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ISBN978-5-0053-3041-3

     Ridero




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(Mut und Lust)


       (Mut und Lust)    .

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     () 1962.   ,       ,  .      ,    :  . ࠖ   - . ࠖ    .             .         .      Underground-Lyrik ( ).     ,          .  :   (Angst und Hoffnung),   (Kraft und Glaube) 蠫  (Mut und Lust).




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Mut1


		Blicken nicht zur?ck
		wenn du endlich
		deinenWeg
		gefunden

		Lass sie links liegen
		die Phrasendrescher
		Kopf gesteuert
		Herz verbunden

		s?uselnsie
		wie dein leben
		funktioniert

		ihre Weiber gefl?chtet
		ihr Hund kastriert

		erl?sedich
		von Gut undB?se
		Himmel und H?lle
		falsch und richtig

		an-erzogen
		L?ge
		nichtig

		blicke nicht zur?ck
		niemals
		und gehe deinenWeg

		wenn Geruch
		und Fleisch
		dich leise lockt
		und zartesWort
		dein Geist umnebelt

		lang genug
		warstdu
		geknebelt

		gehe
		gehe deinenWeg
		und blicke
		nicht zur?ck.




1


		
		 
		
		

		 
		 
		 
		 

		
		  
		  

		  
		 

		
		 
		 
		 

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Mut2


		Ihre Einzigartigkeit
		auf ihren Daumenabdruck
		zu beschr?nken
		kam ihrnie
		indenSinn

		Auch wenn das Umfeld
		ihre Kultur
		inder sie aufwuchs
		f?rsie
		dachte
		f?hlte
		und handelte

		Und eines Morgens
		stand sie vor dem Spiegel
		und streifte ihr Kopftuch
		ab

		sch?ttelte
		und streichelte
		ihr
		langes
		rabenschwarzesHaar

		z?rtlich
		sachte

		und mit jeder Faser
		ihres K?rpers
		sp?rtesie
		das Freiheit
		nichtnur
		Gedanken sind.




2


		 
		 
		
		 
		

		   
		
		  
		
		
		
		

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Mut3


		Niemand vonuns
		hatte denMut
		w?hrend kalter Regen
		auf dunklen Asphalt klatschte

		h?rtenwir

		ihr Schluchzen
		Flehen
		und Betteln

		zwischen roten Lichtern
		und bunten Plakaten
		inkalten N?chten
		auf grauen Parkpl?tzen

		dieses Ger?usch
		wenn flache H?nde
		auf zartes Fleisch treffen
		immer
		und immer wieder

		Es war doch nur ein Streit,
		zwischen Ihm und seiner Hure.

		sagstdu
		s?uerlich
		?berheblich
		?ngstlich
		l?chelnd




3


		 
		 
		  
		  

		 

		 
		
		

		  
		 
		 
		 

		
		 
		  
		
		

		  
		  .

		
		 
		
		
		




Mut4


		Komm schon her Schimansky!

		sagtsie
		und inSekunden
		geht dieserFilm
		inmeinem Kopfab

		das, was mich inNeugier lockt
		um von Gewohnheit
		erdr?ckt zu werden

		EinJahr
		vielleicht auchzwei

		ich war zualt
		f?r diese Spielchen

		mein K?rper sehntesich
		nachRuhe
		mein Geist
		nach Gelassenheit
		meine Seele
		nach Frieden
		und dieses Mistst?ck
		tanzt nackt vor mir herum
		schnalzt mit der Zunge
		kichert

		ihre kleinen Br?ste
		sind fest und prall
		und ihre Beine
		un-endlich

		Sie k?nnte meine Tochtersein
		denkt es inmir

		Vor was f?rchtest du dich?

		Ach Honey, ich f?rchtemich
		nicht. Ich wei? einfach zu viel.

		Unddann
		ging ichihr
		insNetz




4


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Mut5


		Emotionen
		indir wohnen
		gleich
		beim ersten Atemzug
		erdr?ckt

		Ach, wir sind ja so entz?ckt

		Puppenkleider
		Spiel
		und Triebe

		und beim Lernen
		m?chtig
		Hiebe

		Kind, es tut uns selberweh

		und die Suppe
		schmeckt nurfade

		Halte deinen L?ffel gerade!

		spuckend
		fluchend
		Glieder zuckend

		Sag was, sprich und guck nichtso!

		ist es mutig
		lang
		zu schweigen?




5


		
		 
		
		  
		 

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Mut6


		Du warst mirmehr
		als Fleisch undBlut
		im F?hlen, Riechen Atmen
		dein Aufgang
		majest?tisch
		gut
		ich konntes
		kaum erwarten

		Die Felder gl?hten
		wei? undrot
		und D?nenw?nde
		Nachtsnoch
		tot
		ingrauen Schatten
		lagen
		Du explodierst
		im Morgenrot
		und
		schenktest
		mir
		intiefsterNot
		einMeer
		aus tausend
		Farben




6


		   
		  
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Mut7


		es ist deinWeg
		involler Bl?te
		Liebe
		G?te

		brach esauf
		inmir
		indir

		wir h?rtenauf
		zu hinterfragen
		und fingenan
		zu wagen.

		dein Blick sotief
		meinMund
		inStille

		du schreibst einWort
		ich suche Brille

		Nicht lesen, f?hle.
		Ich sucheHand
		ertaste Br?ste
		ich rieche
		giere
		inGel?ste

		die ich nicht be-schreibenkann

		Und unserWeg
		wird eine Reise
		ohne Worte
		still
		und leise

		sp?re
		lebe
		liebe
		dich




7


		
		 
		
		

		
		
		

		 
		
		
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Mut8


		Die Uhr die tickt
		wir sind geschickt
		im Wandel
		der Gezeiten

		mal hier maldort
		du bleibst
		gehstfort

		Wir sehenuns

		zeig mir denOrt

		Sind Geschenke
		wie Versprechen?

		Kann man Worte
		wirklich brechen?
		und Alltag
		wird verwaltet
		und deine
		meine
		Zu-neigung erkaltet

		Siehstdu
		den Menschen
		nicht inmir?




8


		 
		 
		
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Mut9


		Du willst mein Freundsein

		Ich war esnie

		Du willst dir treusein

		Blasphemie

		Ich zeigeZeit
		und giereOrt
		ich planeweit
		von hier bisfort

		du willst halten
		warm und weich
		dein Denker denkt
		verspielt
		und leicht
		es lenkt
		mein Blick

		auf deine Falten

		sie spalten

		mein Gef?hl
		f?rdich
		mein Ego brennt
		und schreit
		und rennt

		wo bleibeich?

		ich st?rmevor
		und finde Gleich-G?ltigkeit
		inrot und blond und braun

		nicht Lange-weile
		ich beidir

		so bleib ichhalt
		f?r ein Moment
		und lass mich fallen
		indeine Krallen

		bin ich zu jung?
		bist du zualt?

		bin ich zu kalt?
		bist du zu hei??

		zynisch spotte
		grolle, fluche

		Im Morgenrot
		die Schuhe suche

		angekommen
		angenommen

		und doch ewig auf der Flucht.
		Ist es inmir alles Sucht?




9


		   

		   

		   

		  

		  
		 
		  
		 

		  
		 
		
		
		
		 
		 

		

		 

		 
		
		  
		
		

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Mut10


		Berauscht euch
		schrie Baudelaire
		w?hrend Hesse sich seinen Joint drehte
		und Hemingway sich die Kugelgab
		Friedell sprang inPanik
		aus dem dritten Stock
		bevor ihn die SA kassierte
		Nur Bukowski hielt durch
		auch wenn ihm der Magen platzte
		unddu
		sitzt vormir

		mit feuchtem Blick
		und feucht im Schritt
		schw?rmstdu
		von den Damen dieserWelt
		bei deinen Lesungen

		Sie kleben dir amMund
		wie Schei?e am Schuh
		Der Wald duftetgr?n
		die Sonne sorot
		deine Lyrik erb?rmlich
		sofade
		sotot




10


		
		 
		     
		   
		  
		 
		    
		  
		   
		
		 

		 




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notes








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