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100 Gedichte by Till Lindemann

Edited by Alexander Gorkow

Copyright  2020, Verlag Kiepenheuer & Witsch, Cologne/Germany

 2020, Till Lindemann

For Ach so gern(Music: Peter Alf T?gtgren /

Text: Till Lindemann): Musik Edition Discoton GmbH

 .   , 2023

 . , , 2019

 . , , 2019









Musik


		Einsamkeit ist ein Konzert
		es dr?hnt mir aus dem Schlund
		die Geigen streichen artiges Gekreisch
		die Harfen schleichen sich ins Fleisch
		die Stimme springt mir aus dem Mund
		singt gar heftig in mein Ohr
		die Pauke schl?gt mit Grimmen
		an meiner Seele Tor







		  
		  
		   
		    
		    
		   
		  
		  




Am strand


		Am Strand am Strand
		Auf einem Stein
		Sitzt ein erregter Mann
		Und zwar so
		Dass man die Erregung sehen kann

		Was macht er da, was macht er da
		Er schaut die jungen M?dchen an
		Sie sind nackt
		Er ist alt
		Ihm wird heiss
		Den M?dchen kalt




 


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Kapit?n


		Wo ist der Kapit?n
		Ich kann ihn nirgends
		Gar nicht sehen
		Niemand ist zu sehen
		Und die F?sse nass
		Wir werden untergehen
		Vorbei der Ferienspass







		  
		  
		 
		   
		 ,   
		 ,  
		   




Geld


		Wer wei? wie lang die Liebe h?lt
		Ich liebe dich du liebst mein Geld







		 ,    
		 ,    




Meins


		Hat mit deinem Herzlein
		Wohl keinen Pakt mehr
		Schl?gt jetzt einen anderen
		Mir unbekannten Takt

		Von deinem Puls
		Von dir getrennt
		Stolpert ?bers eigne Blut
		Das fremde Rauschen nicht mehr kennt

		Schl?gt ohne Mut
		Und so verlassen
		Erinnerungen so verblassen
		Ist nur aufgekochter Sud

		Weiss das Herz wohl was es sucht
		Fliegt davon wie eine Kr?he
		Mit gestohlner Frucht
		Und sucht deine N?he















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Leise


		Ich liebe die Musik
		Doch leise soll sie sein







		  , 
		   




Flegel


		Ich bin ein wahrer Flegel
		Halte mich an keine Regel
		Ich tu was mir gef?llt
		Und der Spa? f?ngt doch erst an
		Tu was ich nicht lassen kann
		Bitterb?s zu Frau und Mann
		Vergr?me so die ganze Welt
		Alle alle leiden Qual
		Nur Tiere nicht
		Egal







		  
		    
		,    
		  
		    
		   
		     
		 ,    
		 
		




Freizeit


		Ich hatte Zeit sie brauchte Geld
		Da hab ich sie gefragt
		Hat nicht lange ?berlegt
		Und hat gar nicht Nein gesagt
		Sie hatte Geld
		Ich brauchte Zeit
		Leere Taschen
		Nichts zu saufen
		Und zu Fuss nach Hause laufen




 


		   ,    
		  
		  , 
		   
		     
		   
		 
		  
		     







Und sie rufen mich


		Sie rufen
		Und sie schreien
		Nimm in den Mund uns
		Dein Plaisir
		Hol uns ab wir
		Warten hier
		Der Appetit ist noch ertr?glich
		Doch sie schreien unertr?glich
		Weinen schon ganz f?rchterlich
		Wir wollen wollen doch nur dich
		Werden dir gar k?stlich schmecken
		Alle Finger wirst du lecken
		Leg uns bitte in den Kopf
		Hol uns aus dem heissen Topf

		Ich kann nicht lange widerstehen
		Reibe schon den K?se
		Vor mir auf dem Tische stehen
		Spaghetti Bolognese




  


		 
		 
		  
		 
		 
		  
		   
		  
		    
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Kein herz


		Bald sind wir wieder nicht vereint
		So viele Tr?nen nicht geweint
		Stabile Arme sch?ne Beine
		Doch keine Augen
		Wenn ich weine
		Und kein Herz




 


		    
		    
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Schuld hab immer ich


		Das ist eine klare Sache
		Ich schreie ohne Sprache
		Versuche ehrlich zu betr?gen
		Sag die Wahrheit wenn ich l?ge
		Und die Jahre ziehen ins Land
		Hab keine Spatzen in der Hand
		Keine Tauben auf dem Dach
		Trauere meiner Jugend nach

		Ich muss dich k?ssen
		Muss dich sp?ren
		Will dich halten
		Und ber?hren
		Muss dich atmen
		Mit dir reden
		Und
		Ich will dich loben
		Muss dich strafen
		Mit dir liegen
		Bei dir schlafen
		Doch alle Tage merke ich
		Du bist einfach widerlich
		Grausam ohne Unterlass
		Dich zu lieben macht kein Spass

		Hab dich lang genug geduldet
		Schuldigkeit der Schuld geschuldet
		In den Tr?bsinn bring ich Klarheit
		Meine L?gen sind die Wahrheit
		Du bist einfach widerlich
		Und schuld daran bin wieder ich




   


		   
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Post


		Meine Tr?nen schicken
		Adresse unterm Kleid
		Darf dich nicht mehr ficken
		Absender ist Traurigkeit
		Mein Herz so schwer
		Alle sind so froh
		Es weihnachtet schon sehr
		Tannenbaum
		Dein Kleid
		Brennt lichterloh







		  
		   
		    
		  
		  
		  
		   
		
		 
		 







Kette


		Er war allein
		Sehr allein
		Wollte nicht mehr leben
		Da kam ein Hund daher
		Und hielt ihn lieb
		das Leben ihm zur?ckgegeben
		hat ihm Herz und Seel gerettet
		Da hat er gleich
		Das H?ndchen angekettet







		  
		 
		   
		    
		 
		     
		    
		   
		  




Lecken


		Wenn ich lecke ihre Beine
		Und nicht schlucke
		Zieht die Spucke
		Eine Spur wie eine Schnecke
		Zieht da F?den fette
		Etwas Knabentau l?uft heim
		Mit dem Speichel
		Um die Wette
		Wenn ich ihre Beine lecke
		Atme pur die D?mpfe ein
		Will jetzt nicht
		Woanders sein







		    
		  
		 
		    
		 
		  
		  
		
		    
		    
		  
		 




Ich rede


		?ber dies und das
		Ich rede ohne Unterlass
		Ich frag dies ich frag das
		Macht dir ficken wirklich Spass

		Sie schaut b?se

		Ich will doch nur freundlich sein
		Will dir verbal zu Diensten sein
		Will doch gar nichts, nichts von dir
		Bin nur zur Unterhaltung hier

		Huch auf einmal ist er drin
		Ach das ist doch nicht so schlimm
		Ja das kann doch mal passieren
		Warum soll man sich da genieren
		Und so dunkel ist die Nacht
		Mit Absicht ohne Sicht gemacht




 


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Autobahn


		Sie legten mich unter eine Br?cke
		Und kamen nie zur?ck
		Nach S?den sind sie so gefahren
		Weiss nicht wie ich heisse
		Weiss nicht wie alt ich bin an Jahren
		Weiss nicht wann der erste Zahn
		Sie kamen nie zur?ck
		Geboren auf der Autobahn







		    
		   
		    
		   
		    
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Undank


		Das Insekt fiel in die Fluten
		W?re schon ertrunken
		Bin ich einer von den Guten
		Hielt ich fein die Hand darunter
		Ist drauf gekrochen
		Gerettet aus der kalten See
		Hat es mich sofort gestochen
		Das tat weh







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Armer b?r


		Der arme B?r ist tot
		Fiel ins Blut
		Ins warme
		Das braune
		Achsel, Fell, weg
		Innen
		Aussen rot
		Verlor gleich beide Arme
		Rostige Macheten
		Kann jetzt nicht mehr beten

		Der arme B?r der arme

		Vor einem Kinderbett
		Das Kind
		Auch bald tot
		Kann nicht bluten
		Nichts mehr fassen
		Dem B?ren gleich
		Hat beide Arm gelassen
		Rostige Macheten
		Wollte nicht mit der Mutter beten

		Das arme Kind der arme




 


		  
		    
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Totentanz


		Schenk mir was
		Weht durch den Raum
		Kalter Blas
		Auf deinen Lippen roter Schaum
		Ein Zettel h?ngt an deinem Zeh
		Dir tut einfach nichts mehr weh

		Die Eier rollen aus dem Nest
		Halt mich an deinen Haaren fest
		Nie wieder meine Wollust stillen
		Willst wieder es mit Widerwillen

		Musst du meinen Rasen gie?en
		Bitte lass die Tr?nen flie?en
		Hinter Augen bricht der Damm
		W?ssern hautgerindet Stamm
		Vor dir
		F?rchte dich
		Roter Schaum
		Die Angst hat Gl?ck
		Ein kalter Wind
		Weht durch den Raum

		Ein Zettel h?ngt
		An deinem Zeh
		Kneife dich
		Tut dir nicht weh
		Keiner da der tanzen will
		Du h?lst mich kalt
		Du h?lst ganz still
		Trete aus Versehen
		Auf den Zettel
		Deine blauen Zehen







 


		  
		  
		
		    
		    
		   

		   
		   
		    
		   

		  
		    
		  
		   
		 
		
		 
		 
		 
		 

		  
		 
		 
		  
		   
		 
		  
		 
		   
		




Kein eigenbedarf


		Ich liebe meine Frau
		Ich liebe meine Frau sehr
		Alles w?re wunderbar
		Wenn sie nicht schon viel zu lange
		Meine Angetraute w?r

		Die Ehepflicht das muss ich sagen
		Ist mit ihr schwerlich zu ertragen
		Sch?n wenn sie ne andere w?r
		Immer Gleiches nicht so sehr

		Ich kenn sie einfach zu genau
		Ist schon zu lange meine Frau
		Da zieht mich sehr in ihren Bann
		Des Nachbarn Frau von nebenan

		Sch?n der K?rper, das Gesicht
		Doch mit der Eigenen lieber nicht
		Mit der Eigenen nicht so gern
		Seh ich lieber fern




   


		   
		   
		    
		     
		 

		   
		   
		    
		       

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Komplettverlust


		Seht einmal da mu? er stehen
		ist gar ?bel anzusehen
		den After will er sich nicht waschen
		riecht ?bel aus den Backentaschen
		Schrittschwei? ins Textil so kriecht
		wie ein verwester Klumpen riecht
		in den Achseln das Gekr?us
		ein Freudenhaus f?r fette L?us
		an den F?? zu guter letzt
		die Str?mpf ins Sohlfleisch einge?tzt
		und es sei betont zum Zweiten
		Komplettverlust der Eitelkeiten
		nicht gewaschen ist der Pimmel
		alles alles stinkt zum Himmel







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Die liebe


		Warte warte hab dich gerne
		Schenk dir Herz und Gold und Sterne
		Ein Feuer hinter Rippen brennt
		Dass man in Einfalt Liebe nennt

		Falte deine Seel zusammen
		Leg es an das lohe Gl?ck
		Steht das ganze bald in Flammen
		Ein H?ufchen Asche bleibt zur?ck







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Kunstopfer


		Es lebte einst Herr Peter Pohl
		Der war ein grosser K?nstler wohl
		Er f?hrte stets und voll Plaisir
		Mit sich Feder und Papier

		Sogar wenn er Fahrrad fuhr
		Unterbrach er oft die Tour
		Schrieb gleich nieder die Gedanken
		Die ihm da vom Hirne sanken

		Da hielt er einfach, das war Regel
		Wenn ihm ein Reim kam, wie ein Flegel
		Entnahm das Schreibzeug dem Revers
		St?rte heftig den Verkehr

		Was geschehen muss, muss geschehen
		Zum Schreiben blieb er nicht mehr stehen
		Der Lenker frei, die Tinte spritzt
		Ein Verslein auf das Blatt geritzt

		So kam es wie es kommen muss
		Die Sache ging gar b?s zu Schluss
		Beide H?nde fern dem Lenker
		St?rzte er der grosse Denker
		Was jetzt kommt das ahnt ein jeder
		Er stach sich selbst mit seiner Feder




 


		    
		    
		     
		   

		   
		   
		   
		     

		    
		   
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Hautkopf


		Der Hautkopf ist ein fremdes Wesen
		Er sucht sein Heil am Horizont
		Streckt seinen geraden Arm zur Welt







		  
		   
		   




Stadt und land


		In jeder Stadt gibt es M?dchen
		Mit Anmut vor den Z?pfen
		In jeder Stadt haut immer einer
		irgendwem aufs Maul
		Sehr oft wegen M?dchen
		Und manchmal wegen Frau
		Deshalb wohnen immer
		Mehr Menschen auf dem Land
		Doch da ists auch nicht besser
		Das liegt wohl auf der Hand




  


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Hexe


		Was habe ich getan
		Was hab ich nicht gemacht
		Welche Hexe
		Gibt diesem Fluch die Brust







		  
		   
		  
		  







Die armee der traurigen

Menschen


		Bist du traurig so wie ich
		Dir laufen Tr?nen vom Gesicht
		Komm zu uns und reih dich ein
		Wir wollen zusammen traurig sein

		Warum stehst du noch am Rande
		Reih dich ein in unsere Bande
		Wenn wir dann im Trist marschieren
		Gar nichts, nichts kann dir passieren

		Einsam seine Wehmut fristen
		Komm in die Armee der Tristen

		Es sind die H?sslichen die Fetten
		Siecher lecken an Tabletten
		Die Ritzer winken mit dem Messer
		Zusammen traurigt es sich besser

		Ein B?ndnis blasser Elegie
		Man singt in Moll, gelacht wird nie

		Weil wir zusammen traurig sind
		Schenken wir dem Schmerz ein Kind
		Wenn wir dann zusammen weinen
		Dem Kinde wird die Sonne scheinen




 


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Fr?h messe


		Es
		Geschah im sch?nen Monat Mai
		Doch kalt war es wie in Sibirien
		Bald die liebste mein
		Fing in der Kirche an zu frieren

		Da hat sie meine Hand genommen
		Sah mich an und schob beklommen
		Die Faust in meinen Hintern rein
		Fragte ich, muss das sein
		Ja
		Denn wenn die Wristen warm durchblutet
		Es den ganzen Leib durchflutet
		Und die W?rme fein zergeht
		?bers Herz in ein Gebet




 


		    
		  
		   
		   

		    
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Klein


		Kleine H?nde
		kleine Br?ste
		kleiner Mann
		Kleine ?pfel
		kleine Kinder
		Fass mich an







		 
		 
		
		 
		 
		 







Apfel


		Ein Apfel das ist jedem kund
		Schmeckt gut
		Und ist auch sehr gesund
		Doch gibt es eine Ungut da
		Beim Essen ist es laut im Mund







		    
		 
		   
		      
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Als deine mutter starb


		Als deine Mutter starb
		Das war sch?n
		Hast mich traurig angesehen
		So wie ich es recht mag
		Verlangen kroch in alle Venen
		Sie soll zur H?lle gehen

		Als deine Mutter starb
		Da hast du mich gek?sst
		So wie ich es recht mag
		Alles fing sich an zu drehen
		Sie soll zur H?lle gehen

		Als deine Mutter starb
		Da hast du sehr geweint
		Ich nahm dich in die Arme
		Lieb gehalten wenig sp?ter
		Im Fleische wir vereint

		Als deine Mutter starb
		Das war sehr sch?n
		Ich w?rde daf?r sterben
		Deine Mutter w?rde
		Jeden Tag zur H?lle gehen




   


		   
		  
		   
		   
		   
		     

		   
		   
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Allein


		Und wieder geht die Sonne auf
		Wird Gottes Kinderzimmer r?ten
		Steck eine Kugel in den Lauf
		Hab keine Scheu mich zu t?ten

		Wieder bin Ich ganz allein
		Das Herz so einsam kann nicht sterben
		Ich wollte nie am Leben sein
		Wollte nie geboren werden

		Alleine bin ich immer hier
		Alleine werd ich immer sein
		Nimmt mich doch einer ins Visir
		Fang mir eine Kugel ein







		   
		   
		    
		    

		  
		    
		    
		     

		    
		  
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Was ist


		Da treibst du auf dem wilden Meer
		Seh dich nicht Nacht macht blind
		Lauf am Ufer hin her
		Ruf deinen Namen in den Wind

		Warum nicht zum Ufer kommen
		Niemand sagt wie sehr er friert
		Viel zu weit hinausgeschwommen
		Was ist nur mit uns passiert

		Ich hab dir ein Signal entfacht
		So findest du mich auf den Blick
		Es leuchtet fleissig in die Nacht
		Doch scheint es nicht auf mein Geschick

		Doch der Hoffnung fehlt der Halt
		Schlucke Salz und jede B?e
		Steh am Ufer klamm und kalt
		Dir ist egal das ich vergehe




 


		    
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Vorbereitung


		Ich hab da etwas vorbereitet
		Du
		Die Augen angstgeweitet
		Ich bin
		Du bist
		Wir sind nicht allein
		Nichts wird so wie gestern sein
		Die dritte aus dem Bade schreitet
		Ich hab da etwas vorbereitet







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Sommer


		Der Sommer hat den Mai gefressen
		Jede Sorge scheint vergessen
		Doch ohne Frieden bleibt der Mann
		Der ganze ?rger f?ngt jetzt an

		Die Sonne leuchtet Frauenhaut
		F?llt in die Augen ohne Laut
		Blendet mich wie frischer Schnee
		Tut Zungen und dem Skrotum weh

		F?llt der Fr?hling aus dem M?rz
		Sonnen vor dem Frauenherz
		Bei?t das Hirn kriecht in die Venen
		Ach es singen die Sirenen

		Tausend Nadeln das Verlangen
		Will das Weib mit H?nden fangen
		?berall das dralle Fleisch
		Ach die Knie werden weich









		V?llig hilflos muss ich ?ugen
		Womit sie ihre Jungen s?ugen
		Ist ein Beben ist ein Schwingen
		Und die Sirenen singen

		Wird schon in die Lenden kriechen
		Andere Geschlechter riechen
		Fesselt mich ich bitt nur zu
		Und bindet mir die Augen zu

		Drau?en singen die Sirenen
		Ich muss mich aus der Seele lehnen
		Da hab ich die Zeit verloren
		Wollust f?llt mir aus den Ohren







		    
		    
		     
		   

		    
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Sch?nes wetter


		Draussen ist so sch?nes Wetter
		Ich liebe Regen mag den Wind
		Bei Sonne alle Menschen netter
		Einfach unertr?glich sind




 


		  
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Ich hatte hunger


		Also ging ich in die Remise und holte den Bogen
		Der Rehbock stand breit hinter den Hortensien und ?ugte
		misstrauisch zu uns her?ber
		Auf dem Nachbargrundst?ck war ein Kindergeburtstag im Gange
		und wir f?rchteten dass der Geh?rnte durch das Gekreische
		abspringen w?rde
		Warten
		Wir verhielten uns ruhig, die Kinder auch und so ging er wieder
		in die ?sung
		Das Tier verhoffte am Ende des Gartens und so musste ich
		pirschen um einen sicheren Schuss anzutragen
		Ich hatte eine gesch?rfte Jagdspitze aufgezogen und kroch ?ber
		den Rasen
		Dabei gingen mir verschiedene Gedanken durch den Kopf
		Ich brauche dringend Speck damit das Fleisch sp?ter nicht
		trocken wird im Ofen
		Sahne f?r die Sosse m?sste noch im K?hlschrank sein und
		Preisselbeeren Ja die sind aus
		Aber ich k?nnte bei den Nachbarn borgen
		Wildfleisch ohne Preisselbeeren Niemals
		Ich spannte den Bogen, zog die Schnur zur Nasenspitze
		Ging ins Visier
		Im Moment als ich fliegen liess stimmten die G?ren nebenan ein
		Happy Birthday an und der Bock stieg auf
		Der Pfeil krachte in die Nieren und blieb dort stecken
		Mit einem Schrei und krummen R?cken hetzte das B?cklein
		?ber die Beete, fegte ?ber den Zaun und fl?chtete auf das
		Gel?nde dahinter
		Mitten in den Kindergeburtstag

		In unsrerem Wohnviertel ist die Rehpopulation in den letzten
		Jahren enorm angestiegen
		Die Tiere dringen in G?rten, auf die Wiesen, sogar in
		Gew?chsh?user und in die Parks wo sie unbehelligt alles
		anfressen was duft und Farbe hat
		Sie d?rfen nicht gejagt werden
		Und so werden es immer mehr

		Geschrei
		Geschirr ging zu Boden, Geheule konnte man h?ren und
		Frauenstimmen die die Namen ihrer Kinder riefen und Fass das
		nicht an
		Ich rannte zum K?hlhaus nahm das Filetmesser und gefolgt von
		zwei Kameraden die auch Hunger hatten sprangen wir ?ber den
		Zaun wobei sich einer der Burschen die Hose riss
		Vor dem Nachbarhaus ein makaberes Bild
		Der Bock stand gesenkten Hauptes vor dem swimming pool und
		blutete wobei er Schreie von sich gab
		Gleich einem Neugeborenen
		Einige Kinder standen nun weinend davor und starrten ihn an
		Andere wiederum liefen durch den Garten und greinten laut und
		man konnte immer wieder Mama h?ren und Nein
		Und so
		Die M?tter standen starr unter dem Partyzelt und riefen
		ihren Nachwuchs bei Namen, in dem Durcheinander nicht
		auszumachen
		Ich stellte mich auf einen Stuhl mit dem Entbeiner in der Hand
		und rief in das Durcheinander, keiner solle sich Sorgen machen,




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