umkreist. Einer der sieben Monde im Orbit um Nibiru traf auf den gigantischen Tiamat und sprenge diesen in der HÃ¤lfte durch, wodurch die beiden restlichen StÃ¼cke dazu gezwungen waren, sich auf zwei unterschiedliche Orbits zu verschieben. Bei der nÃ¤chsten Passage (dem âzweiten Tagâ der Genesis), vervollstÃ¤ndigten die Satelliten von Nibiru das Werk, indem sie eine der beiden HÃ¤lften, die sich beim ersten Aufprall bildeten, komplett zerstÃ¶rten. Aus den TrÃ¼mmern, die durch die vielfachen ZusammenstÃ¶Ãe erzeugt wurden, entstand das, was wir heute als âAsteroidengÃ¼rtelâ oder âHauptgÃ¼rtelâ, wie er von den Sumerern genannt wurde, kennen. Zum Teil wurden die TrÃ¼mmer auch von den in der NÃ¤he liegenden Planeten integriert. Die meisten TrÃ¼mmerteile wurden von Jupiter aufgenommen, dessen Masse auf diese Weise deutlich anstieg.

Die Satelliten, die dieses Desaster verursachten, einschlieÃlich der Reste des ex-Tiamat, wurden zum grÃ¶Ãten Teil in externe Orbits âgeschleudertâ und bildeten das, was wir heute âKometenâ nennen. Der Teil, welcher der zweiten Passage entkam, positionierte sich jedoch in einem stabilen Orbit zwischen Mars und Venus hinter dem letzten Satelliten, der geblieben ist und aus ihm wurde das, was wir heute als Erde mit dem untrennbaren Wegbegleiter Mond kennen.

Die Narbe, die durch diesen kosmischen Aufprall verursacht wurde, der ca. vor 4 Milliarden Jahren erfolgte, ist zum Teil auch heute noch sichtbar. Der verschrammte Teil des Planeten ist zurzeit komplett vom Wasser bedeckt und wird heute als Pazifischer Ozean bezeichnet. Er besitzt etwa ein Drittel der ErdoberflÃ¤che und erstreckt sich auf mehr als 179 Millionen Quadratkilometern. Auf dieser immensen OberflÃ¤che hat sich praktisch kein Land erhoben und es existiert nur ein groÃer Graben, der sich auf Tiefen von mehr als 10 Kilometern ausweitet.



Zurzeit ist die Zusammensetzung von Nibiru derjenigen der Erde sehr Ã¤hnlich. Der Planet ist zu zwei Dritteln von Wasser bedeckt, wÃ¤hrend der Rest aus einem einzigen Kontinent besteht, der sich von Norden nach SÃ¼den Ã¼ber mehr als 100 Millionen Quadratkilometer erstreckt. Einige seiner Einwohner ziehen seit hunderttausenden von Jahren den Nutzen aus der zyklischen AnnÃ¤herung ihres Planeten an den unseren. Sie besuchten systematisch unseren Planeten und beeinflussten jedes Mal die Kultur, das Wissen, die Technologie und sogar die Evolution der menschlichen Rasse. Unsere Vorfahren gaben ihnen viele Namen, aber der Name, mit dem sie schon immer bezeichnet wurden, ist âGÃ¶tterâ.




Sternenschiff Theos

1.000.000 Km von Jupiter entfernt


Azakis lag gemÃ¼tlich auf seinem dunklen, anschmiegsamen Sessel, den ihm sein alter Handwerker-Freund mit eigenen HÃ¤nden gebaut hatte und einige Jahre zuvor fÃ¼r seine erste interplanetare Mission schenkte.

Â«Er wird dir GlÃ¼ck bringenÂ» sagte er ihm an diesem Tag. Â«Er hilft dir, dich zu entspannen und im Notfall die richtigen Entscheidungen zu treffen.Â»

Seitdem hatte er, dort sitzend, viele Entscheidungen getroffen und das GlÃ¼ck war oft an seiner Seite. Daher sorgte er immer dafÃ¼r, dass ihn dieses geliebte ErinnerungsstÃ¼ck begleitete, auch wenn einige Regeln dessen Nutzung verbaten. Dies galt besonders in einem Sternenschiff der Kategorie Bousen-1 wie das, in dem er sich gerade befand.



Ein blÃ¤ulicher Streifen hob sich gerade und schnell von seiner Zigarre ab, die er zwischen Daumen und Zeigefinder der rechten Hand hielt, wÃ¤hrend er mit einem Blick versuchte, die 4,2 UA


  entlang zu gleiten, die ihn von seinem Ziel noch trennte. Obwohl er diese Art von Reise schon seit mehreren Jahren zurÃ¼cklegte, waren die Faszination der Dunkelheit des Alls um ihn herum und die Milliarden von Sternen, die darin leuchteten, immer noch in der Lage, seine Gedanken abzulenken. Die groÃe elliptische Ãffnung, die sich genau vor seiner Postation befand, erlaubte ihm, die komplette Sicht in seine Reiserichtung zu haben und er war immer wieder Ã¼berrascht, wie dieses dÃ¼nne Kraftfeld ihn vor den eiskalten Temperaturen des Alls schÃ¼tze und verhinderte, dass die Luft in die absolute Leere entweichen konnte. Der Tod wÃ¼rde sofort eintreffen.

Er nahm einen langen Zug an der Zigarre und schaute wieder in den holographischen Visor, der vor ihm lag, wo das mÃ¼de und unrasierte Gesicht seines Reisebegleiters Petri auftauchte, der sich im anderen Teil des Schiffes befand und das Kontrollsystem der Abgasleitungen reparierte. Er machte sich kurz einen SpaÃ daraus, das Bild zu verzerren, indem er den soeben eingeatmeten Rauch in die Mitte pustete, wodurch ein Welleneffekt entstand, der ihn sehr an die sinnlichen Bewegungen der TÃ¤nzerinnen erinnerte, die er normalerweise aufsuchte, wenn er endlich wieder in seine Heimatstadt zurÃ¼ckkehrte und sich etwas Ruhe gÃ¶nnen konnte.



Petri, sein Freund und Begleiter, war mittlerweile zweiunddreiÃig Jahre alt und dies war seine vierte Mission dieser Art. Sein imposanter und massiver KÃ¶rperbau flÃ¶Ãte immer allen, die er traf, sehr viel Respekt ein. Schwarze Augen wie der Weltraum, dunkle, lange und ungekÃ¤mmte Haare, die seine Schultern erreichten, fast zwei Meter dreiÃig groÃ, mit einem Brustkorb und Armen, die in der Lage waren, ganz leicht einen erwachsenen Nebir


  zu stemmen, hatte er die Seele eines Kindes. Er konnte beim ErblÃ¼hen einer Blume von Soel


  gerÃ¼hrt sein und stundenlang fasziniert die Wellen des Meeres beobachten, die sich an den elfenbeinfarbenen KÃ¼sten des Golfes von Saraan


  brachen. Eine unglaubliche Person, zuverlÃ¤ssig, loyal und bereit, ohne ZÃ¶gern fÃ¼r ihn sein Leben zu geben. Er wÃ¤re nie abgereist, wenn er Petri nicht an seiner Seite gehabt hÃ¤tte. Er war der einzige auf der Welt, dem er blind vertraute und der ihn nie verraten hÃ¤tte.



Die Motoren des Schiffs, die fÃ¼r die Navigation im Sonnensystem eingestellt waren, Ã¼bertrugen das klassische und beruhigende diaphasische Raunen. Seinen erfahrenen Ohren bestÃ¤tigte dies, dass alles perfekt funktionierte. Mit seinem sensiblen GehÃ¶r wÃ¤re er in der Lage gewesen, eine VerÃ¤nderung in den Austauschkammern von nur 0,0001 Lasig sehr viel frÃ¼her zu bemerken als das automatisierte Kontrollsystem in der Lage war. Dies war auch der Grund, warum ihm schon in sehr jungen Jahren erlaubt wurde, ein Schiff der Pegasus-Klasse zu befehlen.

Viele seiner gleichaltrigen WeggefÃ¤hrten hÃ¤tten ihren Arm dafÃ¼r gegeben, an seiner Stelle zu sein. Aber jetzt war er hier.



Die intraokulare Anlage O^COM materialisierte vor ihm die neu berechnete Route. Es war unglaublich, wie ein Objekt weniger Mikron GrÃ¶Ãe all diese Funktionen ausfÃ¼hren konnte. Direkt in den optischen Nerv implantiert war es in der Lage, eine komplette KommandobrÃ¼cke zu visualisieren und das Bild Ã¼ber dem zu lagern, was er wirklich vor sich hatte. Am Anfang war es wirklich nicht einfach, sich an dieses Teufelswerk zu gewÃ¶hnen und mehr als einmal brachte ihn das SchwindelgefÃ¼hl an den Rand der Ohnmacht. Jetzt kÃ¶nnte er jedoch nicht mehr ohne auskommen.

Das ganze Sonnensystem umkreiste ihn majestÃ¤tisch faszinierend. Ein kleiner blauer Punkt in der NÃ¤he des riesigen Jupiters zeigte die Position seines Schiffs und eine dÃ¼nne rote Linie, die leicht gekrÃ¼mmter war als die vorherige, die schon verblasst war, zeigte die neue Route zur Erde.

Die Anziehungskraft des grÃ¶Ãten Planeten des Systems war beeindruckend. Sie mussten unbedingt in einem Sicherheitsabstand bleiben und nur die Leistung der beiden Bousen-Motoren hÃ¤tte der Theos erlaubt, dieser tÃ¶dlichen Umarmung zu entrinnen.

Â«AzakisÂ» kratzte das tragbare KommunikationsgerÃ¤t, das vor ihm auf der Konsole lag. Â«Wir sollten den Zustand der Kupplungen im Abteil sechs Ã¼berprÃ¼fen.Â»

Â«Hast du das noch nicht erledigt?Â» antwortete er scherzhaft, weil er sicher war, dass dies seinen Freund auf die Palme bringen wÃ¼rde.

Â«SchmeiÃ die stinkende Zigarre weg, komm her und hilf mit!Â» tÃ¶nte Petri.



Das wusste ich



Er hatte es geschafft, ihn aufzuregen und das gefiel ihm.

Â«Ja, ja. Ich komme ja schon mein Freund, reg dich nicht auf.Â»

Â«Beweg dich, ich hÃ¤nge jetzt seit vier Stunden an dieser ScheiÃe und hab wirklich keine Lust zu scherzen.Â»

Giftig wie immer, aber nichts und niemand hÃ¤tte es geschafft, sie voneinander zu trennen.

Sie kannten sich seit Kindestagen. Er war es, der ihn mehr als einmal vor sicheren PrÃ¼geln rettete (er war schon als Kind grÃ¶Ãer als die Anderen), indem er sich mit seiner beachtlichen Statur zwischen seinen Freund und der Ã¼blichen Bande Rabauken stellte, die ihn fast immer als Zielscheibe benutzten.

Als Kind war Azakis auf keinen Fall der Typ, fÃ¼r den sich die Vertreter des anderen Geschlechts geprÃ¼gelt hÃ¤tten. Er kleidete sich immer sehr nachlÃ¤ssig, hatte die Haare rasiert, einen dÃ¼nnen KÃ¶rper und war immer am Netz


  angeschlossen, von dem er Millionen von Informationen zehn Mal schneller als der Durchschnitt in sich aufsog. Schon als ZehnjÃ¤hriger hatte er dank seiner bemerkenswerten FÃ¤higkeiten im Studium einen Zugang zur Ebene C bekommen, wodurch er die MÃ¶glichkeit hatte, sich Kenntnissen zu nÃ¤hern, von denen fast alle seiner Altersgenossen ausgeschlossen waren. Die neurale Anlage N^COM, die ihm diesen Zugang ermÃ¶glichte, hatte jedoch einen kleinen Haken. WÃ¤hrend der Lernphasen musste er sich absolut darauf konzentrieren und da er die meiste Zeit auf diese Weise verbrachte, hatte er fast immer einen abwesenden Gesichtsausdruck mit dem Blick ins Leere, absolut fremd fÃ¼r alles, was um ihn herum geschah. Um die Wahrheit zu sagen, im Gegensatz zu dem, was die Ãltesten sagten, dachten alle er wÃ¤re etwas zurÃ¼ckgeblieben.

Es machte ihm nichts aus.

Sein Durst nach Wissen hatte keine Grenzen. Er blieb sogar nachts verbunden und obwohl die AufnahmefÃ¤higkeit, gerade wegen der Notwendigkeit der absoluten Konzentration, wÃ¤hrend dem Schlaf auf miserable 1% sank, wollte er keinen Augenblick seines Lebens verschwenden, ohne die MÃ¶glichkeit zu haben, sein kulturelles GepÃ¤ck zu erweitern.

Er stand mit einem leichten LÃ¤cheln auf und ging zum Abteil sechs, wo sein Freund ihn erwartete.




Planet Erde â Tell el-Mukayyar â Iraq


Elisa Hunter versuchte zum x-ten Mal, diesen verfluchten SchweiÃtropfen zu trocknen, der von der Stirn langsam zu ihrer Nase wandern wollte, um sich dann im brennenden Sand zu verlieren. Sie kniete jetzt schon seit mehreren Stunden mit ihrer unzertrennlichen Trowel Marshalltown


  und schabte vorsichtig am Boden, um das ans Licht zu bringen, ohne es zu zerstÃ¶ren, was der obere Teil eines Grabsteins zu sein schien. Diese These hatte sie jedoch von Anfang an nicht Ã¼berzeugt. In der NÃ¤he von Ziqqurat di Ur


 , wo sie, dank Ihres Rufs als ArchÃ¤ologin und Expertin der sumerischen Sprache seit fast zwei Monaten arbeiten durfte, wurden schon seit den ersten Ausgrabungen am Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts zwar viele gefunden, aber in keinem wurde nie ein Artefakt dieser Art entdeckt. Auf Grund der speziellen quadratischen Form und den groÃen Abmessungen, schien es, mehr als ein Sarkophag, der âDeckelâ einer Art von BehÃ¤lter zu sein, der vor tausenden von Jahren dort vergraben wurde, um wer weiÃ was zu schÃ¼tzen oder zu verstecken.

Da sie zurzeit leider nur eine Portion des oberen Teils freigelegt hatte, war sie noch nicht in der Lage zu bestimmen, wie hoch dieser vermutliche BehÃ¤lter sein kÃ¶nnte. Die keilfÃ¶rmigen Einschnitte, welche die ganze sichtbare OberflÃ¤che des Deckels bedeckten, Ã¤hnelten nichts vom dem, was sie vorher je gesehen hatte.

Um sie zu Ã¼bersetzen, wÃ¼rde es viele Tage und genauso viele schlaflose NÃ¤chte dauern.



Â«Frau Doktor.Â»

Elisa hob den Kopf, legte die rechte Hand Ã¼ber die Augen, um sich vor der Sonne zu schÃ¼tzen, und sah ihren Helfer Hisham, der schnell auf sie zukam.

Â«Frau DoktorÂ» wiederholte der Mann Â«ein Anruf fÃ¼r Sie von der Basis. Es scheint dringend zu sein.Â»

Â«Ich komme. Danke Hisham.Â»

Sie nutze die erzwungene Pause, um sich einen Schluck, jetzt schon heiÃes Wasser aus der Flasche zu gÃ¶nnen, die sie immer am GÃ¼rtel trug.



Ein Anruf von der Basis... Das konnte nur bedeuten, dass Ãrger im Anmarsch war.



Sie stand auf, schlug auf ihre Hose ein, wobei sie viele kleine Staubwolken auslÃ¶ste und ging entschieden zum Zelt, das als Basisstation fÃ¼r die Forschungen diente.

Sie Ã¶ffnete den ReiÃverschluss, der das Feldzelt halb geschlossen hielt und ging hinein. Es dauerte ein bisschen, bis sich ihre Augen an die VerÃ¤nderung der Helligkeit gewÃ¶hnten, aber dies hinderte sie nicht daran, auf dem Monitor das Gesicht von Colonel Jack Hudson zu erkennen, der gelangweilt, in Erwartung ihrer Antwort, in die Leere starrte.



Der Colonel war der offizielle Verantwortliche der strategischen Anti-Terror-Mannschaft, die in Nassirya stationiert war, aber seine wirkliche Aufgabe war es, eine Reihe wissenschaftlicher Forschungen zu koordinieren, die von einer mysteriÃ¶sen Abteilung in Auftrag gegeben und kontrolliert wurden: ELSAD


 . Diese Abteilung wurde vom Ã¼blichen Mysterium umwoben, das alle Strukturen dieser Art umgab. Fast Niemand kannte genau den Zweck und das Ziel des ganzen Ladens. Man wusste nur, dass das operative Kommando direkt dem PrÃ¤sidenten der Vereinigten Staaten von Amerika unterstand.

Elisa interessierte sich fÃ¼r all dies recht wenig. Der wirkliche Grund, aus dem sie sich entschieden hatte, das Angebot anzunehmen, an einer der Expeditionen Teil zu haben, war, dass sie endlich an die Orte zurÃ¼ckkehren konnte die sie auf der Welt am meisten liebte und dass sie ihre Arbeit, die sie Ã¼ber Alles liebte machen konnte und in der sie, obwohl sie noch sehr jung war (achtunddreiÃig Jahre), eine der Besten und Quotierten des Bereichs war.



Â«Guten Abend ColonelÂ» sagte sie und setzte ihr bestes LÃ¤cheln auf. Â«Wie komme ich zu der Ehre?Â»

Â«Dr. Hunter, hÃ¶ren Sie mit diesen Schmeicheleien auf. Sie wissen genau, warum ich Sie anrufe. Die Erlaubnis, die Sie bekommen haben, um Ihre Arbeiten zu beenden ist schon seit zwei Tagen abgelaufen und Sie kÃ¶nnen dort nicht bleiben.Â»

Seine Stimme war streng und entschieden. Diesmal hÃ¤tte auch ihr diskussionsloser Scharm nicht ausgereicht, um eine weitere VerlÃ¤ngerung zu erhalten. Daher entschied sie sich, ihre letzte Karte auszuspielen.



Seit die Koalition, die von den Vereinigten Staaten angefÃ¼hrt wurde, entschieden hatte, am 23. MÃ¤rz 2003 in den Irak einzufallen, um den Diktator Saddam Hussein abzusetzen, der beschuldigt wurde, Massenvernichtungswaffen zu besitzen (was sich als unbegrÃ¼ndet herausstellte) und den islamischen Terrorismus zu unterstÃ¼tzen, hatten alle archÃ¤ologische Ausgrabungen, die schon in Friedenszeiten sehr schwierig waren, eine Zwangspause einlegen mÃ¼ssen. Erst nach dem formellen Ende der Feindseligkeiten am 15. April 2003, entfachte die Hoffnung der ArchÃ¤ologen der ganzen Welt wieder, sich einem der Orte nÃ¤hern zu kÃ¶nnen, wo sich wahrscheinlich die Ã¤ltesten Zivilisationen der Geschichte entwickelten und dann ihre Kultur auf dem ganzen Erdball verbreiteten. Die Entscheidung der irakischen BehÃ¶rden, die Ende 2011 getroffen wurde, die Ausgrabungen einiger geschichtlich wertvoller Orte wieder zu Ã¶ffnen, um âdas eigene kulturelle VermÃ¶gen zu schÃ¤tzenâ, hatte dann die Hoffnung in Tatsache verwandelt. Unter der Obhut der UNO und nach unzÃ¤hligen unterzeichneten und gegengezeichneten Autorisierungen einer unzÃ¤hligen Anzahl von âBehÃ¶rdenâ, hÃ¤tten einige ausgesuchte und von speziellen Kommissionen Ã¼berwachte Forschergruppen fÃ¼r begrenzte Zeit an den archÃ¤ologisch wichtigsten Orten auf irakischem Gebiet arbeiten kÃ¶nnen.



Â«Lieber ColonelÂ» sagte sie und nÃ¤herte sich so weit wie mÃ¶glich der Webcam, damit ihre groÃen smaragdgrÃ¼nen Augen die Wirkung erzielen konnten, auf die sie hoffte. Â«Sie haben natÃ¼rlich Recht.Â»

Sie wusste, dass es besser war, ihrem GesprÃ¤chspartner erst einmal Recht zu geben, um ihn positiver zu stimmen.

Â«Wir sind aber schon so nahe dran.Â»

Â«Nahe an was?Â» TÃ¶nte der Colonel, erhob sich von seinem Sessel und stÃ¼tzte sich auf seinen FÃ¤usten auf dem Schreibtisch ab. Â«Es sind jetzt Wochen, dass Sie mir immer denselben Mist erzÃ¤hlen. Ich bin nicht mehr bereit, ihnen zu glauben, ohne etwas Konkretes mit eigenen Augen zu sehen.Â»

Â«Wenn Sie mir die Ehre erweisen, mit mir heute Abend zu essen, werde ich Ihnen gerne etwas zeigen, was ihren Glauben wiederaufleben lÃ¤sst. Was meinen Sie?Â»

Ihre weiÃen, strahlenden ZÃ¤hne in einem wunderbaren LÃ¤cheln und die Hand zwischen ihren langen blonden Haaren sorgten fÃ¼r den Rest. Sie war sicher, ihn Ã¼berzeugt zu haben.

Der Colonel runzelte die Augenbrauen und versuchte, einen wÃ¼tenden Blick beizubehalten, aber auch er wusste sehr gut, dass er diesem Vorschlag nicht wiederstehen konnte. Elisa hatte ihm schon immer sehr gefallen und ein Abendessen zu zweit reizte ihn sehr.

Trotz seiner achtundvierzig Jahre war er im Grunde noch ein schÃ¶ner Mann. Ausgestattet mit einem athletischen KÃ¶rper, markanten GesichtszÃ¼gen, kurzen graumelierten Haare, starkem und entschlossenem Blick, unterstÃ¼tzt von seinen blauen intensiven Augen und seinem optimalen Allgemeinwissen, mit dem er Diskussionen Ã¼ber zahlreiche Argumente standhalten konnte, zusammen mit dem unausweichlichen Charme der Uniform, war er ein Ã¤uÃerst interessanter Vertreter des mÃ¤nnlichen Geschlechts.

Â«OkÂ» stÃ¶hnte der Colonel Â«aber, wenn Sie mir heute Abend nicht etwas wirklich Herausragendes bringen, kÃ¶nnen Sie jetzt schon damit anfangen, Ihr Werkzeug zusammenzutragen und die Koffer zu packenÂ» Er versuchte, so autoritÃ¤r wie mÃ¶glich zu klingen, aber es gelang ihm nicht wirklich.

Â«Seien Sie um 20 Uhr bereit. Ein Wagen wird Sie in Ihrem Hotel abholenÂ» und er beendete die Kommunikation, wobei er es ein bisschen bereute, dass er sich nicht von ihr verabschiedet hatte.



Mann, ich muss mich beeilen. Es bleiben nur wenige Stunden, bis es dunkel wird.



Â«HishamÂ» schrie Sie und kam aus dem Zelt heraus. Â«Schnell, ruf das ganze Team zusammen. Ich brauche jede mÃ¶gliche Hilfe.Â»

Sie ging schnell die wenigen Meter, die sie von der Ausgrabung trennten und lieÃ hinter sich eine Reihe von Staubwolken. In wenigen Minuten sammelten sich alle um sie herum und warteten auf ihre Anweisungen.

Â«Du entfernst bitte den Sand an der EckeÂ» befahl sie und zeigte auf die Steinecke, die von ihr am weitesten entfernt lag. Â«Und du hilfst ihm. Bitte arbeitet sehr vorsichtig. Wenn es so ist, wie ich denke, wird uns dieses Objekt den Arsch retten.Â»




Sternenschiff Theos â Orbit um Jupiter


Das kleine, aber extrem bequeme interne Transfertmodul fuhr mit einer Geschwindigkeit von ca. 10 m/s durch das Tunnel Nummer drei, das Azakis zum Eingang des Abteils gebracht hÃ¤tte, wo sein Kumpan Petri auf ihn wartete.



Die Theos, die ebenfalls rund war und einen Durchmesser von sechsundneunzig Metern hatte, war mit achtzehn Tunnels ausgestattet, von denen jedes ein wenig mehr als dreihundert Metern lang war, die als LÃ¤ngenkreise, in einem Abstand von zehn Grad voneinander entfernt lagen und den kompletten Umfang abdeckten. Jede der dreiundzwanzig, vier Meter hohen Ebenen, auÃer dem zentralen Lagerraum (elfte Ebene), der die doppelte HÃ¶he hatte, war leicht zu erreichen, weil jeder Tunnel auf jeder Ebene eine âHaltestelleâ hatte. Um von den beiden am weitesten entfernten Punkten des Schiffs zu gelangen, benÃ¶tigte man somit maximal 15 Sekunden Zeit.



Die Abbremsung des Moduls war kaum bemerkbar. Die TÃ¼r Ã¶ffnete sich mit einem leisten FlÃ¼stern und dahinter erschien Petri, der breitbeinig mit Ã¼berkreuzten Armen am Boden saÃ.

Â«Ich warte schon seit StundenÂ» sagte er mit einem entschieden wenig glaubhaften Ton. Â«Bist du jetzt damit fertig, die Filter mit dem ekligen, stinkenden Zeug zu verstopfen, das du immer mit dir herumschleppst?Â» Die Andeutung auf seine Zigarre war leicht verschleiert.

Azakis ignorierte die Provokation mit einem leichten LÃ¤cheln und zog das tragbare AnalysegerÃ¤t aus seinem GÃ¼rtel und aktivierte es mit dem Daumen.

Â«Halt das und beeil dichÂ» sagte er und Ã¼bergab ihm das GerÃ¤t, wÃ¤hrend er mit der anderen Hand versuchte, den Sensor in den Anschluss zu seiner rechten einzusetzen. Â«Die Ankunft ist in etwa 58 Stunden vorgesehen und ich mache mir ein bisschen Sorgen.Â»

Â«Warum?Â» fragte Petri unschuldig.

Â«Ich weiÃ nicht. Ich habe da so ein GefÃ¼hl, dass wir eine bÃ¶se Ãberraschung vorfinden werden.Â»

Das Instrument, das Petri in den HÃ¤nden hielt, begann eine Reihe von TÃ¶nen mit unterschiedlichen Frequenzen von sich zu geben. Er beobachtete es, ohne zu wissen, was sie bedeuteten. Er schaute zum Gesicht seines Freundes auf und suchte nach einem Zeichen, sah aber nichts. Azakis verschob den Sensor in einen anderen Anschluss und bewegte sich dabei sehr vorsichtig. Das AnalysegerÃ¤t gab wieder eine Reihe nicht entzifferbar TÃ¶ne von sich. Dann Stille. Azakis nahm seinem Freund das GerÃ¤t aus der Hand und schaute sich die Ergebnisse aufmerksam an und lÃ¤chelte dann.

Â«Alles in Ordnung. Wir kÃ¶nnen weitermachen.Â»

Erst jetzt merkte Petri, dass er seit einer Weile nicht mehr atmete. Er stieÃ die ganze Luft aus und fÃ¼hlte sich sofort Entspannt. Auch nur der kleinste Defekt an einem dieser AnschlÃ¼sse hÃ¤tte sofort ihre Mission beendet und sie hÃ¤tten so schnell wie mÃ¶glich zurÃ¼ckkehren mÃ¼ssen. Das war das Letzte, was sie wollten. Sie waren schon fast da.

Â«Ich geh mich waschenÂ» sagte Petri und versuchte, sich ein bisschen Staub abzuklopfen. Â«Der Besuch an den Auspuffleitungen ist immer so...Â» und mit gekrÃ¤uselter Oberlippe fÃ¼gte er hinzu Â«lehrreich!Â»

Azakis lachte. Â«Wir sehen uns auf der KommandobrÃ¼cke.Â»

Petri rief die Kapsel und war schon nach einer Sekunde verschwunden.

Das Zentralsystem gab durch, dass der Orbit um Jupiter ohne Probleme Ã¼berwunden war und dass der Flug in Richtung Erde ohne Umweg weiterging. Mit einer leichten, aber schnellen Augenbewegung nach rechts bat Azakis sein O^COM, die Route nochmals anzuzeigen. Der blaue Punkt, der sich auf der roten Linie bewegte, hatte sich jetzt ein bisschen mehr in Richtung Mars verschoben. Der Countdown, der die geschÃ¤tzte Zeit bis zur Ankunft anzeigte, gab exakte 58 Stunden an und die Geschwindigkeit des Schiffs betrug 3.000 Km/s. Er war immer nervÃ¶ser. Das Schiff, auf dem sie reisten, war auch das erste Sternenschiff, das mit den neuen Bousen-Motoren ausgestattet war, die ein komplett anderes Konzept hatten, als die vorherigen. Die Projektentwickler sagte, dass sie in der Lage wÃ¤ren das Schiff mit einer Geschwindigkeit anzutreiben, die ca. ein Zehntel der Lichtgeschwindigkeit entsprach. Er hatte es noch nicht gewagt, das auszuprobieren. FÃ¼r den Moment schienen ihm 3.000 Km/s mehr als genug fÃ¼r eine Einweihungsreise.

Von den sechsundfÃ¼nfzig Crewmitgliedern, die normalerweise an Bord der Theos arbeiten mÃ¼ssten, waren nur acht, einschlieÃlich Petri und Azakis, fÃ¼r die erste Mission ausgewÃ¤hlt worden. Die GrÃ¼nde der Ãltesten waren nicht sehr ausfÃ¼hrlich. Sie begrenzten sich darauf zu sagen, dass, aufgrund der Art der Reise und des Ziels, Schwierigkeiten auftreten kÃ¶nnten und dass es daher besser wÃ¤re, nicht unnÃ¶tig zu viele Leben aufs Spiel zu setzen.



Also kÃ¶nnen wir geopfert werden? Was fÃ¼r ein BlÃ¶dsinn. Es war immer so. Wenn man die Haut riskieren muss, wer wird dann geschickt? Azakis und Petri.



Jedoch hatten ihnen ihre Bereitschaft zum Abenteuer und auch ihre FÃ¤higkeiten, âkomplizierteâ Situationen zu lÃ¶sen erlaubt, eine Reihe von VergÃ¼nstigungen zu genieÃen, die nicht schlecht waren.

Azakis lebte in einem riesigen Raum in der wunderschÃ¶nen Stadt Saaran auf dem SÃ¼dkontinent, der bis vor Kurzem als Lager von den Handwerkern der Stadt genutzt wurde. Dank dieser âVergÃ¼nstigungenâ konnte er die Erlaubnis erhalten, diesen so zu verÃ¤ndern, wie er es wollte.

Die SÃ¼dwand wurde komplett mit einem Ã¤hnlichen Kraftfeld ausgestattet, wie dem seines Sternenschiffs, damit er von seinem untrennbaren, anschmiegsamen Sessel aus direkt den wunderschÃ¶nen Golf darunter bewundern konnte. Bei Bedarf konnte sich die ganze Wand jedoch in einen riesigen dreidimensionalen Bildschirm verwandeln, wo gleichzeitig bis zu zwÃ¶lf simultane Ãbertragungen des Netzes angezeigt werden konnten. Mehr als einmal hatte ihm dieses ausgeklÃ¼gelte Kontroll- und Verwaltungssystem erlaubt, vorzeitig entscheidende Informationen zu erhalten, durch die er auch sehr schwere Krisen brillant lÃ¶sen konnte. Er hÃ¤tte darauf nicht mehr verzichten kÃ¶nnen.

Ein FlÃ¼gel des ehemaligen Lagers war fÃ¼r seine âSouvenier-sammlungâ reserviert, die er bei seinen Missionen im All mit den Jahren zusammengetragen hatte. Jedes davon erinnerte an etwas Spezielles und jedes Mal, wenn er sich inmitten dieser komischen AbsurditÃ¤ten befand, konnte er es nicht vermeiden, seinem GlÃ¼ck und vor Allem seinem treuen Freund zu danken, der ihm mehr als einmal die Haut gerettet hatte.

Petri jedoch, obwohl er sich brillant beim Studium hervorgehoben hatte, war kein Liebhaber der modernen Technologie. Obwohl er in der Lage war, ohne Probleme fast alle Fahrzeuge zu steuern, jede Waffe und alle lokalen und interplanetaren Kommunikationssysteme perfekt kannte, zog er es oft vor, seinem eigenen Instinkt zu folgen und sich seiner manuellen FÃ¤higkeiten anzuvertrauen, um die auftretenden Probleme zu lÃ¶sen. Mehr als einmal hatte er mit eigenen Augen gesehen, wie der Freund einen Haufen undefinierbaren Schrott in ein Transportmittel oder eine Furcht erregende Waffe verwandelt hatte. Es war unglaublich: er hÃ¤tte alles bauen kÃ¶nnen, was er benÃ¶tigte. Dies verdankte er zum Teil dem, was ihm sein Vater vererbt hatte, der ein sehr geschickter Handwerker war und auch seiner groÃen Leidenschaft fÃ¼r die KÃ¼nste. Schon von Kindesbeinen an war er davon fasziniert, wie die manuellen FÃ¤higkeiten der Handwerker die waffenlose Materie in GegenstÃ¤nde von groÃem Nutzen und Technologie verwandelten, aber darin die âSchÃ¶nheitâ bewahrten.



Ein unangenehmer, intermittierender und lauter Ton, schreckte ihn auf und brachte ihn sofort in die RealitÃ¤t zurÃ¼ck. Der automatische AnnÃ¤herungsalarm wurde unerwarteter Weise aktiviert.




Nassiriyya â Das Hotel


Das Hotel war ganz sicher kein âfÃ¼nf Sterne-Hotelâ, aber sie war es gewohnt, Wochen in einem Zelt inmitten der WÃ¼ste alleine zu verbringen, wo auch nur eine Dusche ein Luxus war. Elisa lieÃ sich von dem warmen Wasserstrahl von oben den Hals und die Schultern massieren. Ihr KÃ¶rper schien, dies zu mÃ¶gen, da eine Reihe von angenehmen GlÃ¼cksschauern mehrmals Ã¼ber ihren RÃ¼cken entlang zogen.



Man merkt erst, wie wichtig einige Dinge sind, wenn man sie nicht mehr hat.



Erst zehn Minuten spÃ¤ter entschied sie sich, die Dusche zu verlassen. Der Dampf hatte den Spiegel beschlagen, der schief an der Wand hÃ¤ngte. Sie versuchte, ihn zu begradigen, aber er kehrte in seine ursprÃ¼ngliche schiefe Position zurÃ¼ck. Sie entschied sich, das zu ignorieren. Mit einem Rand des Handtuchs wischte sie das Wasser ab, das sich darauf abgelagert hatte und schaute sich an. Als sie etwas jÃ¼nger war, wurden ihr mehrmals Jobs als Model und sogar als Schauspielerin angeboten. Vielleicht hÃ¤tte sie jetzt eine Filmdiva oder die Frau eines reichen FuÃballers sein kÃ¶nnen, aber das Geld hatte sie nie besonders interessiert. Sie zog es vor, zu schwitzen, Staub zu schlucken, antike Texte zu studieren und verlassene Orte zu besuchen. Das Abenteuer, das sie schon immer im Blut hatte, und die Emotionen, die sie beim Auffinden eines antiken Artefakts empfand, das Auffinden von Ãberresten, die tausende von Jahren alt waren, war mit nichts Anderem vergleichbar.

Sie nÃ¤here sich dem Spiegel etwas zu sehr uns sah diese verfluchten kleinen Falten an den Seiten der Augen. Die Hand ging automatisch in ihr Beautycase, aus dem sie diese Cremes herauszog, die dir âzehn Jahre in einer Woche nehmenâ. Sie cremte ihr Gesicht grÃ¼ndlich damit ein und beobachtete sich aufmerksam. Was verlangte sie denn? Ein Wunder? Naja, die Wirkung wÃ¼rde man ja erst nach âsieben Tagenâ sehen.

Sie lachte Ã¼ber sich selbst und Ã¼ber alle Frauen, die sich von der Werbung so leicht um den Finger wickeln lieÃen.

Die Uhr an der Wand Ã¼ber dem Bett zeigte 19,40 an. Sie wÃ¼rde es nie schaffen, sich in nur zwanzig Minuten fertig zu machen.

Sie trocknete sich so schnell wie mÃ¶glich ab und lieÃ die langen blonden Haare leicht feucht und ging vor den Schrank aus dunklem Holz, wo sie die kleinen eleganten Kleider hatte, die sie hatte mitnehmen kÃ¶nnen. In anderen Momenten hÃ¤tten Stunden vergehen kÃ¶nnen, bis sie sich fÃ¼r ein Kleid entschied, aber an diesem Abend war die Auswahl wirklich sehr begrenzt. Ohne viel darÃ¼ber nachzudenken, entschied sie sich fÃ¼r das kurze Schwarze. Es war sehr grazil, entschieden sexy, aber nicht vulgÃ¤r und hatte einen groÃzÃ¼gigen Ausschnitt, der ihre stattliche âC-GrÃ¶Ãeâ sicher hervorhob. Sie nahm es mit einem eleganten Handgriff und warf es aufs Bett.

19,50. Obwohl sie eine Frau war, hasste sie es, zu spÃ¤t zu kommen.

Sie schaute aus dem Fenster und sah den dunklen, unglaublich glÃ¤nzenden SUV vor der TÃ¼r des Hotels. Der Fahrer war ein junger Mann in MilitÃ¤rkleidung, der sich an die Motorhaube lehnte und die Wartezeit mit einer Zigarette verkÃ¼rzte.

Sie tat ihr Bestes, um ihre Augen mit einem Kajal und Mascara zu betonen, trug schnell den Lippenstift auf den Lippen auf und wÃ¤hrend sie versuchte, ihn gleichmÃ¤Ãig durch eine Reihe von KÃ¼ssen zu verteilen Die sie ins Leere warf, zog sie ihre Lieblingsohrringe an, wobei sie etwas MÃ¼he hatte, die LÃ¶cher zu treffen.

Es war wirklich schon eine Weile her, dass sie abends ausging. Die Arbeit brachte sie immer um die Welt und sie hatte noch niemand fÃ¼r eine stabile Partnerschaft gefunden, die lÃ¤nger als nur einige Monate gehalten hÃ¤tte. Der natÃ¼rliche Mutterinstinkt, den jede Frau in sich trug und den sie schon als MÃ¤dchen geschickt ignorierte, machte sich, jetzt bei AnnÃ¤herung der biologischen Grenzen, immer hÃ¤ufiger bemerkbar. Vielleicht wÃ¤re es an der Zeit ernsthaft daran zu denken, eine Familie zu grÃ¼nden.

Sie verscheuchte diesen Gedanken so schnell wie mÃ¶glich. Sie zog ihr Kleid und das einzige Paar Schuhe das sie hatte an und mit weiten Gesten sprÃ¼hte sie auf beiden Seiten ihres Halses ihr LieblingsparfÃ¼m auf. Seidenschal, groÃe schwarze Tasche. Sie war fertig. Ein letzter prÃ¼fender Blick in den Spiegel an der Wand in der NÃ¤he der TÃ¼r, der an verschiedenen Stellen fleckig war, bestÃ¤tigte ihr die Perfektion ihres Outfits. Sie drehte sich ein Mal im Kreis und ging mit zufriedener Miene.



Der junge Fahrer warf die zweite Zigarette weg, die er gerade angezÃ¼ndet hatte, nachdem er sein Kinn wieder in Position gebracht hatte, das ihm beim Anblick des Fotomodells, das aus dem Hotel kam heruntergefallen war. Dann Ã¶ffnete er Ihr eifrig die FahrzeugtÃ¼r.

Â«Guten Abend Frau Dr. Hunter. KÃ¶nnen wir gehen?Â» fragte der MilitÃ¤r unschlÃ¼ssig.

Â«Guten AbendÂ» antwortete sie und testete ihr wundervolles LÃ¤cheln. Â«Ich bin bereit.Â»

Â«Danke fÃ¼rs MitnehmenÂ» fÃ¼gte sie hinzu, nachdem er ins Auto gestiegen war, wobei sie genau wusste, dass sich ihr Rock leicht anheben und ihre Beine dem verlegenen MilitÃ¤r zeigen wÃ¼rden.

Es hatte ihr schon immer gefallen, bewundert zu werden.




Sternenschiff Theos â AnnÃ¤herungsalarm


Das O^COM-System materialisierte sofort vor Azakis ein fremdartiges Objekt, dessen Umrandungen aufgrund der niedrigen AuflÃ¶sung der Langstreckensensoren, von denen es erfasst worden war, noch nicht definiert waren. Sicher bewegte es sich und es kam genau auf sie zu. Das AnnÃ¤herungsalarmsystem berechnete die MÃ¶glichkeit eines Aufpralls der Theos mit dem unbekannten Objekt, die Ã¼ber 96% lag, wenn keiner der beiden die eigene Route verÃ¤ndern wÃ¼rde.

Azakis ging schnell in das nÃ¤chst gelegene Transfermodul. Â«KommandobrÃ¼ckeÂ» war der strenge Befehl an das automatisierte Kontrollsystem.

Nach fÃ¼nf Sekunden Ã¶ffnete sich flÃ¼sternd die TÃ¼r und auf dem groÃen zentralen Bildschirm der KommandobrÃ¼cke wurde das noch sehr undeutliche Objekt gezeigt, das sich auf Kollisionskurs mit dem Schiff befand.

Fast gleichzeitig Ã¶ffnete sich eine andere TÃ¼r in der NÃ¤he und Petri sprang keuchend heraus.

Â«Was zum Teufel ist los?Â» fragte der Freund Â«Es hÃ¤tten keine Meteoriten in dieser Zone sein sollenÂ» sagt er mit Verwunderung wÃ¤hrend auch er den groÃen Bildschirm anschaute.

Â«Ich glaube nicht, dass es ein Meteorit ist.Â»

Â«Wenn es kein Meteorit ist, was ist es dann?Â» fragte Petri sichtlich besorgt.

Â«Wenn wir nicht sofort unseren Kurs Ã¤ndern, kannst du es mit eigenen Augen sehen, wenn es direkt in der KommandobrÃ¼cke steckt.Â»

Petri betÃ¤tigte sofort die Navigationsbefehle und gab eine leichte KursÃ¤nderung ein.

Â«Aufprall in 90 SekundenÂ» sagte emotionslos die warme weibliche Stimme des AnnÃ¤herungsalarmsystems. Â«Abstand vom Objekt: 276.000 Kilometer, in AnnÃ¤herung.Â»

Â«Petri mach was und zwar schnell!Â» schrie Azakis.

Â«Ich mache ja schon, aber das Ding ist entschieden zu schnell.Â»

Die SchÃ¤tzung des mÃ¶glichen Aufpralls, die auf dem Bildschirm rechts vom Objekt angezeigt wurde, sank langsam. 90%, 86%, 82%.

Â«Das schaffen wir nieÂ» sagte Azakis mit zaghafter Stimme.

Â«Mein Freund, das âmysteriÃ¶se Objektâ, das mein Schiff zerstÃ¶ren kann, muss erst noch geboren werdenÂ» sagte Petri mit einem teuflischen LÃ¤cheln.

Mit einem ManÃ¶ver, bei dem beide fÃ¼r einen Moment das Gleichgewicht verloren, zwang Petri die beiden Bousen-Motoren zu einer augenblicklichen PolaritÃ¤tsinversion. Das Sternenschiff erzitterte fÃ¼r lange Augenblicke und nur das raffinierte kÃ¼nstliche Schwerkraftsystem, das sofort die VerÃ¤nderung ausglich, verhinderte, dass die gesamte Mannschaft an der davorliegenden Wand zerquetscht wurde.

Â«Guter ZugÂ» sagte Azakis und klopfte dem Freund anerkennend auf die Schulter. Â«Wie willst du jetzt aber die Rotation stoppen?Â» Die GegenstÃ¤nde um sie herum hatten zu schweben begonnen und wirbelten durch den Raum.

Â«Nur einen MomentÂ» sagte Petri, ohne damit aufzuhÃ¶ren, die Tasten zu betÃ¤tigen und mit den Bedienungen zu hantieren.

Â«Es reicht, wenn es gelingt...Â» SchweiÃtropfen rannen ihm langsam Ã¼ber die Stirn.

Â«die...Â» fuhr er fort, wÃ¤hrend alles im Raum ohne Kontrolle durch die Gegend flog. Auch die beiden begannen zu schweben. Das System der kÃ¼nstlichen Schwerkraft schaffte es nicht mehr, die sich erzeugende immense Zentrifugalkraft auszugleichen. Sie wurden immer leichter.

Â«Klappe... drei... zu Ã¶ffnen!Â» schrie Petri, wÃ¤hrend alle GegenstÃ¤nde gleichzeitig zu Boden fielen. Ein schwerer AbfallbehÃ¤lter traf Azakis genau zwischen der dritten und vierten Rippe und entrang ihm einen dumpfen Klagelaut. Petri stÃ¼rzte aus einem halben Meter HÃ¶he unter das Kommandopult und nahm dabei eine Ã¤uÃerst unnatÃ¼rliche und entschieden lÃ¤cherliche Position ein.

Die SchÃ¤tzung der Aufprallgefahr war auf 18% gesunken und sank auch schnell weiter.

Â«Alles OK?Â» versicherte sich Azakis, wobei er versuchte, das Stecken an der getroffenen Seite zu Ã¼berspielen.

Â«Ja, ja. Es geht mir gut, es geht mir gutÂ» antwortete Petri und versuchte aufzustehen.

Einen Moment spÃ¤ter kontaktierte Azakis den Rest der Mannschaft, die ihrem Kommandanten sofort das die Unversehrtheit von GegenstÃ¤nden und Personen mitteilte.

Das soeben ausgefÃ¼hrte ManÃ¶ver hatte die Theos leicht vom vorherigen Kurs gebracht und der durch das Ãffnen der Klappe verursachte Unterdruck wurde sofort vom automatisierten System ausgeglichen.



6%, 4%, 2%...



Â«Abstand vom Objekt: 60.000 KmÂ» sagte die Stimme.



In Erwartung, den Abstand von 50.000 Km zu erreichen, unter dem hinaus die Kurzstreckensensoren aktiviert wurden, hielten beide die Luft an. Diese Augenblicke schienen endlos zu sein.

Â«Abstand vom Objekt: 50.000 Km. Kurzstreckensensoren aktiv.Â»

Die verschwommene Darstellung vor ihnen wurde plÃ¶tzlich deutlicher. Das Objekt erschien deutlich auf dem Bildschirm und man konnte jedes Detail erkennen. Die beiden Freunde drehten sich gleichzeitig mit weit geÃ¶ffneten Augen um und suchten gegenseitig den Augenkontakt mit dem anderen.

Â«Unglaublich!Â» riefen sie gleichzeitig.




Nassiriya â Restaurant Masgouf


Colonel Hudson lief nervÃ¶s schrÃ¤g, durch den Vorraum des Restaurants auf und ab. Er schaute jede Minute auf die taktische Uhr, die er immer am linken Handgelenk trug und nie, auch nicht zum Schlafen, ablegte. Er war aufgeregt, wie ein kleiner Junge beim ersten Date.

Um die Wartezeit zu verkÃ¼rzen, hatte er sich einen Martini mit Eis und einer Scheibe Zitrone beim bÃ¤rtigen Barmann bestellt, der ihn unter seinen dichten Brauen heraus neugierig musterte, wÃ¤hrend er langsam eine Reihe von langstieligen GlÃ¤sern trocknete.

Der Alkohol war in islamischen LÃ¤ndern natÃ¼rlich nicht erlaubt, aber fÃ¼r diesen Abend wurde eine Ausnahme gemacht. Das kleine Restaurant war nur fÃ¼r die beiden reserviert.

Der Colonel hatte sofort nach dem TelefongesprÃ¤ch mit Dr. Hunter den Besitzer des Lokals angerufen und ausdrÃ¼cklich den Spezialteller Masgouf bestellt, von dem das Restaurant seinen Namen ableitete. Da er wusste, wie schwierig es war, die Hauptzutat, StÃ¶r aus dem Tigris, zu beschaffen, wollte er sichergehen, dass das Lokal ihn hatte. Da er auch wusste, dass die Zubereitung gute zwei Stunden beanspruchte, wollte er, dass alles ohne Eile und mit absoluter Perfektion gekocht wurde.

Da die mimetische Uniform fÃ¼r die Situation sicher nicht geeignet war, hatte er sich fÃ¼r diesen Abend entschieden, seinen dunklen Valentino-Anzug mit einer Seidenkravatte Regimental-Style mit grauen und weiÃen Streifen anzuziehen. Die schwarzen, auf Glanz gebrachten Schuhe, wie dies nur ein MilitÃ¤r aufpolieren konnte, waren ebenfalls italienischer Manufaktur. Sicher, die taktische Uhr passte gar nicht dazu, aber ohne sie ging es einfach nicht.



Â«Sie kommen.Â» Die Stimme kam kratzend aus dem handyÃ¤hnlichen EmpfÃ¤nger, den er in der Innentasche seiner Jacke trug. Er schaltete ihn aus und schaute durch die GlastÃ¼r hinaus.

Aus dem groÃen dunklen Wagen wurde eine zerknÃ¼llte TÃ¼te geworfen, die vom leichten Abendwind faul auf der StraÃe vor sich her rollte. Mit einem schnellen ManÃ¶ver hielt der Wagen vor dem Eingang des Restaurants. Der Fahrer wartete, bis sich der aufgewirbelte Staub gelegt hatte und stieg dann aus dem Fahrzeug aus. Aus seinem halb versteckten OhrhÃ¶rer in seinem rechten Ohr, kam eine Serie von âall clearâ. Er schaute aufmerksam zu allen vorher festgelegten Postationen, bis er sicher war, alle seine Kommilitonen gefunden hatte, die in Kampfstellung, den ganzen Abend fÃ¼r die Sicherheit der beiden GÃ¤ste sorgen wÃ¼rden.

Der Bereich war sicher.

Er Ã¶ffnete die FondtÃ¼r, bot hÃ¶flich seine rechte Hand an und half seinem Gast dabei, auszusteigen.

Elisa dankte freundlich dem MilitÃ¤r und stieg mit eleganten Bewegungen aus dem Wagen aus. Sie schaute nach oben und wÃ¤hrend sie ihre Lungen mit der klaren Nachtluft fÃ¼llte, schenkte sie sich einen Augenblick des Ã¼berwÃ¤ltigenden Spektakels, das nur der Sternenhimmel der WÃ¼ste in Szene setzen konnte.

Der Colonel war fÃ¼r einen Moment unentschlossen, ob er ihr entgegengehen oder im Restaurant auf sie warten sollte. Am Ende entschied er sich, sitzen zu bleiben, um seine Aufregung besser Ã¼berspielen zu kÃ¶nnen. Mit gleichgÃ¼ltiger Miene nÃ¤herte er sich dem Tresen, setzte sich auf einen Barhocker, legte den linken Ellenbogen auf die dunkle HolzflÃ¤che, drehte den restlichen LikÃ¶r ins einem Glas und beobachtete den Zitronenkern, der sich langsam auf dem Glasboden absetzte.

Die TÃ¼r Ã¶ffnete sich mit einem leisten Quietschen und der Fahrer kontrollierte, dass auch alles in Ordnung war. Der Colonel gab ihm ein leichtes Zeichen mit dem Kopf und der Begleiter brachte Elise hinein, indem er ihr mit einer weiten Geste den Vortritt lieÃ.

Â«Guten Abend Dr. HunterÂ» sagte der Colonel, verlieÃ seinen Hocker und zeigte sein bestes LÃ¤cheln. Â«War die Fahrt angenehm?Â»

Â«Guten Abend ColonelÂ» antwortete Elisa mit einem genauso strahlenden LÃ¤cheln Â«Alles gut, Danke. Ihr Fahrer war sehr freundlich.Â»

Â«Sie kÃ¶nnen gehen, DankeÂ» sagte der Colonel mit autoritÃ¤rem Ton in Richtung des Begleiters, der sich mit militÃ¤rischen GruÃ auf dem Absatz umdrehte und in die Nacht verschwand.

Â«Ein Aperitif, Frau Doktor?Â» fragte der Colonel und rief den bÃ¤rtigen Barmann mit einer Geste der Hand zu sich.

Â«Das, was Sie trinkenÂ» antwortete Elisa sofort und zeigte auf das Glas Martini, das der Colonel noch in der Hand hielt. Sie fÃ¼gte hinzu Â«Nennen Sie mich ruhig Elisa Colonel, das ist mit lieber.Â»

Â«Perfekt. Und du nenn mich Jack. âColonelâ lassen wir meinen Soldaten.Â»



Ein guter Anfang, dachte der Colonel.



Der Barmann bereitete sorgfÃ¤ltig den zweiten Martini zu und servierte ihn der neu Angekommenen. Sie nÃ¤herte ihr Glas dem des Colonels und lieÃ die GlÃ¤ser leicht klingen.

Â«Zum WohlÂ» sagte sie frÃ¶hlich und trank einen Schluck.

Â«Elisa, ich muss schon sagen, dass Sie heute Abend wirklich glÃ¤nzend aussehenÂ» sagte der Colonel und lieÃ seinen Blick vom Kopf bis zu den FÃ¼Ãen seines Gastes schweifen.

Â«Nun, auch du bist nicht schlecht. Die Uniform hat sicher ihren Reiz, aber ich mag dich lieber soÂ» sagte sie mit einem maliziÃ¶sen LÃ¤cheln, wÃ¤hrend sie den Kopf leicht zur Seite neigte.

Etwas verlegen schaute Jack auf den Inhalt des Glases, das er in der Hand hielt. Er schaute ihn einen Augenblick an und trank dann alles in einem Zug.

Â«Wie wÃ¤râs, wenn wir zu unserem Tisch gehen?Â»

Â«Gute IdeeÂ» sagte Elisa. Â«Ich habe Hunger wie ein Wolf.Â»

Â«Ich habe die SpezialitÃ¤t des Hauses vorbereiten lassen. Ich hoffe, es trifft deinen Geschmack.Â»

Â«Nein, sag mir nicht, dass du es geschafft hast, dass sie Masgouf kochenÂ» rief sie verblÃ¼fft und weitete ihre wunderschÃ¶nen grÃ¼nen Augen. Â«Es ist praktisch unmÃ¶glich, zu dieser Jahreszeit den StÃ¶r aus dem Tigris zu bekommen.Â»

Â«FÃ¼r einen Gast wie dich konnte ich nichts anderes als das Beste verlangenÂ» sagte der Colonel zufrieden, da es schien, dass seine Wahl die richtige gewesen war. Er bot ihr seine rechte Hand an und bat sie, ihm zu folgen. Mit maliziÃ¶sem LÃ¤cheln nahm sie die Hand an und lieÃ sich zum Tisch begleiten.

Das Lokal war sehr elegant im typischen Stil des Ortes ausgestattet. Warmes und dÃ¤mmriges Licht, groÃe VorhÃ¤nge bedeckten fast alle WÃ¤nde und fielen auch von der Decke wich nach unten. Ein groÃer Teppich mit Eslimi Toranjdar-Zeichnungen, bedeckte fast den ganzen Boden, wÃ¤hrend andere kleinere Teppiche an den Ecken des Raums gelegt waren, als ob sie alles einrahmen sollten. Sicher, die Tradition hÃ¤tte es gewollt, dass das Mahl auf bequemen und weichen Kissen auf dem Boden liegend eingenommen wird, aber als guter AbendlÃ¤nder, hatte der Colonel den âklassischenâ Tisch vorgezogen. Auch dieser war gekonnt und sorgfÃ¤ltig gedeckt und die Farben, die fÃ¼r die Tischdekoration ausgewÃ¤hlt wurden, fÃ¼gten sich perfekt in den Rest des Lokals eins. Eine Hintergrundmusik, wo ein Darbuka


  Den Rhythmus Maqsum


  die Melodie eines Oud


  begleitete, erfÃ¼llte auf angenehme Weise den Raum.



Ein perfekter Abend.



Ein groÃer und magerer Kellner nÃ¤herte sich hÃ¶flich mit einer Verneigung und bat die beiden GÃ¤ste, sich zu setzen. Der Colonel lieÃ erst Elisa Platz nehmen und rÃ¼ckte ihr den Stuhl zurecht und setzte sich dann gegenÃ¼ber, wobei er darauf achtete, dass seine Krawatte nicht auf den Teller rutschte.

Â«Es ist wirklich sehr schÃ¶n hierÂ» sagte Elisa, wÃ¤hrend sie ihren Blick schweifen lieÃ.

Â«DankeÂ» sagte der Colonel. Â«Ich muss gestehen, dass ich etwas Angst hatte, es wÃ¼rde dir nicht gefallen. Dann habe Ã¼ber deine Leidenschaft fÃ¼r diese Orte nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass es die beste Wahl ist.

Â«Volltreffer!Â» bestÃ¤tigte Elisa, wobei sie wieder ihr wundervolles LÃ¤cheln zeigte.

Der Kellner Ã¶ffnete eine Flasche Champagner und wÃ¤hrend er beide Kelche fÃ¼llte, kam ein anderer mit einer Schale und sagte Â«MÃ¶chten Sie zu Beginn ein Most-o-bademjun


  kostenÂ».

Die beiden GÃ¤ste schauten sich befriedigt an, nahmen die beiden Kelche und prosteten sich erneut zu.



Etwa hundert Meter entfernt vom Lokal saÃen zwei seltsame Typen in einem dunklen Wagen und fuchtelten mit einem ausgeklÃ¼gelten Ãberwachungssystem herum.

Â«Hast du gesehen, wie der Colonel das HÃ¼hnchen verwÃ¶hnt?Â» sagte schluchzend der entschieden Ãbergewichtige auf dem Fahrersitz, wÃ¤hrend er einen Biss von einem groÃen Sandwich nahm und die KrÃ¼mel auf Bauch und Hosen fielen.

Â«Es war eine geniale Idee, den Transmitter im Ohrring der Frau Doktor zu versteckenÂ» antwortete der Andere, der viel magerer war und groÃe dunkle Augen hatte, wÃ¤hrend er aus einem groÃen braunen Becher seinen Kaffee schlÃ¼rfte. Â«Von hier aus kÃ¶nnen wir alles mithÃ¶ren, was sie sagen.Â»

Â«Mach bloÃ kein Durcheinander und nehme alles aufÂ» knurrte der andere Â«sonst lassen die uns die Ohrringe zum FrÃ¼hstÃ¼ck verzehren.Â»

Â«Mach dir keine Sorgen. Ich kenne dieses GerÃ¤t in- und auswendig. Es wird uns kein FlÃ¼stern entgehen.Â»

Â«Wir mÃ¼ssen herausfinden, was die Frau Doktor entdeckt hatÂ» fÃ¼gte der Dicke hinzu. Â«Unser Boss hat einen Haufen Geld investiert und heimlich die Forschungsarbeiten zu beobachten.Â»

Â«Das war schon wegen der beachtlichen Sicherheitsvorkehrungen des Colonels sicher nicht einfach.Â» Der Magere Typ hob trÃ¤umerisch seinen Blick zum Himmel und fÃ¼gte hinzu Â«Wenn ich auch nur ein Tausendstel von all dem Geld bekommen hÃ¤tte, wÃ¼rde ich jetzt unter einer Palme auf Kuba liegen und meine einzige Sorge wÃ¤re, dass ich mich zwischen einem Margarita oder einer PiÃ±a Colada entscheiden mÃ¼sste.Â»

Â«Und vielleicht noch mit ein paar MÃ¤dels im Bikini, die dich mit Sonnencreme einreibenÂ» sagte der Dicke um dann laut loszulachen, wÃ¤hrend von seinem vom Lachen wackelnder Bauch das herunterfiel, was vorher draufgefallen war.



Â«Diese Vorspeise ist exquisit.Â» Die Stimme der Frau Doktor kam leicht verzerrt aus dem Lautsprecher aus dem Armaturenbrett. Â«Ich muss dir gestehen, dass ich nicht geglaubt hÃ¤tte, dass hinter dieser âSchaleâ des rÃ¼den MilitÃ¤rs ein solch raffinierter Mann stecken kÃ¶nnte.Â»

Â«Danke Elisa. Auch ich hÃ¤tte nie gedacht, dass eine so hoch qualifizierte âFrau Doktorâ, auÃer schÃ¶n, auch sehr zuverlÃ¤ssig und sympathisch sein kÃ¶nnteÂ» sagte die ebenfalls etwas verzerrte aber leisere Stimme des Colonels.

Â«HÃ¶r dir an, wie die turtelnÂ» sagte der Mann auf dem Fahrersitz. Â«Meiner Meinung nach landen die in der Kiste.Â»

Â«Da bin ich nicht so sicherÂ» sagte der andere. Â«Unsere Frau Doktor ist sehr schlau und ich glaube nicht, dass ein Abendessen und ein paar fade Komplimente ausreichen kÃ¶nnen, um damit sie in seine Arme fÃ¤llt.Â»

Â«Zehn Dollar, dass er sie heute Abend rumkriegtÂ» sagte der Dicke und streckte die rechte Hand zum Kollegen aus.

Â«Ok, ich bin dabeiÂ» sagte der andere und schÃ¼ttelte die ausgestreckte Hand.




Sternenschiff Theos â Das mysteriÃ¶se Objekt


Das Objekt, das sich vor den beiden stutzigen Reisekumpanen materialisierte, war sicher nichts, was die Natur auch nur im Entferntesten hÃ¤tte erschaffen kÃ¶nnen. Es schien eine Art Metallblume mit drei langen BlÃ¼tenblÃ¤ttern, ohne Stiel zu sein, deren BlÃ¼tenstempel in der Mitte leicht konisch geformt war. Der Teil hinter dem Stempel hatte die Form eines sechseckigen Prismas mit einer leicht grÃ¶Ãeren OberflÃ¤che als der des Kegels, der sich auf der anderen Seite befand und als StÃ¼tze der ganzen Struktur diente. Von den drei Seiten, im selben Abstand vom Sechseck, gingen die rechteckigen BlÃ¼tenblÃ¤tter ab, die vier Mal lÃ¤nger waren als die Basis.

Â«Das scheint eine Art WindmÃ¼hle zu sein, wie sie vor Jahrhunderten in den groÃen PrÃ¤rien im Westen benutzt wurdenÂ» meinte Petri, ohne die Augen auch nur einen Moment vom Objekt abzulenken, das auf dem groÃen Bildschirm angezeigt wurde.

Azakis lief ein Schauer Ã¼ber den RÃ¼cken, wÃ¤hrend er sich an einige alte Prototypen erinnerte, von denen ihm die Ãltesten geraten hatten, sie vor der Abreise zu studieren.

Â«Das ist eine RaumsondeÂ» bestÃ¤tigte Azakis. Â«Ich habe schon einige in den alten Archiven im Netz gesehen, die mehr oder weniger so gebaut warenÂ» fuhr er fortwÃ¤hrend er Ã¼ber N^COM so viele Informationen wie mÃ¶glich Ã¼ber das Argument abrief.

Â«Eine Raumsonde?Â» fragte Petri, wÃ¤hrend er verblÃ¼fft zum Freund schaute. Â«Und wann sollen wir die gestartet haben?Â»

Â«Ich glaube nicht, dass es unsere ist.Â»

Â«Das ist nicht unsere? Was willst du damit sagen, mein Freund?Â»

Â«Ich meine damit, dass sie nicht von irgendeinem Bewohner des Planeten Nibiru gebaut und gestartet wurde.Â»

Das Gesicht von Petri wurde immer verblÃ¼ffter. Â«Was soll das heiÃen? Du willst mit doch nicht sagen, dass du auch an diesen BlÃ¶dsinn Ã¼ber die Aliens glaubst, oder?Â»

Â«Das, was ich weiÃ, ist, dass nichts dieser Art je auf unserem Planeten hergestellt wurde. Ich habe im ganzen Archiv des Netzes nachgesehen und keine Ãbereinstimmungen mit dem Objekt gefunden, das wir hier vor uns sehen. Auch in den Projekten, die nie verwirklicht wurden, habe ich nichts gefunden.Â»

Â«Das ist nicht mÃ¶glich!Â» sagte Petri. Â«Dein N^COM muss durcheinander sein. Kontrollier noch mal.Â»

Â«Es tut mir leid Petri. Ich habe es schon zwei Mal kontrolliert und ich bin absolut sicher, dass das nicht von uns ist.Â»

Das Kurzstreckensystem erzeugte ein dreidimensionales Abbild des Objekts und erstellte es bis ins kleinste Detail. Das Hologramm schwebte etwa einen halben Meter Ã¼ber dem Boden, leicht in der Mitte des Kommandoraums.

Mit einer Bewegung der rechten Hand begann Petri es langsam zu drehen und untersuchte dabei aufmerksam jedes Detail.

Â«Es scheint, dass es aus einer sehr leichten Metalllegierung gebaut wurdeÂ» sagte Petri mit einem deutlich technischeren Ton im Vergleich zur VerblÃ¼ffung, die ihn vorher Ã¼berwÃ¤ltigte. Â«Die Versorgung der Motoren muss von diesen drei BlÃ¼tenblÃ¤ttern kommen, die, wie es scheint, von einem Material Ã¼berzogen sind, dass auf das Sonnenlicht reagiert.Â» Jetzt hatte er begonnen, die Bedienungen des Systems zu betÃ¤tigen. Â«Der Stempel muss eine Art Antenne fÃ¼r Empfang und Ãbertragung sein und im sechseckigen Prisma befindet sich sicher das âGehirnâ von dem Ding.Â»

Petri bewegte das Hologramm immer schneller und in alle Richtungen. PlÃ¶tzlich hielt er an und sagte Â«Schau mal da. Was ist das, deiner Meinung nach?Â» fragte er, wÃ¤hrend er das Detail vergrÃ¶Ãerte.

Azakis nÃ¤herte sich so weit wie mÃ¶glich. Â«Das scheinen Symbole zu sein.Â»

Â«Zwei Symbole, wÃ¼rde ich sagenÂ» korrigierte ihn Petri Â«oder Besser, eine Zeichnung und vier naheliegende Symbole.Â»

Â«Azakis suchte Ã¼ber N^COM weiterhin irgendetwas im Netz, konnte aber nichts finden, was nur im Mindestens mit dem Ã¼bereinstimmte, was er vor sich hatte.Â»

Die Zeichnung zeigte ein Rechteck, das aus fÃ¼nfzehn LÃ¤ngslinien bestand, in denen dich die Farben rot und weiÃ abwechselten und in der oberen linken Ecke befand sich ein weiteres blaues Rechteck mit fÃ¼nfzig weiÃen Sternen mit je fÃ¼nf Eckpunkten. Auf dessen rechter Seite, die vier Symbole:



JUNO



Â«Das scheint eine Art Schrift zu seinÂ» riskierte Azakis. Â«Vielleicht stehen die Symbole fÃ¼r den Namen derer, die die Sonde gebaut haben.Â»

Â«Oder vielleicht ist es sein NameÂ» antwortete Petri. Â«Die Sonde heiÃt âJUNOâ und das Symbol der Erschaffer ist diese Art farbiges Rechteck.Â»

Â«Wie es auch sei, wir haben es sicher nicht gebautÂ» bestÃ¤tigte Azakis. Â«Glaubst du, dass irgendeine Lebensform im Inneren sein kÃ¶nnte?Â»

Â«Das glaube ich nicht. Jedenfalls keine, die wir kennen. Der Platz der hinteren Kapsel, was der einzige Ort ist, wo was sein kÃ¶nnte, ist zu klein, um ein Lebewesen zu beherbergen.Â»

WÃ¤hrend er sprach, hatte Petri schon damit begonnen, eine Scansion der Sonde auszufÃ¼hren, um ein Lebenszeichen in deren Inneren zu suchen. Nach einigen Augenblicken erschien eine Reihe von Symbolen auf dem Bildschirm und er Ã¼bersetzte sie fÃ¼r seinen Freund.

Â«Unsere Sensoren sagen, dass sich nichts âLebendigesâ darin befindet. Es scheint auch, dass keine Waffen irgendeiner Art vorhanden sind. Bei der ersten Analyse wÃ¼rde ich sagen, dass das Ding da eine Art AufklÃ¤rer ist, der dazu gestartet wurde, das Sonnensystem nach wer weiÃ was zu erforschen.Â»

Â«Das kann seinÂ» sagte Azakis Â«aber die Frage ist: âGestartet von wem?âÂ»

Â«NunÂ» vermutete Petri Â«wenn wir mysteriÃ¶se âAliensâ ausschlieÃen, wÃ¼rde ich sagen, dass die einzigen, die dazu in der Lage wÃ¤ren so was zu machen, deine alten âErdenfreundeâ sind.Â»

Â«Ach was? Als ich das letzte Mal fort bin, waren sie gerade Mal dazu in der Lage zu reiten. Wie sollen sie in so kurzer Zeit einen solchen Wissensstand erreicht haben? Eine Sonde in den Weltraum zu schicken ist ja kein Scherz.Â»

Â«Wenig Zeit?Â» antwortete Petri und schaute ihm geradeaus in die Augen. Â«Vergiss nicht, dass fÃ¼r sie seit damals fast 3.600 Jahre vergangen sind. Wenn man beachtet, dass ihre durchschnittliche Lebenserwartung maximal fÃ¼nfzig-sechzig Jahre war, wÃ¼rde dies bedeuten, dass seitdem mindestens sechzig Generationen gelebt haben. Vielleicht sind sie intelligenter geworden, als wir es uns vorstellen.Â»

Â«Und vielleicht ist gerade deswegenÂ» fÃ¼gte Azakis hinzu, indem er versuchte, die Ãberlegung des Freundes zu vervollstÃ¤ndigen Â«dass sich die Ãltesten wegen dieser Mission solche Sorgen machten. Sie haben es vorausgesehen oder wenigstens diese MÃ¶glichkeit in Betracht gezogen.Â»

Â«Naja, sie hÃ¤tten uns ruhig was sagen kÃ¶nnen, oder nicht? Die Entdeckung von diesem Ding hat mich fast umgehauen.Â»

Â«Das sind doch nur VermutungenÂ» sagte Azakis, wÃ¤hrend er sich mit Daumen und Zeigefinger das Kinn rieb Â«aber es scheint, dass es logisch ist. Ich versuche, die Ãltesten zu kontaktieren und mal sehen, ob ich ihnen ein Paar mehr Informationen entreiÃen kann, wenn sie welche haben. Versuch du in der Zwischenzeit ein bisschen mehr Ã¼ber das Ding da rauszufinden. Analysiere den aktuellen Kurs, die Geschwindigkeit, Masse, usw. und versuche rauszukriegen, wo sein Ziel ist, seit wann es unterwegs ist und welche Daten darin gespeichert sind. Ich will einfach so viel wie mÃ¶glich Ã¼ber das erfahren, was uns da unten erwartet.Â»

Â«Ok, ZakÂ» rief Petri wÃ¤hrend er um sich herum farbige Hologramme und unendliche Nummern und Formeln um sich herum schweben lieÃ.

Â«Ah, vergiss auch nicht, das zu analysieren, was du als Antenne bezeichnet hat. Wenn es wirklich eine ist, kÃ¶nnte sie auch in der Lage sein, zu empfangen und zu Ã¼bertragen. Ich mÃ¶chte nicht, dass unser Treffen schon an die Aussender der Sonde weitergeleitet wurde.Â»

Dies gesagt, ging Azakis schnell in Richtung einziger H^COM-Kabine des Schiffs, die fÃ¼r die Langstreckenkommunikation ausgerÃ¼stet war und sich zwischen den TÃ¼ren achtzehn und neunzehn der internen Transfermodule befand. Die TÃ¼r Ã¶ffnete sich mit dem Ã¼blichen leisen FlÃ¼stern und Azakis fÃ¤delte sich in die enge Kabine.

Wer weiÃ, warum sie sie so klein gestaltet haben... fragte er sich, wÃ¤hrend er versuchte, sich auf dem automatisch von Oben heruntergefahrenen Sitz zu setzen, der ebenfalls sehr einengend war. Vielleicht, damit wir sie so wenig wie mÃ¶glich benutzen...

WÃ¤hrend sich die TÃ¼r hinter ihm schloss, erschienen eine Reihe von Bedienungen auf der Konsole, die vor ihm lag. Er musste einige Sekunden warten, bis sich das Signal stabilisierte. PlÃ¶tzlich erschien im holographischen Visor, der dem in seinem Zimmer sehr Ã¤hnlich war, das ausgezehrte und vom Alter gezeichnete Gesicht seines Vorgesetzten Ãltesten.

Â«AzakisÂ» der Mann lÃ¤chelte leicht, wÃ¤hrend er langsam die knochige Hand zum GruÃ hob. Â«Was ist der Grund, warum du diesen armen alten Mann so dringend rufst?Â»

Er hatte nie erfahren, wie alt sein Vorgesetzter wirklich war. Niemand war es gestattet, dermaÃen private Dinge Ã¼ber ein Mitglied der Ãltesten zu erfahren. Sicher, Revolutionen um die Sonne herum hatte es viele gegeben. Trotzdem spritzten seine Augen von rechts nach links mit einer VitalitÃ¤t, die nicht einmal er besser hÃ¤tte zeigen kÃ¶nnen.

Â«Wir hatten ein wirklich Ã¼berraschendes Treffen, jedenfalls fÃ¼r unsÂ» sagte Azakis ohne Umschweife, indem er versuchte, seinem GesprÃ¤chspartner geradeaus in die Augen zu schauen. Â«Wir sind beinahe mit einem komischen Objekt zusammengepralltÂ» fuhr er fort und suchte jede minimale VerÃ¤nderung im Gesicht des Ãltesten zu erkennen.

Â«Ein Objekt? Was meinst du damit mein Junge?Â»

Â«Petri analysiert es noch, aber wir glauben, dass es sich um eine Art Sonde handelt und ich bin sicher, dass es nicht unsere istÂ» Die Augen des Ãltesten weiteten sich. Er schien ebenfalls Ã¼berrascht zu sein.

Â«Wir haben fremdartige Symbole in einer fremden Sprache entdeckt, die auf der HÃ¼lle eingraviert sindÂ» fÃ¼gte er hinzu. Â« Ich schicke dir alle Daten.Â»

Der Blick des Ãltesten schien sich fÃ¼r einen Augenblick in der Leere zu verlieren, wÃ¤hrend er mit seinem O^COM den ankommenden Informationsfluss analysierte.

Nach einigen langen Momenten kehrten seine Augen zu seinem GesprÃ¤chspartner zurÃ¼ck und mit einem Ton, der keine Emotionen durchsickern lieÃ, sagte er Â«Ich berufe sofort den Rat der Anten ein. Alles deutet darauf hin, dass eure Vermutungen richtig sind. Wenn es wirklich so ist, mÃ¼ssen wir sofort unsere PlÃ¤ne Ã¼berarbeiten.Â»

Â«Wir warten auf InfosÂ» sagte Azakis und beendete die Kommunikation.




Nasiriyya â Das Abendessen


Der Colonel und Elisa tranken schon den dritten Kelch Champagner und das Ambiente war mittlerweile schon weniger formell.

Â«Jack, ich muss sagen, dass dieses Masgouf wirklich gÃ¶ttlich ist. Es ist wirklich sehr viel und wir werden es wohl nicht schaffen, alles zu vertilgen.Â»

Â«Ja, es ist wirklich sehr gut. Wir mÃ¼ssen dem Koch unser Kompliment aussprechen.Â»

Â«Vielleicht sollte ich ihn heiraten, damit er fÃ¼r mich kochtÂ» sagte Elisa mit einem zu Ã¼bertriebenen Lachen. Der Alkohol begann zu wirken.

Â«Nein, er muss sich anstellen. Ich war zuerst da.Â» Traute er sich zu sagen, da er dachte, dass es nicht zu unangemessen war. Elisa Ã¼berhÃ¶rte dies und aÃ weiter ihren StÃ¶r.

Â«Du bist nicht verheiratet, richtig?Â»

Â«Nein, ich hatte keine Zeit dafÃ¼r.Â»

Â«Das ist eine uralte AusredeÂ» sagte sie uns schaute ihn verfÃ¼hrerisch an.

Â«Naja, einmal war ich sehr nahe dran, aber das MilitÃ¤rleben ist nicht gerade fÃ¼r eine Ehe geeignet. Und du?Â» wich er dem Argument aus, das ihm scheinbar noch zu schaffen machte. Â«Hast du je geheiratet?Â»

Â«Machst du Scherze? Wer wÃ¼rde eine Frau aushalten, die ihre meiste Zeit in der Welt herumtingelt, um wie ein Maulwurf unter der Erde zu graben und der es SpaÃ macht, alte tausend Jahre alte GrÃ¤ber zu schÃ¤nden?Â»

Â«TjaÂ» sagte Jack mit einem bitteren Lachen Â«so wie es aussieht, sind wir nicht fÃ¼r die Ehe gemacht.Â» Und wÃ¤hrend er das Glas hob, schlug er melancholisch vor Â«Trinken wir drauf.Â»

Der Kellner kam mit weiteren Samoons


 , die gerade aus dem Ofen kamen und unterbrach zum GlÃ¼ck die leichte Wehmut.

Jack nutze die Unterbrechung und versuchte schnell die Erinnerungen zu verscheuchen, die ihm ins GedÃ¤chtnis zurÃ¼ckgekehrt waren. Es war seitdem viel Wasser den Fluss hinuntergelaufen. Jetzt hatte er eine wunderschÃ¶ne Frau an seiner Seite und musste sich nur auf sie konzentrieren. Das war auch nicht schwer.

Die umarmende Hintergrundmusik, war die richtige. Elisa, durch die drei Kerzen auf dem Tisch beleuchtet, war wunderschÃ¶n. Ihre Haare schimmerten mit goldenen und kupferfarbenen Reflexen und ihre Haut war glatt und gebrÃ¤unt. Ihre eindringlichen Augen waren TiefgrÃ¼n. Ihre weichen Lippen versuchten langsam ein StÃ¼ck StÃ¶r, das sie zwischen den Fingern hielt, von der GrÃ¤te zu befreien. Sie war so sexy.

Elisa lieÃ sich diesen SchwÃ¤chemoment des Colonels nicht entgehen. Sie legte die GrÃ¤te an den Rand des Tellers und saugte mit unschuldiger Miene zuerst den Zeigefinger und dann den Daumen ab. Sie senkte leicht den Kopf und schaute ihn so intensiv an, dass Jack glaubte, sein Herz wÃ¼rde ihm aus der Brust springen und direkt auf dem Teller landen.

Er merkte, dass er die Kontrolle der Situation und Ã¼ber sich selbst verloren hatte und versuchte sofort, sich wieder zu fangen. Er war ein bisschen zu erwachsen, um wie ein verliebter Teenager dazustehen, aber dieses MÃ¤dchen hatte so ein gewisses Etwas, das ihn schrecklich anzog.

Er atmete tief ein, rieb sich sein Gesicht mit den HÃ¤nden und versuchte zu sagen Â«Was meinst du, schaffen wir das letzte StÃ¼ck noch?Â»

Sie lÃ¤chelte, nahm sanft das letzte StÃ¼ck StÃ¶r, erhob sich leicht von ihrem Stuhl, streckte sich zu ihm hinÃ¼ber und nÃ¤herte das StÃ¼ck seinem Mund. In dieser Position zeigte ihr Ausschnitt ihre Ã¼ppigen BrÃ¼ste. Jack, der sichtbar verlegen war, nahm das StÃ¼ck in den Mund, konnte es aber nicht vermeiden, ihre Finger mit den Lippen zu berÃ¼hren. Seine Erregung wuchs immer mehr an. Elisa spielte mit ihm, wie die Katz mit der Maus und Jack konnte sich in keiner Weise dagegen wehren.

Dann, mit der Miene des unschuldigen MÃ¤dchens, setzte sich Elisa wieder auf ihren Stuhl und als ob nichts gewesen wÃ¤re, gab sie dem groÃen und mageren Kellner ein Handzeichen, der auch sofort kam.

Â«Ich denke, dass die Zeit fÃ¼r einen guten Tee mit Kardamom gekommen ist. Was meinst du Jack?Â»

Er hatte sich noch nicht von der vorherigen Situation erholt und stotterte so was wie Â«Ãh, ja, ok...Â» Und wÃ¤hrend er die Jacke wieder richtete, um seine Haltung wieder zu erlangen, fÃ¼gte er hinzu Â«ich glaube, dass er fÃ¼r die Verdauung genau das richtige istÂ»

Er hatte gemerkt, dass er etwas LÃ¤cherliches gesagt hatte, aber ihm war nichts Besseres eingefallen.

Â«Es ist alles wirklich sehr angenehm Jack, dies ist ein phantastischer Abend, aber wir sollten nicht den Grund vergessen, aus dem wir hier sind Ich muss dir etwas zeigen, erinnerst du dich?Â»

Der Colonel dachte an alles in diesem Moment, aber nicht an die Arbeit. Aber, sie hatte Recht. Es stand wirklich mehr auf dem Spiel als ein blÃ¶der Flirt. Das Problem war nur, dass ihm dieser Flirt gar nicht blÃ¶d vorkam.

Â«SicherÂ» antwortete er und versuchte seine autoritÃ¤re Ausstrahlung wieder zu erlangen. Â«Ich kann es kaum erwarten zu erfahren, was du entdeckt hast.Â»



Der Dicke, der in dem nicht weit entfernten Wagen saÃ, rief Â«Was fÃ¼r eine Schlampe. Die Frauen sind alle gleich. Erst machen sie dich glauben, dass sie dich zu den Sternen bringen und dann lassen sie dich hÃ¤ngen, als ob nichts gewesen wÃ¤re.Â»

Â«Ich glaube, dass deine zehn Dollar bald in meiner Tasche liegenÂ» sagte der Magere mit einem hÃ¤mischen Lachen.

Â«Ehrlich gesagt ist mit egal, wen sich unsere Frau Doktor ins Bett holt. Vergiss nicht, dass wir nur hier sind, um zu erfahren, was sie weiÃ.Â» Und wÃ¤hrend er versuchte, es sich auf dem Sitz bequemer zu machen, weil sein RÃ¼cken anfing zu Schmerzen, fÃ¼gt er hinzu Â«Wir hÃ¤tten auch einen Weg finden mÃ¼ssen, eine schÃ¶ne Kamera in dem blÃ¶den Lokal anzubringen.Â»

Â«Ja, vielleicht unter dem Tisch, damit du auch ihre Beine hÃ¤ttest sehen kÃ¶nnen.Â»

Â«Idiot. Wer war eigentlich das Arschloch, das dich fÃ¼r diese Mission ausgesucht hat?Â»

Â«Unser Boss, lieber Freund. Und ich wÃ¼rde dir raten, ihn nicht zu beleidigen, weil auch er genau weiÃ, wie man AbhÃ¶rgerÃ¤te positioniert und ich glaube nicht, dass es schwierig fÃ¼r ihn gewesen wÃ¤re, auch in diesem Wagen eins einzubauen.Â»

Der Dicke schreckte zusammen und glaubte fÃ¼r einen Augenblick, dass sein Herz aufhÃ¶rte zu schlagen. Er wollte Karriere machen und seinen direkten Vorgesetzten zu beleidigen, war nicht gerade der beste Weg, um vorwÃ¤rts zu kommen.

Â«Rede keinen ScheiÃÂ» sagte er, wobei er versuchte wieder ernst und professionell zu wirken. Â«mach deine Arbeit und dann schauen wir, dass wir mit was Konkretem zur Basis zurÃ¼ckkehren.Â» Dann fixierte er einen undefinierten Punkt im Dunkel der Nacht, der auÃerhalb der leicht beschlagenen Windschutzscheibe lag.



Elisa holte ihr unzertrennliches Tablet aus ihrer Tasche, legte es auf den Tisch und begann, die Fotos zu zeigen. Der Colonel versuchte neugierig irgendetwas zu sehen, aber sein Blickwinkel lies dies nicht zu. Nachdem sie gefunden hatte, was sie suchte, stand sie auf und setzte sich auf den Stuhl neben ihm.

Â«AlsoÂ» begann Elisa Â«machâs dir gemÃ¼tlich, es ist eine lange Geschichte. Ich versuche, mich so kurz wie mÃ¶glich zu fassen.Â»

Indem er den Zeigefinger schnell Ã¼ber das Pad streifte, lieÃ er ein Foto einer mit fremdartigen Zeichen und keilfÃ¶rmigen Schriften gravierten Tafel erscheinen.

Â«Das ist das Foto von einer der Tafeln, die im Grabmal des KÃ¶nigs Balduin II von Jerusalem gefunden wurdeÂ» fuhr Elisa fort Â«Von ihm wird angenommen, dass er im Jahr 1119 der erste war, der die Grotte von Macpela, die auch die Grotte der Patriarchen genannt wird, Ã¶ffnete, wo auch Abraham und seine beiden SÃ¶hne Isaak und Jakob begraben sein sollen. Diese GrÃ¤ber befÃ¤nden sich unter der heute so genannten Moschee oder Sanktuarium des Abraham in Hebron Transjordanien.Â» Nun zeigte sie ihm das Foto der Moschee.

Â«In den GrÃ¤bernÂ» fuhr Elisa fort Â«hÃ¤tte der KÃ¶nig zahlreiche Objekte verschiedener Art und auch eine Reihe von Tafeln gefunden, die Abraham gehÃ¶rt hÃ¤tten. Man glaubt sogar, dass sie eine Art Tagebuch darstellen, das er gefÃ¼hrt hÃ¤tte und auf denen er die wichtigsten Momente seines Lebens festgehalten hÃ¤tte.Â»

Â«Eine Art âReisenotizenâÂ» versuchte Jack zuvor zu kommen, in der Hoffnung gut dazustehen.

Â«Auf eine gewisse Weise ja, da er ja damals wirklich einen langen Weg zurÃ¼ckgelegt hatte.Â»

Elisa erklÃ¤rte weiter und rief ein weiteres Foto auf. Â«Die besten Experten seiner Sprache und der graphischen Darstellung dieses Zeitalters haben versucht, das zu Ã¼bersetzen, was auf dieser Tafel steht. Die Meinungen gingen natÃ¼rlich in Bezug auf einige Stellen weit auseinander, aber alle waren sich einig, dass diesÂ» und sie vergrÃ¶Ãerte ein Detail des Fotos Â«als âGefÃ¤Ãâ oder als âAmphore der GÃ¶tterâ Ã¼bersetzt werden kann. Dann gibt es Worte wie âBegrÃ¤bnisâ, âGeheimnisâ und âSchutzâ, die ebenfalls sehr klar sind.Â»

Jack begann, etwas verwirrt zu sein, aber er versuchte Elisa durch ein Kopfnicken zu Ã¼berzeugen, dass er ihr perfekt folgen konnte. Sie schaute ihn fÃ¼r einen Augenblick an und fuhr dann fort Â«Dieses Symbol aberÂ» und sie betÃ¤tigte den Bildschirm, damit es so klar wie mÃ¶glich sichtbar wurde Â«mÃ¼sste der Meinung einiger nach, ein Grabmal sein. Das Grabmal eines Gottes. WÃ¤hrend dieser Teil einen der GÃ¶tter beschreibt, der das um ihn versammelte Volk warnt oder sogar bedroht.Â»

Ein bisschen wegen dem Alkohol und ein wenig wegen des betÃ¶renden Parfums, das Elisa umarmte und auch wegen ihrer Augen, in denen er sich verloren hatte, verstand der Colonel gar nichts mehr. Er nickte jedoch weiterhin, als ob alles ganz klar und deutlich wÃ¤re.

Â«Um es kurz zu machenÂ» fuhr Elisa fort und bemerkte auch die fortschreitende Benebelung Jacks Â«die Experten sehen den Inhalt dieser Tafel als eine Darstellung eines Vorfalls, der sich zu Zeiten Abrahams begab, bei dem ein Gott oder allgemein die GÃ¶tter irgendetwas Ã¤uÃerst Wertvolles in der NÃ¤he eines ihrer GrabmÃ¤ler vergraben haben, um es zu verstecken.Â»

Â«Diese Aussage scheint mir doch etwas sehr allgemein gehaltenÂ» sagte Jack und versuchte sich etwas AutoritÃ¤t zu verleihen. Â«Zu sagen, dass etwas sehr wertvolles in der NÃ¤he eines Grabmahls der GÃ¶tter vergraben wurde, ist sicher nicht so was, wie wenn man die GPS-Koordinaten bekommen hÃ¤tte. Es kÃ¶nnte irgendetwas an irgendeinem Ort sein.Â»

Â«Du hast Recht, aber alle Inschriften, vor Allem die Wichtigsten von vor so langer Zeit, mÃ¼ssen irgendwie interpretiert und in Zusammenhang gebracht werden. DafÃ¼r gibt es ja die Experten und ich bin nun mal eine davon.Â» Dies sagend, begann sie, die Bewegungen eines Models zu mimen, das sich von den Paparazzi fotografieren lieÃ.

Â«Ok, ok. Ich weiÃ, dass du gut bist. Jetzt versuche aber auch, es uns armen normalen Sterblichen zu erklÃ¤ren.Â»

Â«Alles in AllemÂ» sagte Elisa, wÃ¤hrend sie sich wieder zusammenriss Â«nachdem sie antike Funde jeder Art, wahre Geschichten, Legenden, Sagen und was sonst noch alles analysiert und verglichen hatten, haben die besten âKÃ¶pfeâ der Erde bestÃ¤tigt, dass dieser Rekonstruktion ganz sicher eine Wahrheit zu Grunde liegt. Auf dieser Basis haben sie ArchÃ¤ologen aller Welt auf die Suche dieses mysteriÃ¶sen Ortes geschickt.Â»

Â«Aber was hat ELSAD mit all dem zu tun?Â» Der Colonel begann, seine Hirnfunktionen wiederaufzunehmen. Â«Mir wurde gesagt, dass diese Forschungen das Ziel hÃ¤tten, unfassbare Artefakte zu finden, die sogar auÃerirdischen Ursprungs wÃ¤ren.Â»

Â«Und vielleicht ist es auch wirklich soÂ» antwortete Elisa. Â«Es besteht auch schon verbreitet die Meinung, dass diese berÃ¼hmten âGÃ¶tterâ, die vor langer Zeit sogar auf der Erde anwesend waren, nichts Anderes gewesen wÃ¤ren, als menschliche Wesen, die von einem Planeten gekommen waren, der auÃerhalb unseres Sonnensystems liegt. Auf Grund ihrer hohen Technologie und ihrer enormen medizinischen und wissenschaftlichen Kenntnisse war es dann natÃ¼rlich auch nicht schwer, mit hÃ¶heren Wesen verwechselt zu werden, die weiÃ Gott was fÃ¼r Wunder vollbringen konnten.Â»

Â«GenauÂ» Jack unterbrach sie. Â«Wenn auch ich mit einem Apache-Kampfhelikopter bei einem Stamm in der Mitte des Amazonas ankommen und Ã¼berall Raketen abschieÃen wÃ¼rde, kÃ¶nnte fÃ¼r einen erzÃ¼rnten Gott gehalten werden.Â»

Â«Das ist genau die Wirkung, die diese Wesen damals auf die Menschen erzielt haben mÃ¼ssen. Einige behaupten sogar, dass es diese AuÃerirdischen gewesen wÃ¤ren, die dem Homo Erectus den Samen der Intelligenz eingepflanzt haben und ihn so, in wenigen tausenden von Jahren in das gewandelt haben, was wir heute als Homo sapiens sapiens kennen.Â»

Elisa beobachtete den Colonel aufmerksam, der einen immer verblÃ¼ffteren Gesichtsausdruck hatte und entschied sich, einen Tiefschlag zu versetzen. Â«Um die Wahrheit zu sagen, ich dachte, da sie der Verantwortliche fÃ¼r diese Mission sind, dass sie informierter wÃ¤ren.Â»

Â«Das dachte ich auchÂ» stotterte Jack. Â«Es scheint, dass die da Oben immer noch dieselbe Philosophie verfolgen: je weniger er weiÃ, desto besser ist esÂ» Die Wut begann den Platz der vorherigen Weichlichkeit einzunehmen.

Dies bemerkend, legte Elisa ihr Pad auf den Tisch und nÃ¤herte sich dem Gesicht des Colonels bis auf wenige Zentimeter, der fÃ¼r einen Augenblick den Atem anhielt, weil er dachte, sie wolle ihn kÃ¼ssen. Sie sagte jedoch Â«Jetzt kommt der Clou.Â»

Sie kehrte plÃ¶tzlich auf ihren Platz zurÃ¼ck und zeigte ihm ein anderes Foto. Â«WÃ¤hrend alle anfingen, dieses BerÃ¼chtigte âGrabmal der GÃ¶tterâ zu suchen und zwischen den Ã¤gyptischen Pyramiden, die die GrabmÃ¤ler der GÃ¶tter schlechthin sind, zu stÃ¶bern, habe ich die Gravuren auf der Tafel anders interpretiert und ich glaube, dass es die richtige Interpretation ist. Schau hierÂ» und sie zeigte ihm mit Genugtuung ein Bild des Textes, wie sie ihn Ã¼bersetzt hatte.



Die beiden Kumpels, die in ihrem Wagen das GesprÃ¤ch der beiden anhÃ¶rten, hÃ¤tten beide Arme gegeben, um ebenfalls das Foto sehen zu kÃ¶nnen das die Frau Doktor dem Colonel gerade zeigte.

Â«Mist!Â» fluchte der Dicke. Â«Wir mÃ¼ssen einen Weg finden, das Pad in unsere HÃ¤nde zu kriegen.Â»

Â«Hoffentlich liest es einer der beiden laut vorÂ» fÃ¼gte der Magere hinzu.

Â«Hoffen wir auch, dass dieses âromantische Abendessenâ bald endet. Ich habe die Nase voll, hier drauÃen im Dunkeln zu hocken und dazu kommt noch, dass ich einen Mordshunger habe.Â»

Â«Hunger? Was du nicht sagst? Du hast sogar meinen Anteil der Brote gegessen.Â»

Â«Nicht alles mein Lieber. Eins ist noch Ã¼brig und das zieh ich mit jetzt reinÂ» und wÃ¤hrend der zufrieden grunzte, drehte er sich um, um es aus der TÃ¼te auf dem RÃ¼cksitz zu nehmen. Beim Umdrehen stieÃ er jedoch mit dem Knie an die Einschalttaste des Aufnahmesystems, das ein schwaches beep von sich gab und ausging.

Â«Mann du Idiot, kannst du nicht aufpassen?Â» Der Magere versuchte, das GerÃ¤t sofort wieder einzuschalten. Â«Jetzt muss ich das System neu starten und das dauert mindestens eine Minute. Bete, dass sie nichts Wichtiges sagen, sonst trete ich dir in deinen fetten Arsch von hier bis zum Persischen Golf!Â»

Â«EntschuldigeÂ» sagte der Dicke mit schwacher Stimme. Â«Ich denke, ich sollte mit einer DiÃ¤t anfangen.Â»



âDie GÃ¶tter vergruben das GefÃ¤Ã mit dem wertvollen Inhalt sÃ¼dlich vom Tempel und befahlen dem Volk, sich diesem bis zu ihrer RÃ¼ckkehr nicht zu nÃ¤hern, da sonst schreckliches UnglÃ¼ck Ã¼ber alle Menschen kÃ¤me. Zum Schutz des Ortes vier flammende WÃ¤chter.â



Â«Das ist meine ÃbersetzungÂ» sagte Elisa mit Stolz. Â«Das richtige Wort ist meiner Meinung nach nicht âGrabmalâ, sondern âTempelâ und Ziqqurat di Ur, wo ich meine Forschungen betreibe, ist nichts anderes, als ein Tempel, der fÃ¼r die GÃ¶tter errichtet wurde. Du wird mir jetzt sicher sagen, dass es hierzulande viele Ziqqurat gibt, aber keiner liegt so nahe an dem Haus, das dem gehÃ¶rte, der wahrscheinlich diese Tafeln beschrieben hat: unser lieber Abraham.Â»

Â«Sehr interessant.Â» Der Colonel analysierte aufmerksam den Text. Â«Das, was von allen als das âHaus Abrahamsâ bezeichnet wurde, befindet sich nur ein paar hundert Meter vom Tempel entfernt.Â»

Â«Und, wenn das wirklich AuÃerirdische gewesen sind,Â» fuhr Elisa fort Â«stell dir mal vor, wie interessant das âGefÃ¤Ãâ fÃ¼r euch MilitÃ¤rs sein kÃ¶nnte. Vielleicht sogar noch mehr, als der âwertvolle Inhaltâ.Â»

Jack Ã¼berlegte einen Moment und sagte dann Â«Also das ist der Grund fÃ¼r all dieses Interesse von Seiten des ELSAD. Das vergrabene GefÃ¤Ã kÃ¶nnte sehr viel mehr sein, als ein einfaches TongefÃ¤Ã.Â»

Â«Sehr gut. Und jetzt, pass aufÂ» sagte Elisa theatralisch. Â«Ladies and Gentlemen, hier, was ich heute Morgen gefunden habe.Â»

Sie berÃ¼hrte den Bildschirm und es erschein ein neues Foto auf dem Pad. Â«Das ist ja dasselbe Symbol, das auf der Tafel erscheintÂ» rief Jack.

Â«Genau. Aber dieses Foto habe ich heute gemachtÂ» antwortete Elisa zufrieden. Â«Wie es scheint, benutze Abraham, um auf die âGÃ¶tterâ hinzudeuten, dieselbe Darstellung, die schon die Sumerer benutzt hatten: ein Stern, der von zwÃ¶lf Planeten umkreist wird und, der Zufall willâs, habe ich sie auf dem Deckel des âBehÃ¤ltersâ vorgefunden, den wir ans Licht bringen.Â»

Â«Es kÃ¶nnte auch gar nichts bedeutenÂ» kommentierte Jack. Â«Vielleicht ist es nur ein Zufall. Das Symbol kÃ¶nnte auch andere tausende von Bedeutungen haben.Â»

Â«Ah ja? Was ist das dann deiner Meinung nach?Â» und sie zeigte ihm das letzte Foto. Â«Wir haben es mit unsere m tragbaren RÃ¶ntgengerÃ¤t von auÃen aufgenommen.Â»

Jack konnte es nicht verhindern, seine Augen Ã¼berrascht zu weiten.




Sternenschiff Theos â Analyse der Daten


Petri war noch mit der Analyse der Sonde beschÃ¤ftigt, als Azakis, der zur KommandobrÃ¼cke zurÃ¼ckkehrte, zu seinem Freund sagte Â«Sie lassen uns wissen.Â»

Â«Was nichts anderes bedeutet als: Schaut wie ihr alleine klar kommtÂ» kommentierte Petri bitter.

Â«Naja, so wie immer?Â» antwortete Azakis, und klopfte seinem Reisebegleiter auf den RÃ¼cken. Â«Was kannst du mir Ã¼ber diesen Schrotthaufen sagen?Â»

Â«Abgesehen davon, dass er den Lack der AuÃenhÃ¼lle nur knapp verfehlte, kann ich dir mit fast absoluter Sicherheit bestÃ¤tigen, dass unser dreiflÃ¼geliger Freund keine Mitteilung ausgesendet hat. Die Sonde wurde anscheinend nur dafÃ¼r entwickelt, HimmelskÃ¶rper zu analysieren und zu studieren. Eine Art einsamer Reisender im Weltall, der Daten registriert und regelmÃ¤Ãig an die Basis schicktÂ» und er zeigte auf das Detail der Antenne im Hologramm, das im Raum schwebte.

Â«Wahrscheinlich sind wir zu schnell an ihm vorbeigeflogen, als dass er unsere Anwesenheit registrieren konnteÂ» wagte sich Azakis zu vermuten.

Â«Nicht nur, mein alter Freund. Seine Bordinstrumente wurden dafÃ¼r programmiert, GegenstÃ¤nde zu analysieren, die hunderttausende von Kilometern entfernt liegen und wir sind so nahe daran vorbeigeflogen, dass ihn der Windwirbel noch immer wie einen Kreisel drehen lassen wÃ¼rde, wÃ¤ren wir nicht im leeren Raum.Â»

Â«Glaubst du, dass er jetzt wo wir uns von ihm entfernen, unsere Anwesenheit ermitteln kann?Â»

Â«Das glaube ich nicht. Wir sind einfach zu klein und zu schnell, um ihn zu âinteressierenâ.Â»

Â«Na gutÂ» sagte Azakis. Â«Das scheint mir endlich eine gute Nachricht zu sein.Â»

Â«Ich habe versucht, eine Analyse der DatenÃ¼bermittlungsmethose der Sonde auszufÃ¼hrenÂ» fuhr Petri fort. Â«Sie schont noch nicht mit der âLichtwirbelâ-Technologie ausgestattet zu sein und benutzt noch ein altes System der Frequenzmodulation.Â»

Â«Hatten das nicht unsere Vorfahren vor der GroÃen Revolution


  benutzt?Â» fragte Azakis.

Â«Genau. Das war nicht sehr effizient, erlaubte aber fÃ¼r lange Zeit, Informationen auf dem ganzen Planeten auszutauschen und es half uns auf jeden Fall dort anzukommen, wo wir heute sind.Â»

Azakis setzte sich auf den Kommandosessel, nagte einen Moment an seinem Zeigefinger und sagte dann Â«Wenn aktuell dieses Kommunikationssystem auf der Erde benutzt wird, kÃ¶nnen wir vielleicht einige ihrer Ãbertragungen empfangen.Â»

Â«Ja, vielleicht auch ânen schÃ¶nen PornofilmÂ» kommentierte Petri, und streckte leicht seine Zunge aus dem linken Mundwinkel heraus.

Â«HÃ¶r mit dem BlÃ¶dsinn auf. Warum versuchst du stattdessen nicht, unser sekundÃ¤res Kommunikationssystem an diese Technologie anzupassen? Ich will dort so vorbereitet wie mÃ¶glich ankommen.Â»

Â«Hab verstanden. Es erwarten mich mehrere Stunden Arbeit in dem engen Abteil.Â»

Â«Was meinst du, essen wir erst was?Â» fragte Azakis und kam der Frage des Freundes zuvor, die sicher einige Momente spÃ¤ter gekommen wÃ¤re.

Â«Das ist der erste sinnvolle Satz, den ich dich heute sagen hÃ¶reÂ» antwortete Petri. Â«Diese ganze Aufregung hat mir Appetit gemacht.Â»

Â«Ok, machen wir eine Pause, aber ich entscheide was wir essen. Die Leber des Nebir, die du gestern gewÃ¤hlt hast, war so lange in meinem armen Magen unterwegs, dass es aussah, als hÃ¤tte sie Wurzeln geschlagen.Â»



Etwa zehn Minuten spÃ¤ter, wÃ¤hrend die beiden Reisekumpanen noch ihr Mahl verzehrten, ermittelte auf der Erde, um Kontrollzentrum der NASA, ein junger Ingenieur eine komische KursÃ¤nderung der Sonde, die er Ã¼berwachen sollte.

Â«ChefÂ» sagte er ins Mikrofon, das einen Zentimeter vom Mund entfernt war und an seinem HÃ¶rer angeschlossen war. Â«Vielleicht haben wir ein Problem.Â»

Â«Was fÃ¼r ein Problem?Â» antwortete sofort der verantwortliche Ingenieur der Mission.

Â«Es scheint, dass Juno aus irgendeinem unbekannten Grund eine leichte KursÃ¤nderung ausgefÃ¼hrt hat.Â»

Â«VerÃ¤nderung? Wieviel? Warum?Â» Er schwitzte schon kalt. Die Kosten dieser Mission waren unermesslich und es durfte nichts schiefgehen.

Â«Ich analysiere gerade die Daten. Die Telemetrie zeigt eine Abweichung von 0,01 Grad ohne irgendeinen erfindlichen Grund. Alles scheint korrekt zu funktionieren.Â»

Â«Vielleicht wurde sie von einem Steinfragment getroffenÂ» vermutete der Ã¤ltere Ingenieur. Â«Das Asteroidenband liegt ja nicht so weit entfernt.Â»

Â«Juno befindet sich praktisch im Orbit von Jupiter und dort dÃ¼rfte es keine gebenÂ» antwortete taktvoll der Junge.

Â«Was ist dann passiert? Es muss irgendeine Fehlfunktion sein.Â» Er Ã¼berlegte eine Sekunde und befahl dann Â«Ich will eine doppelte Kontrolle der ganzen Bordinstrumente. Die Ergebnisse in fÃ¼nf Minuten auf meinem ComputerÂ» und er beendete die Kommunikation.

Der junge Ingenieur wurde sich plÃ¶tzlich der Verantwortung bewusst, die ihm auferlegt wurde. Er schaute auf seine HÃ¤nde: sie zitterten leicht. Er entschied sich, sie zu ignorieren. Er bat seinen Kollegen, ein differenziertes Checkup der Sonde zu machen und drÃ¼ckte die Daumen. Die Computer begannen mit der Sequenzierung aller programmierten Kontrollen und nach einigen Minuten erschienen die Ergebnisse der Analyse auf dem Bildschirm:



Check-up beendet. Alle Instrumente funktionstÃ¼chtig.



Â«Scheint alles in Ordnung zu seinÂ» kommentierte der Kollege.

Â«Was zum Teufel ist dann passiert? Wenn wir das in den nÃ¤chsten zwei Minuten nicht herausfinden, macht uns der Chef beiden die HÃ¶lle heiÃÂ» und er begann fiebrig Befehle auf der Tastatur einzugeben, die vor ihm lag.

Nichts und wieder nichts. Alles Funktioniert nach Perfektion.

Er musste sich was Ã¼berlegen und das schnell. Er begann mit den Fingern auf den Schreibtisch zu hÃ¤mmern. Dies tat er fÃ¼r zehn Sekunden und entschied sich dann, die erste ungeschriebene Regel des Handbuchs Ã¼ber das Verhalten am Arbeitsplatz zu befolgen: Der Chef hat immer Recht.

Er Ã¶ffnete das Mikrofon und sagte Â«Chef, sie hatten Recht. Es war ein kleiner Trojaner-Asteroid, der die Sonde ablenkte. Zum GlÃ¼ck hat er sie jedoch nicht direkt getroffen, sondern nur in der NÃ¤he vorbeigeflogen. Wie es aussieht, hat die Masse des Asteroiden eine minimale Schwerkraftwirkung auf unseren Jupiter ausgeÃ¼bt, wodurch die leichte Kursabweichung verursacht wurde. Ich schicke ihnen die DatenÂ» und hielt die Luft an.

Nach unendlichen Augenblicken kam aus dem KopfhÃ¶rer die stolze Stimme des Chefs Â«Ich war mir sicher. Kein Junge, den Instinkt eines alten Hasen kann man nicht schlagen.Â» Und fÃ¼gte dann hinzu Â«Aktiviert die Motoren der Sonde und korrigiert den Kurs. Ich dulde keine FehlerÂ» und Beendete die Konversation. Eine Sekunde danach sagte er dann noch Â«Gute Arbeit Jungs.Â»

Der junge Ingenieur merkte, wie sein Blut wieder durch seine Adern floss. Sein Herz schlug so stark, dass er es in den Ohren pulsieren hÃ¶rte. Es kÃ¶nnte ja so gewesen sein. Er schaute zu seinem Kollegen hinÃ¼ber und hob den Daumen, um diesem zu signalisieren, dass alles OK war. Der andere antwortete mit einem Augenzwinkern. Sie hatten es geschafft, jedenfalls fÃ¼r den Moment.




Nasiriyya â Nach dem Abendessen


Das Aufnahmesystem gab ein doppeltes beep ab und wurde wieder aktiviert. Die Stimme der Frau Doktor kam wieder aus dem kleinen Lautsprecher im Fahrzeug. Â«Ich glaube, es ist Zeit zu gehen, Jack. Ich muss morgen frÃ¼h aufstehen, um mit den Ausgraben fortzufahren.Â»

Â«OkÂ» antwortete der Colonel. Â«Ich gehe und danke dem Chef und dann kÃ¶nnen wir aufbrechen.Â»

Â«So ein MistÂ» rief der Magere. Â«Wegen dir haben wir den besten Teil verpasst.Â»

Â«Na komm, war doch keine AbsichtÂ» verteidigte sich der Dicke. Â«Wir kÃ¶nnen ja sagen, dass eine Fehlfunktion des Systems aufgetreten ist und dass wir deswegen einen Teil der Unterhaltung nicht aufnehmen konnten.Â»

Â«Immer muss ich dir den Arsch rettenÂ» sagte der andere.

Â«Ich revanchiere mich. Ich habe schon einen Plan, um an das Pad unserer Frau Doktor zu kommen.Â» Er nahm die Nase zwischen Zeigefinger und Daumen und sagte dann Â«Wir schleichen heute Nach in ihr Zimmer und kopieren alle Daten, ohne dass sie es merkt.Â»

Â«Und was machen wir, damit sie nicht aufwacht, singen wir ihr ein Schlaflied?Â»

Â«Mach dir keine Sorgen mein Freund. Ich habe einige Asse im ÃrmelÂ» und zwinkerte mit dem Auge.



In der Zwischenzeit bereiteten sich Elisa und Jack vor, das Restaurant zu verlassen. Der Colonel schaltete sein tragbares KommunikationsgerÃ¤t ein und kontaktierte die Begleiter Â«Wir kommen raus.Â»

Â«Hier drauÃen ist alles ruhig, ColonelÂ» antwortete eine Stimme im HÃ¶rgerÃ¤t.

Mit Vorsicht Ã¶ffnete der Colonel die TÃ¼r des Lokals und schaute aufmerksam nach DrauÃen. DrauÃen, neben dem Wagen, stand noch der MilitÃ¤r, der Elisa begleitet hatte.

Â«Du kannst gehen, JungeÂ» befahl der Colonel. Â«Ich begleite die Frau Doktor.Â»

Der Soldat ging in Habachtstellung, salutierte militÃ¤risch und sagte etwas in seinen Kommunikator, wÃ¤hrend er in der Nacht verschwand.

Â«Es war ein wundervoller Abend, Jack.Â» sagte Elisa beim Hinausgehen. Sie atmete die frische Nachtluft tief ein und fÃ¼gte hinzu Â«Es ist wirklich sehr lange her, dass so einen Abend verbrachte. Wirklich vielen DankÂ» und unterstrich dies mit einem ihrer wunderbaren LÃ¤cheln.

Â«Komm, es ist noch nicht so sicher, sich in diesem Bereich im Freien aufzuhaltenÂ» und er Ã¶ffnete die TÃ¼r und half ihr beim Einsteigen.

Der groÃe dunkle Wagen mit dem Colonel am Steuer fuhr schnell los und hinterlieÃ eine groÃe Staubwolke.

Â«Auch ich habe mich sehr wohl gefÃ¼hlt. Ich hÃ¤tte nie gedacht, dass ein Abend mit einer âweisen Frau Doktorâ so angenehm sein kÃ¶nnte.Â»

Â«Weise? So siehst du mich?Â» sie tat so, als wÃ¤re sie beleidigt drehte sich weg.

Â«Weise ja, aber auch sehr sympathisch, intelligent und sehr sexy.Â» Da sie aus dem Fenster sah, nahm er die Gelegenheit und streichelte zÃ¤rtlich ihre Haare im Nacken.

Der Kontakt rief eine Reihe angenehmer Schauer auf ihrem RÃ¼cken hervor. Sie durfte so schnell nicht nachgeben. Ihre Erregung wuchs jedoch immer mehr an. Sie entschied sich, nichts zu sagen und diese angenehme kleine Massage zu genieÃen. Jack, ermutigt durch die fehlende Reaktion auf seine Geste, streichelte weiter ihre langen Haare. PlÃ¶tzlich lieÃ er seine Hand zuerst auf ihre Schulter, dann auf ihren Arm und immer weiter nach unten gleiten, bis er ihre Finger leicht berÃ¼hrte. Sie schaute noch immer aus dem Fenster, nahm seine Hand und drÃ¼ckte sie fest. Es war eine groÃe und starke Hand. Dieser Kontakt vermittelte so viel Geborgenheit.



Nicht weit entfernt verfolgte ein anderer dunkler Wagen die beiden und versuchte, irgendein anderes interessantes GesprÃ¤ch mitzuhÃ¶ren.

Â«Ich glaube, dass die zehn Dollar ihren Weg Ã¤ndern, mein AlterÂ» sagte der Dicke. Â«Er bringt sie jetzt ins Hotel, sie lÃ¤sst ihn mitkommen, um etwas zu trinken und dann ist es soweit.Â»

Â«Bete, dass es nicht so kommt, denn sonst will ich sehen, wie du die Daten aus dem IPad rauskopieren willst.Â»

Â«Mist, daran habe ich nicht gedacht.Â»

Â«Du denkst nie an was Anderes als das, was die MÃ¶glichkeit hat, in deinem bodenlosen Magen zu verschwinden.Â»

Â«Lass dich nicht zu weit zurÃ¼ckfallenÂ» sagte der Dicke und ignorierte die Provokation. Â«Ich will das Signal nicht nochmal verlieren.Â»



Eine Wiese hielten sich die HÃ¤nde, ohne etwas zu sagen. Beide mit dem Blick Ã¼ber die Windschutzscheibe hinaus. Das Hotel kam immer nÃ¤her und Jack fÃ¼hlte sich so tollpatschig. Es war ja nicht das erste Mal, dass er mit einem MÃ¤dchen ausging, aber an diesem Abend kam die ganze SchÃ¼chternheit wieder hervor, die ihn als Jungen gefoltert hatte und von der er gedacht hatte, er hÃ¤tte sie lÃ¤ngst Ã¼berwunden. Dieser so lange Kontakt hatte ihn wie gelÃ¤hmt. Vielleicht hÃ¤tte er etwas sagen sollen, um dieses verlegene Schweigen zu brechen, aber, da er Angst hatte, jedes Wort hÃ¤tte diesen magischen Moment ruinieren kÃ¶nnen, entschied er sich, zu schweigen.

Er dankte dem Automatikgetriebe, dass er ihre Hand nicht zum Schalten loslassen musste und fuhr weiter durch die Nacht.

Elisa jedoch kamen einzeln alle mÃ¶glichen âMÃ¤nner ihres Lebensâ ins GedÃ¤chtnis zurÃ¼ck. Verschiedene Geschichten, viele TrÃ¤ume Projekte und GlÃ¼cksmomente, aber am Ende immer viel EnttÃ¤uschung, Bitterkeit und Schmerz. Es war, als ob das Schicksal schon alles fÃ¼r sie beschlossen hatte. Ihr war sicher ein Weg voller Genugtuung und WÃ¼rdigungen in Ihrem Beruf vorgezeichnet, aber auf diesem Weg schien es, als ob niemand an ihrer Seite vorgesehen wÃ¤re. Jetzt war sie hier, in einem fremden Land, wÃ¤hrend die durch die Nacht fuhr, Hand in Hand mit einem Mann, den sie bis zum Tag vorher nur als Hindernis fÃ¼r ihre PlÃ¤ne sah und der ihr jedoch jetzt so viel ZÃ¤rtlichkeit und Liebe entgegenbrachte. Mehr als einmal fragte sie sich, was sie tun sollte.

Â«Alles in Ordnung?Â» fragte Jack besorgt, weil er sah, dass ihr Augen immer mehr glÃ¤nzten.

Â«Ja, Danke Jack. Nur ein Moment der Traurigkeit. Es geht gleich vorbei.Â»

Â«Ist das meine Schuld?Â» fragte sofort der Colonel. Â«Habe ich etwas Falsches gesagt oder gemacht?Â»

Â«Nein, gar nichtÂ» antwortete sie sofort mit einer sÃ¼Ãen Stimme und fÃ¼gte hinzu Â«Bitte, bleib bei mir.Â»

Â«Hey, ich bin hier. Du musst dir Ã¼ber nichts Sorgen machen. Ich werde niemals zulassen, dass dir irgendetwas passiert, ok?Â»

Â«Danke, ich danke dirÂ» sagte Elisa, wÃ¤hrend sie versuchte, ihre TrÃ¤nen zu trocknen, die langsam ihre Wangen hinunter rannen. Â«Du bist ein Schatz.Â» Jack sagte nichts und drÃ¼ckte ihre Hand noch fester.

Das Schild des Hotels erschien am Ende der StraÃe. Sie fuhren durch die StraÃe und sagten nichts mehr. Dann fuhr der Colonel langsamer und hielt den Wagen genau vor dem Eingang an. Die beiden schauten sich tief in die Augen. FÃ¼r einige unendliche Augenblicke traute sich keiner, etwas zu sagen. Jack wusste, dass er den ersten Schritt machen mÃ¼sste, aber Elisa kam ihm zuvor Â«Jetzt mÃ¼sstest du mir sagen, dass es ein wunderschÃ¶ner Abend war, dass ich wundervoll bin und ich mÃ¼sste dich bitten, mit mir reinzugehen und noch was zu trinken.Â»

Â«Tja, die Praxis wÃ¼rde dies vorgebenÂ» kommentierte Jack, der durch ihre Worte etwas verwirrt war. Â«Es wÃ¼rde so gehen, wenn d eine wie viele wÃ¤rst, aber das ist nicht, was ich denke.Â» Er nahm Luft und fuhr fort. Â«Ich glaube, dass du wirklich ein sehr besonderer Mensch bist und dieser Abend, den wir zusammen verbracht haben, gab mir die MÃ¶glichkeit, dich besser kennen zu lernen und Dinge zu entdecken, von denen ich nie gedacht hÃ¤tte, sie in âeiner ArchÃ¤ologinâ zu finden.Â»

Â«Ich nehme das als KomplimentÂ» sagte sie, um die Situation etwas zu entspannen.

Â«Ich glaube, dass sich hinter dieser RÃ¼stung der starken und unzerstÃ¶rbaren Frau ein sÃ¼Ãer und verÃ¤ngstigter Welpe versteckt. Du bist ein sehr sÃ¼Ães und einzigartig sensibles MÃ¤dchen.Â» Vielleicht wÃ¼rde er es bereuen, was er jetzt sagte, aber er nahm all seinen Mut zusammen und fuhr fort Â«Ehrlich gesagt, ich bin nicht an einem One-Night-Stand interessiert, den ich dann zu den Akten lege, wie andere unnÃ¼tze Dinge, die am Morgen danach nichts als eine unendliche Leere hinterlassen. Ich will mehr von dir. Ich muss gestehen, du hast mir immer sehr gut gefallen.Â» Er konnte sich nicht mehr stoppen. Er nahm ihre HÃ¤nde, drÃ¼ckte sie zwischen den seinen und fuhr fort. Â«Seit ich dich das erste Mal in meinem BÃ¼ro getroffen habe, habe ich verstanden, dass du etwas Besonderes bist. Anfangs war ich natÃ¼rlich von deiner SchÃ¶nheit angezogen, aber dann, deine Stimme, deine Art zu sprechen, deine Gesten, deine Art zu laufen, den LÃ¤cheln...Â» er machte eine kurze Pause und fÃ¼gte dann hinzu Â«Dein Zauber hat mich verhext. Er hat mir das Herz gestohlen. Ich glaube nicht, dass ich mir ein Leben ohne dich noch vorstellen kann und es wird auch nicht der Abschluss dieses Abends sein, durch den ich meine Meinung Ã¤ndere.Â»

Elisa, die auf keinen Fall solch eine ErklÃ¤rung erwartet hatte, war einen Moment sprachlos, schaute ihm immer noch in die Augen und nÃ¤herte sich ihm dann langsam. Sie zÃ¶gerte einen Moment und kÃ¼sste ihn dann.

Es war ein langer und intensiver Kuss. Alte und neue Emotionen stiegen in den Gedanken beider auf. PlÃ¶tzlich trennte sich Elisa, blieb einen Zentimeter von ihm weg und sagte Â«Danke fÃ¼r deine Worte, Jack. Auch ich hÃ¤tte nicht gewollt, dass unser Treffen in einem faden One-Night-Stand endet. Dieser Abend gab mir die Gelegenheit, etwas mehr Ã¼ber dich zu erfahren und den Mann in dir zu schÃ¤tzen. Auch ich hÃ¤tte nie gedacht, hinter einem mÃ¼rrischen âColonelâ eine so liebenswerte und sensible Person vorzufinden. Ich muss dir gestehen, dass ich mein Herz schon seit langem nicht mehr so stark habe klopfen hÃ¶ren. Ich weiÃ, dass ich kein kleines MÃ¤dchen mehr bin, aber ich mÃ¶chte jetzt nicht alles ruinieren, indem ich dich jetzt mit hochnehme.Â» Sie machte eine lange Pause und fÃ¼gte dann hinzu Â«Ich wÃ¼rde dich sehr gerne wiedersehen.Â»

Sie kÃ¼sste ihn nochmals, stieg aus dem Wagen aus und lief schnell ins Hotel. Sie hatte Angst, dass wenn sie sich umgedreht hÃ¤tte, nicht mehr das einhalten konnte, was sie vorher gesagt hatte.

Jack folgte ihr mit seinem Blick, bis sie hinter der DrehtÃ¼r des Hotels verschwand. Er schaute die sich drehenden TÃ¼rflÃ¼gel weiter unbeweglich an, bis sie komplett stillstanden. Dann schaute er ein letztes Mal auf das schwankende Schild des Hotels, trat das Gaspedal durch und verschwand mit quietschenden Reifen in der Nacht.



Die beiden obskuren MÃ¤nner, die das Paar verfolgt hatten, parkten ihren Wagen auf der RÃ¼ckseite des Hotels, wobei sie darauf achteten, nicht gesehen zu werden. Von hier aus konnten sie das Fenster von Elisas Zimmer sehen, das sich nach nicht einmal einer Minute erhellte.

Â«Sie ist drin und alleinÂ» sagte der Dicke.

Der Magere erinnerte den Anderen sofort daran, dass er die Wette verloren hatte. Â«Tja mein Lieber, raus mit den DollarsÂ» und rieb den Zeigefinger und den Daumen aneinander.

Â«Alles hÃ¤tte ich erwartet, auÃer dass es so endetÂ» antwortete der Dicke. Â«Es sieht so aus, als ob sich unser lieber Colonel gewaltig verknallt hat.Â»

Â«Und auch sie scheint ein gutes StÃ¼ck voran zu sein.Â»

Â«Wirklich ein schÃ¶nes âPÃ¤rchenâÂ» kommentierte der Dicke mit seinem Ã¼blichen Lachen. Â«Jetzt warten wir, bis die Kleine ins Bett geht und dann schleichen wir in ihr Zimmer und kopieren alle Daten auf dem Pad.Â» Er stieg aus dem Wagen aus und fÃ¼gte hinzu Â«Ich bereite schon mal das Werkzeug vor und du kontrollierst, ob das Licht ausgeht.Â»



Elisa wurde von tausenden von Gedanken gequÃ¤lt. War es richtig, ihn einfach so stehen zu lassen? Wie hat er es aufgenommen? WÃ¼rde er sie wirklich gerne wiedersehen? Aber er war es ja gewesen, der vorgeschlagen hatte, zu verzichten. Ohne Zweifel hatte Jack seine SeriositÃ¤t gezeigt. War sein GefÃ¼hl, das er mit diesen wundervollen Worten ausgedrÃ¼ckt hatte wirklich ehrlich gemeint oder war es nur eine Strategie um sie immer mehr in einem geschickt geknÃ¼pften Netz zu fangen? Eine weitere enttÃ¤uschte Liebe, weiteren Schmerz und weiteren Kummer hÃ¤tte sie nicht ertragen kÃ¶nnen. Sie entschied sich, fÃ¼r den Moment nicht drÃ¼ber nachzudenken. Das Ziel, das sie sich vorgegeben hatte, hatte sie erreicht: der Colonel hatte ihr zwei weitere Wochen zugesagt, um ihre Forschungen zu beenden. Der Rest war nur âErwartungenâ und sie hatte mittlerweile gelernt, sich keine allzu vielen Hoffnungen zu machen. Sie konnte sich einen weiteren Reinfall nicht erlauben. Dieses Mal wÃ¼rde sie nicht mehr aufstehen kÃ¶nnen.

Sie zog ihre Kleider aus und warf sie aufs Bett. Der Alkohol hatte sie ziemlich benebelt. Jetzt war ihr grÃ¶Ãter Wunsch nur noch richtig tief zu schlafen. Sie lÃ¶schte das Licht und schlief fast sofort ein.

WÃ¤hrend Jack zur Basis fuhr, quÃ¤lten ihn mehr oder weniger dieselben Fragen. Hatte er sie enttÃ¤uscht? WÃ¼rde sie ihn wirklich gerne wiedersehen? Trotz allem war er sich sicher, eine gute Figur gemacht zu haben, indem er auf so elegante Weise die Gelegenheit ablehnte, mit ihr ins Bett zu steigen. Wenige andere hÃ¤tten dies getan und er war sich sicher, dass sie dies sehr schÃ¤tzte. Und wenn was draus werden sollte, hÃ¤tte er alle Zeit der Welt, um mit ihr zusammen zu sein. Ein Tag mehr oder weniger wÃ¼rde keinen Unterschied machen.



Â«Sie hat das Licht gelÃ¶schtÂ» sagte der Magere leide, als ob er Angst hÃ¤tte, sie zu wecken. Er nahm eine groÃe Tasche aus dem Kofferraum und fÃ¼gte hinzu Â«Wir kÃ¶nnen gehen.Â»

Mit vorsichtigen Schritten gingen die beiden zum Eingang des Hauses neben dem Hotel, in dem die ein Zimmer gemietet hatten.

Â«Wir mÃ¼ssen es jetzt tunÂ» sagte der Dicke. Â«Das blÃ¶de Pad trÃ¤gt sie mit sich, wie ihre Unterhosen. Die einzige MÃ¶glichkeit, dran zu kommen, ist, wenn sie schlÃ¤ft.Â»

Sie stiegen langsam die Treppe hoch, wobei sie unnÃ¶tige GerÃ¤usche vermieden. Ein Rucken des Schlosses und die TÃ¼r Ã¶ffnete sich quietschend. Das Zimmer war voller Schachteln, TÃ¼ten und Plunder aller Art. Es sah aus, wie ein verlassenes Lager. Eine mit den Jahren verstaubte Lampe an der Wand beleuchtete dÃ¤mmrig den Raum.

Â«Wir schleichen rein, indem wir Ã¼ber die Trennwand der Terrasse zwischen ihrem und unserem Zimmer steigenÂ» sagte der Dicke.

Â«Wir schleichen uns rein? Du willst wohl sagen, ich schleiche mich rein.Â» sagte der andere. Â«Wie glaubst du, dass du mit all den Fettpolstern, die du bei dir trÃ¤gst, da drÃ¼bersteigen kannst?Â»

Â«Willst du etwa meine athletischen QualitÃ¤ten bestreiten?Â»

Â«Nein, wie denn auch. Das wÃ¼rde ich mir nie erlaubenÂ» antwortete der Magere mit sarkastischem Tonfall. Â«HÃ¶r auf, Mist zu labern und gebeâ mir das Seil. Wenn ich ausrutschen sollte, versuch wenigstens, mich festzuhalten. Ich habe keine Lust, platt gedrÃ¼ckt auf dem FuÃgÃ¤ngerweg dieser langweiligen Stadt zu sterben.Â»




Конец ознакомительного фрагмента.


Текст предоставлен ООО «ЛитРес».

Прочитайте эту книгу целиком, купив полную легальную версию (https://www.litres.ru/pages/biblio_book/?art=40850125) на ЛитРес.

Безопасно оплатить книгу можно банковской картой Visa, MasterCard, Maestro, со счета мобильного телефона, с платежного терминала, в салоне МТС или Связной, через PayPal, WebMoney, Яндекс.Деньги, QIWI Кошелек, бонусными картами или другим удобным Вам способом.


